Associated British Ports Aktie [WKN: / ISIN: GB0000564343]

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27.03.2006 14:24
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Börsen in Europa: Schwächerer Wochenauftakt, Thomson im Blickpunkt

Die europäischen Börsen tendieren zum Wochenauftakt angesichts fehlender Impulse und der am morgigen Tag auf der Agenda stehenden US-Zinsentscheidung durchweg etwas schwächer. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,38 Prozent auf 3.856,18 Punkte. Der auch britische und schweizerische Werte umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,23 Prozent auf 3.540,63 Zähler. Der in Paris beheimatete EURONEXT 100 fällt um 0,30 Prozent auf 893,55 Punkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls überwiegend rote Vorzeichen.

In London rücken Papiere von Associated British Ports um knapp 3 Prozent vor. Wie Goldman Sachs heute bekannt gab, arbeitet man derzeit an einer Offerte für den größten Hafenbetreiber Großbritanniens. In Paris richten sich dagegen alle Blicke auf den Unterhaltungselektronikkonzern Thomson, dessen Aktien um mehr als 7 Prozent nach oben preschen. Auslöser für den Kurssprung ist ein Pressebericht, wonach der Konzern demnächst ein Übernahmeangebot in Höhe von mehr als 6 Mrd. Dollar erhalten könnte.

Dagegen verzeichnen Anteilsscheine des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS leicht rote Vorzeichen, obwohl die Tochter Airbus einen erforderlichen Sicherheitstest für das Großraumflugzeug A380 erfolgreich abschließen konnte. Zudem belasten Gewinnmitnahmen den Kurs der Alcatel-Aktie, die am Freitag nach bekannt werden von Fusionsgesprächen mit Lucent Technologies deutlich angezogen hatte.

Indexstände (14:12 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.856,18 (-0,38 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.540,63 (-0,23 Prozent)

EURONEXT 100: 893,55 (-0,30 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.005,90 (-0,50 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.192,77 (-0,50 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 37.966,00 (-0,56 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.893,00 (-0,51 Prozent)

SMI (Zürich): 8.051,67 (+0,08 Prozent)

ATX (Wien): 4.059,20 (-0,28 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die Associated British Ports plc (ISIN GB0000564343/ WKN 867547) könnte ein Übernahmeangebot von einem Konsortium erhalten, dem die US-Investmentbank Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) sowie Investmentfirmen aus Kanada und Singapur angehören. Wie Goldman Sachs heute bekannt gab, arbeitet man derzeit mit Borealis, der Investment-Sparte des in Ontario ansässigen Pensionsfonds OMERS, und GIC Special Investments, der Private Equity-Sparte der Government of Singapore Investment Corp. (GIC), an einer Offerte für den größten Hafenbetreiber Großbritanniens. Analysten zufolge könnte das Übernahmeangebot den Betreiber von 21 Häfen in Großbritannien mit mehr als 2 Mrd. Britischen Pfund bewerten.

Der französische Unterhaltungselektronikkonzern Thomson S.A. (ISIN FR0000184533/ WKN 928874) könnte demnächst ein Übernahmeangebot in Höhe von mehr als 6 Mrd. Dollar von einem Konsortium erhalten, das derzeit von Investmentbanken zusammengestellt wird. Dies berichtete "The Business" am Sonntag. Wie die britische Zeitung erfahren haben will, befindet sich die amerikanische Venture Capital-Gesellschaft Silver Lake Partners unter den Mitgliedern des Konsortiums. Silver Lake hat in der Vergangenheit bereits 500 Mio. Dollar in Thomson investiert. Darüber hinaus, so die Zeitung weiter, wurden in den letzten zwei Wochen Investmentfirmen kontaktiert, damit sich diese an einem Angebot beteiligen. Ob bereits ein Kontakt zu Thomson hergestellt worden ist, sei bisher unklar.

Der europäische Flugzeughersteller Airbus, der mehrheitlich zum Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) gehört, hat einen erforderlichen Sicherheitstest für sein Großraumflugzeug A380 erfolgreich abgeschlossen. Wie der weltgrößte Flugzeugbauer am Sonntag bekannt gab, konnten demnach 873 Passagiere die Maschine im Rahmen einer simulierten Notfall-Evakuierung innerhalb der vorgeschriebenen 90 Sekunden verlassen. Bei der Übung wurden jedoch 31 Personen leicht verletzt.

Die französische Sanofi-Aventis S.A. (ISIN FR0000120578/ WKN 920657), der weltweit drittgrößte Pharmakonzern, will mittels einer strategischen Transaktion in Mittel- und Osteuropa expandieren. Unternehmensangaben von heute zufolge will man für 430 Mio. Euro einen Anteil von 24,9 Prozent an der Zentiva NV (ISIN NL0000405173/ WKN A0B5ZZ) erwerben. Damit wäre man der größte Aktionär des tschechischen Arzneimittelherstellers. Sanofi-Aventis erwirbt den Großteil dieses Anteils von der Warburg Pincus LLC. Das Zentiva-Management hält unverändert rund 5,86 Prozent der Unternehmensanteile. Zentiva besitzt Produktionsstätten in Tschechien, Rumänien und in der Slowakei. In 2005 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 410 Mio. Euro und ein Nettogewinn von 65 Mio. Euro erwirtschaftet.

Die finnische Nokia Corp. (ISIN FI0009000681/ WKN 870737), der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen, will Presseangaben zufolge die klare Nummer zwei bei der Herstellung von Mobilfunknetzen hinter Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) sein. Wie die schwedische Tageszeitung "Dagens Nyheter" unter Berufung auf Robin Lindahl, Vice President für Radio Marketing und Verkauf bei Nokia Networks, weiter berichtet, würde man eine Konsolidierung in der Branche begrüßen. Der US-Telekommunikationsausrüster Lucent Technologies Inc. (ISIN US5494631071/ WKN 899868) verhandelt derzeit mit seinem französischen Konkurrenten Alcatel S.A. (ISIN FR0000130007/ WKN 873102) über einen Zusammenschluss. Jedoch, so Lindahl, verfolgt Nokia das Ziel, in den nächsten Jahren die klare Nummer zwei hinter dem schwedischen Telekommunikationsausrüster und Weltmarktführer Ericsson zu sein. Zur Festigung seiner Position will sich Nokia vor allem auf die Emerging Markets Russland, Afrika, Südamerika und den Mittleren Osten konzentrieren.

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