SmithNephew Aktie [WKN: 502816 / ISIN: GB0009223206]

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12.03.2007 14:14
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Börsen in Europa: Schwächer, Übernahmen im Blick

Paris (aktiencheck.de AG) - Trotz positiver Vorgaben aus Asien fallen die europäischen Börsen zur Tagesmitte hin in negatives Terrain. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,54 Prozent und notiert bei 4.069,38 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 liegt mit 0,56 Prozent bei 3.654,77 Zählern im Minus. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 wiederum gibt 0,41 Prozent auf 962,24 Indexpunkte ab. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls rote Vorzeichen.

Gesprächstoff liefern dabei zahlreiche Übernahmen. In London ziehen Papiere von Smith & Nephew um knapp 3 Prozent an, nachdem der Medizintechnikkonzern die Übernahme der schweizerischen Plus Orthopedics Holding AG für rund 1,1 Mrd. Schweizer Franken bekannt gegeben hat. Kursgewinne von 1,5 Prozent prägen das Bild bei Rexam. Der Verpackungshersteller hat sich von seiner Glassparte getrennt, wobei sich der Verkaufspreis inklusive Verbindlichkeiten auf 449 Mio. Britische Pfund beläuft.

In Zürich fallen Papiere von Swisscom um knapp 4 Prozent zurück. Die Anleger quittieren damit die Ankündigung des Telekommunikationsanbieters, den italienischen Festnetz- und Internetanbieter Fastweb für maximal 3,7 Mrd. Euro übernehmen zu wollen. Die Fastweb-Aktie bleibt in Mailand vom Handel ausgesetzt.

In Amsterdam rücken Anteilsscheine von Philips um ein knappes Prozent vor. Der Elektronikkonzern hat sich von einem ersten Teil seiner Beteiligung an dem taiwanischen Auftrags-Chiphersteller TSMC getrennt. Einen kräftigen Sprung von mehr als 15 Prozent verbuchen Papiere von Akzo Nobel. Der Chemie- und Pharmakonzern wird seine Tochter Organon BioSciences für rund 11 Mrd. Dollar an den US-Pharmakonzern Schering-Plough verkaufen. In Stockholm steht das Papier von Svenska Cellulosa im Blick. Der Papierkonzern gab heute die Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble bekannt.

Indexstände (14:00 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.069,38 (-0,54 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.654,77 (-0,56 Prozent)

EURONEXT 100: 962,24 (-0,41 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.235,90 (-0,15 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.500,17 (-0,68 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 40.714,00 (-0,41 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 14.146,00 (-0,78 Prozent)

SMI (Zürich): 8.917,80 (-0,18 Prozent)

ATX (Wien): 4.499,92 (-0,85 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Medizintechnikkonzern Smith & Nephew plc (ISIN GB0009223206/ WKN 502816) hat seine Marktposition im Orthopädiebereich durch die Übernahme der Plus Orthopedics Holding AG ausgebaut. Wie der Konzern heute erklärte, wurde die nicht börsennotierte schweizerische Gesellschaft zu einem Kaufpreis von 1,09 Mrd. Schweizer Franken (CHF) inklusive Verbindlichkeiten erworben. Durch die Übernahme steigt Smith & Nephew eigenen Angaben zufolge zum weltweit viertgrößten Anbieter für medizinische Orthopädie-Produkte mit einem Marktanteil von 12 Prozent auf. Plus Orthopedics wurde im Jahr 2001 gegründet und verfügt über ein breitgefächertes innovatives Produktangebot bei Implantaten für künstliche Hüft- und Kniegelenke. Im Jahr 2006 generierte das schweizerische Unternehmen einen Umsatz von 367 Mio. CHF sowie einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 44 Mio. CHF.

Der britische Verpackungshersteller Rexam plc (ISIN GB0004250451/ WKN 860000) hat sich von seiner Glassparte getrennt. Wie der weltweit führende Hersteller von Konservendosen heute erklärte, wurde der Geschäftsbereich im Rahmen eines Abkommens an die Ardagh Glass Group plc veräußert. Der Verkaufspreis inklusive Verbindlichkeiten beläuft sich auf 449 Mio. Britische Pfund (GBP) (660 Mio. Euro). Im Jahr 2006 generierte Rexam Glass mit weltweit insgesamt 3.600 Mitarbeitern einen Umsatz von 437 Mio. GBP sowie einen operativen Gewinn von 40 Mio. GBP. Der Verkauf erfolgt im Rahmen der stärkeren Fokussierung auf den Bereich Konsumgüterverpackungen. Der Verkaufserlös soll zur Rückführung von Verbindlichkeiten verwendet werden. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden in Deutschland und Polen.

Die Swisscom AG (ISIN CH0008742519/ WKN 916234) will den italienischen Festnetz- und Internetanbieter Fastweb S.p.A. (ISIN IT0001423562/ WKN 936298) übernehmen. Wie der schweizerische Telekommunikationsanbieter heute erklärte, hat man dem Verwaltungsrat von Fastweb heute ein freundliches öffentliches Übernahmeangebot in Höhe von 47 Euro je Aktie unterbreitet. Das Gesamtvolumen der Offerte liegt bei maximal 3,7 Mrd. Euro (6 Mrd. Schweizer Franken (CHF)). Vor Unterbreitung ihres Angebots konnte Swisscom mit Zustimmung des Verwaltungsrates von Fastweb eine bestätigende Due-Diligence-Prüfung durchführen. Bei Fastweb handelt es sich um den zweitgrößten Festnetzbetreiber und den führenden Anbieter IP-basierter Dienste in Italien. 2006 erzielte Fastweb einen Umsatz von 1,26 Mrd. Euro sowie ein EBITDA von 424,6 Mio. Euro. Das Unternehmen bietet in über 130 Städten innovative Telefon-, Internet- und Fernsehdienste über modernste, vollständig auf dem Internet-Protokoll basierende Breitbandnetze an. Finanzieren will Swisscom die Akquisition durch die Aufnahme neuer Schulden und abhängig von der Annahmequote des Übernahmeangebotes mit dem Verkauf von maximal 4,9 Millionen Aktien aus eigenem Bestand, welche Swisscom im Rahmen seines Aktienrückkaufprogramms im Jahr 2006 erworben hatte.

Der US-Pharmakonzern Schering-Plough Corp. (ISIN US8066051017/ WKN 850469) gab heute bekannt, dass er die Organon BioSciences N.V., eine Sparte des niederländischen Chemie- und Pharmakonzerns Akzo Nobel N.V. (ISIN NL0000009132/ WKN 914188), für rund 11 Mrd. Euro in bar übernehmen wird. Die Transaktion, die bis Ende 2007 abgeschlossen werden soll, wird das Konzernergebnis von Akzo Nobel im ersten Jahr nach Abschluss voraussichtlich um 10 Cents pro Aktie (vor akquisitionsbedingten Kosten) steigern. Die Pharmasparte von Organon BioSciences erwirtschaftete in 2006 einen Umsatz von 3,4 Mrd. Dollar. Mit einem Umsatz von rund 1,5 Mrd. Dollar aus der Sparte für Tiergesundheit Intervet belaufen sich die gesamten Erlöse auf fast 5 Mrd. Dollar. Die aus der Akquisition entstehenden Synergien werden auf 500 Mio. Dollar pro Jahr geschätzt. Diese Summe wird jedoch voraussichtlich erst drei Jahre nach Abschluss der Transaktion erreicht werden. Schering-Plough wird die Übernahme durch einen Mix aus Bargeld, Schulden und Kapital finanzieren. Akzo Nobel beabsichtigt indes, nach Abschluss der Transaktion eigene Aktien im Wert von 1,3 Mrd. Euro zurückzukaufen.

Der niederländische Elektronikkonzern Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) meldete heute, dass er rund 887 Millionen Aktien der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Ltd. (TSMC) (ISIN US8740391003/ WKN 909800) an langfristige Finanzinvestoren in Taiwan verkauft hat. Mit dem Verkauf hat Philips den ersten Schritt eines mehrstufigen Plans zur Durchführung eines ordentlichen Ausstiegs beim weltgrößten Auftrags-Chiphersteller umgesetzt. Philips hielt vor der jüngsten Transaktion eine Beteiligung in Höhe von 16,2 Prozent an TSMC. Der Wert dieser Beteiligung belief sich zuletzt auf rund 8,5 Mrd. Dollar. Durch die jüngste Transaktion fließen Philips Erlöse in Höhe von rund 1,3 Mrd. Euro zu. Dies wird letztlich zu einem Einmalertrag in Höhe von ca. 725 Mio. Euro führen, der im ersten Quartal 2007 verbucht wird. Die Beteiligung von Philips an TSMC hat sich nun auf 12,8 Prozent verringert.

Der niederländische Chemiedistributor Univar N.V. (ISIN NL0000388809/ WKN 662223) gab heute bekannt, dass er den US-Konkurrenten Chemcentral Corp. für 600 Mio. Dollar in bar (einschließlich Schulden) übernehmen wird. Chemcentral mit Sitz in Chicago erwirtschaftete in 2006 einen Umsatz von 1,4 Mrd. Dollar und vertreibt Spezial- und Industriechemikalien. Das fusionierte Unternehmen hätte im vergangenen Jahr einen Pro-Forma-Umsatz von 8 Mrd. Dollar erzielt, so Univar. Univar gab bereits am Freitag bekannt, dass man seinen Umsatz in 2006 um 10,6 Prozent auf 6,62 Mrd. Dollar gesteigert hat. Das EBIT kletterte um 14,9 Prozent auf 238,6 Mio. Dollar.

Der schwedische Papierkonzern Svenska Cellulosa AB (ISIN SE0000112724/ WKN 856193), die Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG (ISIN DE0006889801/ WKN 688980) hat das europäische Tissuegeschäft von Procter & Gamble (ISIN US7427181091/ WKN 852062) übernommen. Wie heute mitgeteilt wurde, steht der Vollzug des Vertrags noch unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Diese Akquisition dient zur Stärkung und zum Ausbau der SCA-Position im Geschäft mit qualitativ hochwertigen Markenerzeugnissen. Das europäische Tissuegeschäft von Procter & Gamble verkörpert einen Umsatz von rund 500 Mio. Euro, der an fünf Produktionsstandorten in Manchester (Großbritannien), Witzenhausen und Neuss (Deutschland), Orleans (Frankreich) und Lucca (Italien) erwirtschaftet wird. (12.03.2007/ac/n/m)

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