22.07.2008 14:33
Drucken |

Schrift:

Börsen in Europa: Schwach, Wachovia-Ergebnisse belasten, Vodafone brechen ein

Paris (aktiencheck.de AG) - Belastet von enttäuschenden Ergebnissen des US-amerikanischen Bankenriesen Wachovia liegen die europäischen Börsen deutlich im Minus. Zudem konnten auch die Zahlen von American Express und Texas Instruments sowie der Ausblick von Apple nicht überzeugen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 1,42 Prozent auf 3.286,71 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 1,65 Prozent ein auf 2.803,94 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt gleichzeitig 1,10 Prozent ab auf 746,42 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls rote Vorzeichen.

Vodafone brechen in London um gut 14 Prozent ein. Der führende europäische Mobilfunkkonzern konnte im ersten Quartal ein Umsatzplus vorweisen, geht jedoch für das Gesamtjahr von einem Umsatz am unteren Ende der Prognosen aus. Finanzwerte stehen ebenfalls massiv unter Druck. So fallen mitunter Barclays um 5,7 Prozent und RBS um 6,3 Prozent zurück.

In Stockholm stechen Ericsson mit einem Abschlag von mehr als 9 Prozent negativ hervor. Der Gewinn des Telekommunikationsausrüsters ist im zweiten Quartal um 70 Prozent eingebrochen. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt.

TomTom legen in Amsterdam über 11 Prozent zu. Obwohl der auf Navigationssysteme spezialisierte Konzern im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen musste, wurden die Prognosen des Marktes übertroffen. Norsk Hydro verlieren in Oslo 1,4 Prozent. Zuvor gab der Öl- und Aluminiumkonzern bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal drastisch gesunken ist.

France Télécom leiden in Paris unter dem schwachen Ausblick von Vodafone und fallen um 4 Prozent zurück. Außerdem geben BNP Paribas 3,3 Prozent, Crédit Agricole 5,7 Prozent und Société Générale 3,7 Prozent ab. Swisscom liegen in Zürich mit 4,7 Prozent im Minus. UBS und Credit Suisse verlieren 5,2 bzw. 3,6 Prozent. In Madrid sacken Telefonica um mehr als 7 Prozent ab.

Indexstände (14:16 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.286,71 (-1,42 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.803,94 (-1,65 Prozent)

EURONEXT 100: 746,42 (-1,10 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.317,70 (-1,60 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.291,42 (-0,83 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 27.925,00 (-1,05 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.448,70 (-2,85 Prozent)

SMI (Zürich): 6.803,59 (-0,80 Prozent)

ATX (Wien): 3.622,61 (-1,15 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone Group plc (ISIN GB00B16GWD56/ WKN A0J3PN) konnte im ersten Quartal ein Umsatzplus vorweisen, geht jedoch für das Gesamtjahr von einem Umsatz am unteren Ende der Prognosen aus. Wie der führende europäische Mobilfunkkonzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz im ersten Quartal um 19,1 Prozent. Für das Gesamtjahr geht der Mobilfunkkonzern nunmehr von einem Umsatz am unteren Ende der zuletzt genannten Prognose von 39,8 bis 40,7 Mrd. Britische Pfund (GBP) aus. Beim bereinigten operativen Gewinn geht Vodafone für das Gesamtjahr nach wie vor von einem Ergebnis im Bereich von 11,0 bis 11,5 Mrd. GBP aus.

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001), der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen, gab heute bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 70 Prozent eingebrochen ist. Das jüngste Ergebnis beinhaltet dabei restrukturierungsbedingte Sonderbelastungen. Der Umsatz erhöhte sich um 2 Prozent (währungsbereinigt: 7 Prozent). Der operative Gewinn (vor Sonderbelastungen) war im Berichtszeitraum deutlich rückläufig.

Der schweizerische Hardware-Hersteller Logitech International S.A. (ISIN CH0025751329/ WKN A0J3YT) hat heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt. Demnach kletterte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 18 Prozent. Unter dem Strich verbuchte Logitech einen Nettogewinnanstieg um 14 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Hersteller von Computerzubehör weiterhin einen Anstieg von 15 Prozent beim wechselkursbereinigten Umsatz sowie beim Betriebsgewinn.

Die niederländische TomTom N.V. (ISIN NL0000387058/ WKN A0ET88) musste im zweiten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang ausweisen. Wie der auf Navigationssysteme spezialisierte Konzern heute erklärte, verbesserten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 19 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde ein Rückgang um 23 Prozent ausgewiesen. Für das Gesamtjahr erwartet TomTom weiterhin inklusive des Ergebnisbeitrags der übernommenen Tele Atlas N.V. (ISIN NL0000233948/ WKN 927101) einen Umsatz im Bereich von 1,95 bis 2,15 Mrd. Euro, während die EBITDA-Marge bei 20 bis 25 Prozent liegen soll.

Der norwegische Öl- und Aluminiumkonzern Norsk Hydro ASA (ISIN NO0005052605/ WKN 851908) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal drastisch gesunken ist, was auf höhere Energie- und Rohstoffkosten und geringere Metallpreise zurückzuführen ist. Der Nettogewinn sank demnach um 86 Prozent. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Der Umsatz von Europas zweitgrößtem Aluminiumhersteller ging um 4,2 Prozent zurück. (22.07.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Die Bundesregierung will den Kauf von stromsparenden Haushaltsgeräten mit einer Prämie von 150 Euro fördern (“Kühlschrank-Bonus)”. Würden Sie sich deswegen ein Neugerät anschaffen?
Ja
Nein
Vielleicht




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige