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Börsen in Europa: Schwächer, Philips und Credit Suisse unter Druck
Papiere von Philips verlieren in Amsterdam knapp 3 Prozent. Wie der Elektronikkonzern heute mitteilte, hat er im ersten Quartal 2008 einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei verfehlt.
Titel der Credit Suisse sacken in Zürich um mehr als 3 Prozent ab. Der Wert leidet dabei unter Presseberichten, wonach die Bankgesellschaft vor weiteren milliardenschweren Abschreibungen steht. Anteile des Mitbewerbers UBS geben 2,6 Prozent ab. Außerdem lasten Papiere des Pharmariesen Roche mit einem Minus von 2,8 Prozent auf dem Gesamtmarkt.
An der Pariser Börse richten sich die Blicke mitunter auf Danone. Der Lebensmittelhersteller gab zuvor bekannt, dass sein Umsatz im ersten Quartal um 19 Prozent zulegen konnte. Ferner wurden die Jahresziele bestätigt. Die Aktie gewinnt nach einem schwachen Auftakt 1,3 Prozent. In London geht es für die Sage Group um knapp 4 Prozent nach unten. Der Software-Konzern kündigte für das erste Halbjahr Zahlen im Rahmen der Erwartungen an.
Indexstände (14:09 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.661,54 (-1,04 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.071,59 (-0,99 Prozent)
EURONEXT 100: 846,64 (-0,77 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.839,60 (-0,95 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.755,49 (-0,88 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 32.728,00 (-1,36 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 13.132,00 (-1,10 Prozent)
SMI (Zürich): 7.127,16 (-1,82 Prozent)
ATX (Wien): 3.845,65 (-0,93 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Software-Konzern Sage Group plc (ISIN GB0008021650/ WKN 883669) meldete heute, dass er mit seinen Zahlen zum ersten Halbjahr die Erwartungen der Analysten erfüllen wird. Den Angaben zufolge wird der größte Software-Hersteller in Großbritannien seine Ergebnisse für die ersten sechs Monate zum 31. März dieses Jahres am 8. Mai 2008 veröffentlichen. Analysten prognostizieren derzeit einen Umsatz von 611,9 Mio. Britische Pfund (GBP), während sie beim um bestimmte Kosten bereinigten Ergebnis einen Wert von 6,6 Pence pro Aktie erwarten.
Der französische Lebensmittelhersteller Groupe Danone S.A. (ISIN FR0000120644/ WKN 851194) gab heute bekannt, dass sein Umsatz im ersten Quartal um 19 Prozent zulegen konnte, was mit einer starken Nachfrage nach der Marke Activia und der Übernahme des Babynahrungsmittelherstellers Numico zusammenhängt. Vor Währungseffekten nahmen die Erlöse um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem organischen Umsatzplus von 8 bis 10 Prozent und einem EPS-Wachstum von mindestens 15 Prozent.
Die Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530/ WKN 876800), die zweitgrößte Bankgesellschaft in der Schweiz, könnte schweizerischen Presseberichten zufolge bei der Veröffentlichung ihrer Zahlen zum ersten Quartal in diesem Monat weitere Abschreibungen in Höhe von bis zu 5 Mrd. Schweizer Franken (CHF) ankündigen. Wie der "Tages-Anzeiger" am Sonntag berichtete, könnte das Kreditinstitut im ersten Quartal einen Verlust von bis zu 2 Mrd. CHF und weitere Abschreibungen in Höhe von rund 4 Mrd. CHF ausweisen. Indes berichtete die "NZZ am Sonntag", dass die Credit Suisse am 24. April Abschreibungen in Höhe von 3 bis 5 Mrd. CHF bekannt geben könnte.
Der Elektronikkonzern Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) musste im ersten Quartal 2008 einen Gewinnrückgang verbuchen. Wie der niederländische Technologiekonzern heute mitteilte, erhöhte sich der Umsatz leicht. Dagegen fiel das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich um 44 Prozent, während der Nettogewinn um rund 75 Prozent nachgab. Das Vorjahresergebnis war durch den Verkauf der Beteiligung an der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. positiv beeinflusst worden. Den weiteren Angaben zufolge erwartet Philips bis 2010 inzwischen eine EBITA-Marge von 10 bis 11 Prozent, während bisher 10 Prozent prognostiziert wurden. An der Prognose eines jährlichen durchschnittlichen Umsatzwachstums bis 2010 von über 6 Prozent wird festgehalten.
Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001), der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen, gab heute bekannt, dass er mit den beiden größten chinesischen Mobilfunkanbietern China Mobile Ltd. (ISIN HK0941009539/ WKN 909622) und China Unicom Ltd. (ISIN HK0762009410/ WKN 615613) GSM-Erweiterungsverträge im Gesamtwert von 1,44 Mrd. Dollar geschlossen hat. Demnach wurde mit dem nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkbetreiber China Mobile ein Abkommen im Wert von 1,3 Mrd. Dollar geschlossen. Mit China Unicom wurde eine Vereinbarung im Wert von 140 Mio. Dollar vereinbart. (14.04.2008/ac/n/m)
| 14.01.2008 | Sage Group neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 29.11.2007 | Sage Group sell | Société Générale Group (SG) | |
| 15.10.2007 | Sage Group sell | Société Générale Group (SG) | |
| 04.12.2006 | Sage Group kaufen | BÖRSE am Sonntag | |
| 12.05.2005 | Sage Group: Neutral | JP Morgan |
Aktien in diesem Artikel
| Sage Group | 2,7 | -0,4% | |
| Groupe Danone | 55,5 | +0,0% | |
| Credit Suisse Group (CS Group) (N) | 34,6 | -1,6% | |
| Philips Electronics | 24,9 | +1,4% | |
| Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B) | 1,8 | -0,6% |
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