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Börsen in Europa: Schwacher Handel, Zahlen im Fokus
Im Fokus stehen heute wieder einmal die Quartalszahlen. So meldete neben dem Pharmakonzern Sanofi-Aventis auch British Airways, Ducati, Atos Origin, AGRANA und BWT. Bereits gestern Abend hatten Enel, UniCredito, Thales und Lagardere ihre Zahlen vorgelegt. Im Bereich der Unternehmenszusammenschlüsse ist die heute bekannt gegebene Übernahme des italienischen Versorgers Edison durch den französischen Monopolisten EdF und den Mailänder Regionalversorger AEM von Interesse.
Indexstände (16.03 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.973,42 (-0,66 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.842,87 (-0,59 Prozent)
EURONEXT 100: 680,48 (-0,43 Prozent)
FTSE 100 (London): 4.858,90 (-0,70 Prozent)
CAC 40 (Paris): 3.993,77 (-0,54 Prozent)
MIB30 (Mailand): 31.211 (-0,40 Prozent)
IBEX35 (Madrid): 9.216,80 (-0,55 Prozent)
SMI (Zürich): 5.938,61 (-0,17 Prozent)
ATX (Wien): 2.590,06 (-0,53 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis verbuchte im ersten Quartal aufgrund der starken Absatzentwicklung im Medikamentenbereich einen Gewinnanstieg. Wie der weltweit drittgrößte Pharmakonzern heute bekannt gab, verbesserte sich das Betriebsergebnis im Vorjahresvergleich von 1.76 Mrd. Euro auf 2,15 Mrd. Euro. Beim Nettogewinn verbuchte Sanofi-Aventis hingegen einen Rückgang von 1,10 Mrd. Euro auf 531 Mio. Euro. Dabei hatten Restrukturierungskosten in Höhe von 884 Mio. Euro das Ergebnis belastet. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn nach Minderheitsanteilen lag im Berichtsquartal bei 1,42 Mrd. Euro. Beim Gewinn je Aktie verbuchte der Konzern einen Anstieg von 0,83 Euro auf 1,06 Euro. Beim Konzernumsatz verzeichnete Sanofi-Aventis aufgrund der starken Absatzentwicklung bei den 15 wichtigsten Medikamenten einen Anstieg von 5,92 Mrd. Euro auf 6,42 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 8,4 Prozent. Auf währungsbereinigter Basis wurde ein Erlösanstieg von 11,9 Prozent erzielt.
Die British Airways musste im vierten Quartal aufgrund höherer Treibstoffpreise sowie einem Verfall der Ticketpreise einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Wie die Fluggesellschaft heute bekannt gab, lag der operative Gewinn im Schlussquartal bei 40 Mio. Pfund, nach 32 Mio. Pfund im Vorjahresquartal. Der Vorsteuergewinn verringerte sich im Vorjahresvergleich hingegen deutlich von 45 Mio. Pfund auf 5 Mio. Pfund. Das Ergebnis im Vorjahresquartal beinhaltet Sondererlöse in Zusammenhang mit Beteiligungsverkäufen. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,9 Pence unter dem Vorjahreswert von 1,1 Pence. Beim Konzernumsatz verzeichnete British Airways einen Anstieg von 1,85 Mrd. Pfund auf 1,89 Mrd. Pfund. Im Gesamtjahr verbuchte die Fluglinie beim operativen Gewinn einen Anstieg von 405 Mio. Pfund auf 540 Mio. Pfund. Der Vorsteuergewinn lag mit 415 Mio. Pfund deutlich über dem Vorjahresniveau von 230 Mio. Pfund, während sich der Gewinn je Aktie von 12,1 Pence auf 23,0 Pence verbesserte. Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 7,56 Mrd. Pfund auf 7,81 Mrd. Pfund.
Wie die Eléctricité de France S.A. (EDF) und die italienische AEM S.p.A. teilten heute mit, dass sie die Edison S.p.A., den zweitgrößten Energieproduzenten in Italien, für bis zu 7,28 Mrd. Euro übernehmen werden. Demnach zahlen die beide Energieversorger 4,08 Mrd. Euro für eine 62 Prozent-Beteiligung, die von Investoren - darunter die Fiat S.p.A. - gehalten wird. Zudem werden EDF und AEM bis zu 3,2 Mrd. Euro bzw. 1,86 Euro pro Aktie für die restlichen Edison-Anteile bieten. Der Kaufpreis pro Aktie entspräche dabei einer Prämie von 9,7 Prozent auf den gestrigen Schlusskurs. Die nicht börsennotierte EDF ist der größte Energieerzeuger der Welt und vollständig im Besitz des französischen Staates. AEM ist der börsennotierte Regionalversorger von Mailand.
Der französische IT-Dienstleister Atos Origin meldete heute, dass er im ersten Quartal einen leichten Umsatzanstieg erzielt hat, mit dem die Markterwartungen übertroffen werden konnten. Demnach erhöhten sich die Erlöse von 1,29 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun 1,36 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Umsatz von 1,34 Mrd. Euro ausgegangen. Wie der Konzern weiter bekannt gab, hat er sich gestern eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 1,2 Mrd. Euro gesichert, mit der die bestehende syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 900 Mio. Euro refinanziert wird.
Die österreichische AGRANA Beteiligungs-AG peilt im kommenden Jahr eine deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung an. Wie die im Nahrungsmittelsektor tätige Beteiligungsgesellschaft bei der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr bekannt gab, soll der Konzernumsatz 2005/06 auf 1,4 Mrd. Euro steigen. Dies wird durch die Konsolidierung der französischen Atys-Gruppe sowie der Unternehmen Wink und Dirafrost erreicht. Eine Prognose für den Konzerngewinn will AGRANA im zweiten Halbjahr abgeben. Im abgelaufenen Fiskaljahr erwirtschaftete AGRANA einen operativen Gewinn von 90,8 Mio. Euro, was einer Steigerung von 18,2 Prozent entspricht. Der Jahresüberschuss konnte im Vorjahresvergleich um 41,3 Prozent auf 74,9 Mio. Euro zulegen. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 13,2 Prozent auf 981,00 Mio. Euro. Damit wurden die vorläufigen Geschäftszahlen bestätigt. Für das abgelaufene Fiskaljahr werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Anhebung der Dividende von 1,80 Euro auf 1,95 Euro je Aktie vorschlagen.
Die Austrian Airlines AG (AUA) hat den vollständigen Erwerb des Catering-Unternehmens Airest abgeschlossen. Wie die Fluggesellschaft heute bekannt gab, wurde die Transaktion auf Basis der am 23. Dezember 2004 geschlossenen Absichtserklärung über den Ankauf der Airest-Anteile von der Gate Gourmet Luxemburg III GmbH (35 Prozent) und von LSG Lufthansa Service Europa / Afrika GmbH (30 Prozent) vollzogen. Damit ist AUA Alleineigentümer des Catering-Unternehmens. Über finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Da Catering nicht zum Kerngeschäft der AUA zählt, strebt der Konzern einen Verkauf bzw. das Halten einer Minderheitsbeteiligung an Airest an.
Die österreichische BWT AG verbuchte im ersten Quartal aufgrund geringerer Zinsaufwendungen und einer verringerten Steuerbelastung einen Gewinnanstieg. Wie der im Bereich Wasseraufbereitung tätige Konzern bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum bei 7,0 Mio. Euro, nach 6,7 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Beim Nettoergebnis verbuchte BWT einen Anstieg von 3,8 Mio. Euro bzw. 21 Cent je Aktie auf 4,4 Mio. Euro bzw. 24 Cent je Aktie. Der Konzernumsatz lag mit 113,3 Mio. Euro exakt auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Beim Auftragseingang verzeichnete BWT einen Rückgang von 10 Prozent auf 122,8 Mio. Euro, wobei der Vorjahreswert durch einen Großauftrag im Gesamtwert von 25 Mio. Euro geprägt war. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet BWT einen Konzernumsatz von mehr als 500 Mio. Euro. Beim Konzernergebnis wird ein Gewinn von mehr als 20 Mio. Euro erwartet.
Der italienische Motorradhersteller Ducati Motor Holding teilte heute mit, dass er im ersten Quartal 2005 einen Umsatzrückgang sowie einen Vorsteuerverlust verbuchen musste. Demnach sanken die Erlöse von 100,3 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 85,1 Mio. Euro. Der Vorsteuerverlust belief sich auf 1,0 Mio. Euro, nachdem im ersten Quartal 2004 noch ein Plus von 0,8 Mio. Euro verzeichnet worden war. Das EBITDA ging von 12,3 Mio. Euro auf 8,5 Mio. Euro zurück. Die Nettoverbindlichkeiten des Konzerns lagen mit 122,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (121,2 Mio. Euro).
| 07.07.2008 | Sanofi-Aventis halten | Hamburger Sparkasse AG (Haspa) | |
| 19.06.2008 | Sanofi-Aventis underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 18.06.2008 | Sanofi-Aventis akkumulieren | Independent Research GmbH | |
| 13.06.2008 | Sanofi-Aventis neues Kursziel | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 13.06.2008 | Sanofi-Aventis neues Kursziel | Deutsche Bank AG |
Aktien in diesem Artikel
| Sanofi-Aventis | 47,1 | +1,9% | |
| British Airways | 3,0 | -5,1% | |
| Edison | 1,2 | -5,4% | |
| AGRANA Beteiligungs-AG | 53,9 | +2,5% | |
| Atos Origin | 34,5 | -3,5% | |
| Austrian Airlines | 3,4 | +13,3% | |
| Ducati Motor | 1,7 | +0,0% | |
| BWT | 22,8 | +0,3% | |
| Enel | 6,0 | +3,1% | |
| UniCredito Italiano | 3,9 | -1,8% |
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