European Aeronautic Defence and Space Aktie [WKN: 938914 / ISIN: NL0000235190]

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10.07.2008 14:16
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Börsen in Europa: Schwächer, Wienerberger auf Talfahrt

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen fallen am Donnerstag recht deutlich zurück, nachdem die US-amerikanischen Aktienmärkte am Vorabend mit kräftigen Verlusten geschlossen haben. Die Tagestiefststände haben dabei allerdings keinen Bestand. Für Aufsehen sorgt heute eine Meldung, wonach der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical seinen heimischen Konkurrenten Rohm and Haas für rund 15,3 Mrd. Dollar übernehmen wird. Außerdem hat der US-Einzelhandelsriese Wal-Mart seine Prognose angehoben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 muss aktuell noch 0,81 Prozent abgeben und notiert bei 3.315,46 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 liegt mit 0,76 Prozent im Minus bei 2.863,76 Zählern. Ferner gibt der in Paris berechnete EURONEXT 100 1,27 Prozent ab auf 752,26 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen verbuchen ebenfalls rote Vorzeichen.

In Zürich liegen Titel von Novartis knapp behauptet im Handel. Der Pharmakonzern gab zuvor den Kauf einer zusätzlichen 51,7 Prozent-Beteiligung an Speedel bekannt. Gleichzeitig kündigte Novartis Pläne für ein öffentliches Pflichtangebot an, um die restlichen Aktien des schweizerischen Biopharma-Unternehmens zu erwerben. Die Speedel-Aktie springt daraufhin um rund 93 Prozent.

EADS gewinnen in Paris ein knappes Prozent, obwohl dem Luft- und Raumfahrtkonzern der Verlust des bereits sicher geglaubten Tankflugzeug-Auftrags der US-Luftstreitkräfte droht. Finanzwerte tendieren hier ebenfalls fester. So legen BNP Paribas 1 Prozent, Crédit Agricole 2,1 Prozent und Société Générale 1,1 Prozent zu. An der Londoner Börse zählen Rohstoffwerte zu den Gewinnern. Mitunter verfestigen sich BHP Billiton um 0,6 Prozent, Antofagasta um 2,4 Prozent und Rio Tinto um 0,7 Prozent. BP und Royal Dutch Shell geben dagegen deutlicher ab.

In Wien stechen Wienerberger mit -17 Prozent ins Auge. Der Baumaterialhersteller meldete zuvor, dass der Umsatz der Gruppe im zweiten Quartal mit einem Rückgang von 4 Prozent zum Vorjahr hinter den Erwartungen geblieben ist. Ferner wird ein Rückgang des operativen EBITDA von rund 10 Prozent für die ersten sechs Monate sowie eine Ergebnisverschlechterung für das Gesamtjahr erwartet. Titel des Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzerns AGRANA, der im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von rund 10 Prozent erzielt hat, dessen Ergebnis jedoch zurückgegangen ist, fallen um über 4 Prozent zurück.

Indexstände (14:01 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.315,46 (-0,81 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.863,76 (-0,76 Prozent)

EURONEXT 100: 752,26 (-1,27 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.470,40 (-1,07 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.281,09 (-1,35 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 28.751,00 (-0,07 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.861,50 (-1,15 Prozent)

SMI (Zürich): 6.853.05 (-0,99 Prozent)

ATX (Wien): 3.713,70 (-2,10 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der europäischen Flugzeughersteller Airbus, eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914), muss um einen milliardenschweren Großauftrag fürchten. Das US-Verteidigungsministerium wird der Empfehlung des Rechnungshofes GAO folgen und den Auftrag zum Bau von 179 Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe neu ausschreiben. Dies geht aus einer am Mittwochabend veröffentlichten Pressemitteilung des Defense Secretary Robert M. Gates hervor. Damit reagiert das Ministerium auf Ungereimtheiten bei der Auftragsvergabe an ein aus dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und dem US-Rüstungskonzern Northrop Grumman Corp. (ISIN US6668071029/ WKN 851915) bestehenden Konsortium im Februar dieses Jahres.

Der schweizerische Pharmakonzern Novartis AG (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) gab heute den Kauf einer zusätzlichen 51,7 Prozent-Beteiligung an der Speedel Holding Ltd. (ISIN CH0021483885/ WKN A0F58H) bekannt. Gleichzeitig kündigte Novartis Pläne für ein öffentliches Pflichtangebot an, um die restlichen Aktien des schweizerischen Biopharma-Unternehmens zu erwerben. Der Gesamtpreis für die vollständige Übernahme von Speedel - unter Ausschluss der 9,7 Prozent-Beteiligung, die Novartis bereits vor dieser Transaktion hielt - wird voraussichtlich 907 Mio. Schweizer Franken (CHF) betragen, hieß es. Am 9. Juli 2008 erwarb Novartis eine zusätzliche 51,7 Prozent-Beteiligung an Speedel durch eine Reihe von außerbörslichen Transaktionen mit Hauptaktionären von Speedel für 130 CHF pro Aktie in bar. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften der Schweiz wird Novartis ein Pflichtangebot für alle restlichen Aktien von Speedel unterbreiten. Der Angebotspreis beträgt 130 CHF pro Aktie in bar und gilt für alle teilnehmenden Aktionäre.

Der deutsche Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) ist in der näheren Auswahl für einen milliardenschweren Großauftrag des britischen Verkehrsministeriums. Wie das britische Department of Transports heute erklärte, sind neben Siemens unter anderem auch die zum französischen Maschinenbaukonzern Alstom S.A. (ISIN FR0010220475/ WKN A0F7BK) gehörende Sparte Alstom Transport, der kanadische Bahntechnikkonzern Bombardier Inc. (ISIN CA0977512007/ WKN 866671) sowie der japanische Technologiekonzern Hitachi Ltd. (ISIN JP3788600009/ WKN 853219) für die Vergabe des rund 1,4 Mrd. Britische Pfund (GBP) schweren Großprojekts nominiert. Die betreffenden Unternehmen sollen dabei jeweils verbindliche Angebote für insgesamt 1.100 Passagierwagons abgeben.

Der österreichische Baumaterialhersteller Wienerberger AG (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) meldete heute, dass die anhaltende Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die daraus resultierende Unsicherheit bei Konsumenten und Anlegern die gesamte Baustoffindustrie getroffen hat. Demnach ist der Umsatz der Wienerberger Gruppe im zweiten Quartal mit einem Rückgang von 4 Prozent zum Vorjahr hinter den Erwartungen geblieben. Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2008 liegen derzeit noch nicht vor. Aufgrund der verfügbaren Umsatzzahlen wird jedoch ein Rückgang des operativen EBITDA von rund 10 Prozent für die ersten sechs Monate 2008 sowie eine Ergebnisverschlechterung für das Gesamtjahr erwartet. Vor dem Hintergrund hoher Inflation, steigender Zinsen und einer Verknappung der Kreditmittel ist laut Wienerberger von einer weiteren Abschwächung der Märkte auszugehen.

Der österreichische Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern AGRANA Beteiligungs-AG (ISIN AT0000603709/ WKN 779535) meldete heute, dass er im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von 10,3 Prozent erzielt hat, das Ergebnis jedoch zurückgegangen ist. Der Umsatzanstieg war größtenteils auf Kapazitätserweiterungen und höhere Verkaufspreise im Segment Stärke zurückzuführen. Das Operative Konzernergebnis (vor Sondereinflüssen) verringerte sich im ersten Quartal um 36 Prozent. Dieser Rückgang resultiert aus dem Energiepreisanstieg, erhöhten Maispreisen sowie aus einem starken Margendruck in den Segmenten Zucker und Stärke.

Der CEO des belgischen Finanzdienstleisters Fortis (ISIN BE0003801181/ WKN 982570) steht möglicherweise kurz vor seiner Entlassung. Laut einem Bericht der britischen Tageszeitung "The Times" wird CEO Jean-Paul Votron wohl in Kürze seinen Hut nehmen, nachdem der Konzern Mitte Mai ein umstrittenes Finanzierungspaket im Gesamtwert von rund 8,3 Mrd. Euro angekündigt hatte. Die umstrittenen Maßnahmen hatten bei vielen Aktionären für Empörung gesorgt, zumal der Kurs der Fortis-Aktie kurz nach der Ankündigung um knapp 20 Prozent eingebrochen war. Wie die Tageszeitung unter Berufung auf Medienberichte in Belgien berichtet, soll Votron voraussichtlich durch Filip Dierckx, der derzeit als Chairman der Fortis Bank tätig ist, ersetzt werden.

Die Beteiligungsgesellschaft Investor AB (ISIN SE0000107419/ WKN 869202) hatte im zweiten Quartal unter den widrigen Bedingungen an den internationalen Kapitalmärkten zu leiden. Wie der von der Familie Wallenberg kontrollierte Beteiligungskonzern heute erklärte, verzeichnete man im Berichtszeitraum einen Verlust, nach einem Plus im Vorjahreszeitraum. Als wesentliche Ursache für den recht deutlichen Ergebnisrückgang wurden die schwierigen Rahmenbedingungen an den internationalen Aktienmärkten genannt. (10.07.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

European Aeronautic Defence and Space 15,6 +4,4%
Novartis 38,0 +2,1%
Speedel 79,6 +-0,0%
Alstom 70,7 +3,1%
Wienerberger 17,9 +2,9%
AGRANA Beteiligungs-AG 52,0
Fortis 9,2 +2,7%
Investor AB (B, FRIA) 14,0 +1,7%
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Unverändert




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