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Börsen in Europa: Talfahrt vorerst gestoppt, Novartis im Fokus
So gewinnt der Dow Jones EURO STOXX 50 aktuell 0,49 Prozent auf 3.587,80 Punkte, der auch britische und schweizerische Werte umfassende Dow Jones STOXX 50 legt leicht um 0,22 Prozent auf 3.371,63 Zähler zu. Der in Paris beheimatete EURONEXT 100 verbessert sich um 0,48 Prozent auf 825,84 Punkte. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich ebenfalls durchweg etwas fester.
In London sorgen anziehende Rohstoffnotierungen für steigende Kurse im Bergbausektor. Allen voran preschen Aktien von BHP Billiton ebenso wie die von Xstrata um 3,2 Prozent nach vorne. Papiere von Rio Tinto profitieren zusätzlich von einer Kurszielanhebung seitens der Analysten von Merrill Lynch, der Gewinn fällt mit +2,6 Prozent aber etwas dennoch geringer aus. In Paris profitieren Aktien von STMicroelectronics von den starken AMD-Zahlen und legen um 1,6 Prozent zu. Papiere von Renault verbessern sich um 2,7 Prozent, noch deutlicher nach oben geht es für Anteilsscheine von Veolia und Lafarge. Außerhalb des CAC40 fallen Papiere von Gemplus um 2,7 Prozent, nachdem der SmartCard-Hersteller seine Planzahlen reduzierte.
In Zürich fallen Papiere von Novartis nach der Präsentation von enttäuschend ausgefallenen Geschäftszahlen mit einem Abschlag von 2,2 Prozent an das Ende des SMI. Hingegen verteuern sich Anteilsscheine von Swiss Re um 1 Prozent. Presseangaben zufolge plant das Unternehmen den Abbau von 10 bis 15 Prozent der Konzernbelegschaft. In Wien brechen Aktien von PALFINGER nach der Bekanntgabe von vorläufigen Quartalszahlen um 5,4 Prozent ein. Papiere der Austrian Airlines heben indes um 2,6 Prozent ab. Einerseits präsentierte das Unternehmen heute Passagierzahlenzahlen, andererseits profitiert der Titel von der Anhebung der Gewinnprognose bei der Deutschen Lufthansa.
Indexstände (14:05 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.587,80 (+0,49 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.371,63 (+0,22 Prozent)
EURONEXT 100: 825,84 (+0,48 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.697,60 (+0,60 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.801,56 (+0,62 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 36.104,0 (+0,22 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 10.787,40 (+0,74 Prozent)
SMI (Zürich): 7.739,56 (+0,17 Prozent)
ATX (Wien): 3.821,06 (+1,35 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die schweizerische Novartis AG (ISIN CH0012005267/ WKN 904278), der weltweit sechstgrößte Pharmakonzern und die Nummer vier in Europa, meldete heute, dass sie in 2005 Rekordergebnisse erzielt hat. Im vierten Quartal blieb der Gewinn jedoch auf Vorjahresniveau und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten. Der Nettoumsatz des Konzerns stieg im letzten Jahr um 14 Prozent (+13 Prozent in lokalen Währungen) auf 32,2 Mrd. Dollar. Der Reingewinn wuchs um 10 Prozent auf 6,1 Mrd. Dollar, der Gewinn pro Aktie um 11 Prozent auf 2,63 Dollar pro Aktie. Der Free Cash-Flow erhöhte sich um 42 Prozent auf 4,7 Mrd. Dollar. Für 2005 wurde die Erhöhung der Dividende um 10 Prozent auf 1,15 Schweizer Franken (CHF) pro Aktie vorgeschlagen. Im vierten Quartal lag der Nettogewinn bei 1,35 Mrd. Dollar bzw. 58 Cents pro Aktie, während sich der Umsatz auf 8,66 Mrd. Dollar (+14 Prozent) belief. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,43 Mrd. Dollar sowie einem Umsatz von 8,8 Mrd. Dollar ausgegangen. Grund für die unter den Erwartungen liegenden Zahlen sind Kosten aus einem nicht erfolgreichen experimentellen Medikament sowie aus Akquisitionen.
Die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Swiss Re) (ISIN CH0012332372/ WKN 852246) plant nach Angaben des "Wall Street Journal" den Abbau von 10 bis 15 Prozent der Konzernbelegschaft, wahrscheinlich in London sowie in Deutschland und Frankreich. Nach Angaben der Zeitung wird Swiss Re seine Mitarbeiterzahl im Zuge der Integration der Rückversicherungssparte der General Electric Co. (ISIN US3696041033/ WKN 851144) auf 11.500 reduzieren. Der Finanzkonzern, der mit den Kürzungen 300 Mio. Dollar pro Jahr einsparen will, vereinbarte die Übernahme des Geschäftsbereichs des US-Mischkonzerns im vergangenen Jahr. Die Transaktion steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aktionäre, so die Zeitung weiter.
Der österreichische Kranhersteller PALFINGER AG (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr erneut einen Rekordumsatz vorweisen. Wie der Kranhersteller heute auf Basis vorläufiger Geschäftszahlen erklärte, lag der Konzernumsatz im Gesamtjahr 2005 bei 520 Mio. Euro, was einem Anstieg von 28,8 Prozent entspricht. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 56,1 Prozent auf 65,1 Mio. Euro, was einer EBIT-Marge von 12,5 Prozent entspricht. Wesentlichen Anteil an der Ergebnisverbesserung hatte dabei neben dem starken organischen Wachstum in Europa auch die Akquisition der RATCLIFF PALFINGER in Großbritannien. Für das laufende Geschäftsjahr geht PALFINGER weiterhin von einem kontinuierlichen Wachstum in Westeuropa sowie einem überproportionalen Wachstum in Zentral- und Osteuropa aus. Aufgrund steigender Stahl- und Energiepreise geht der Konzern von einem insgesamt steigenden Kostendruck aus. PALFINGER will dem erhöhten Kostendruck dabei mit Produktivitätssteigerung und mehr Effizienz begegnen. Die endgültigen Geschäftszahlen für das Jahr 2005 werden am 10. März veröffentlicht.
Die Austrian Airlines AG (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) konnte im Dezember 2005 bei der Zahl der beförderten Passagiere zulegen. Wie die österreichische Fluglinie heute bekannt gab, wurden im Berichtsmonat insgesamt 693.000 Passagiere befördert, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Anstieg von 11,8 Prozent entspricht. Die Zahl der verkauften Sitzkilometer kletterte im Vorjahresvergleich um 9,9 Prozent auf 1,72 Milliarden, während die Zahl der angebotenen Sitzkilometer um 2,1 Prozent auf 2,40 Milliarden anstieg. Der Sitzladefaktor stieg im Vorjahresvergleich um 5,1 Prozentpunkte an. Im Gesamtjahr wurden 10,12 Millionen Passagiere befördert, was einem Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte auf 74,1 Prozent.
Die luxemburgische Gemplus International S.A. (ISIN LU0121706294/ WKN 592311), der weltweit größte SmartCard-Hersteller, meldete heute, dass sie ihre Planzahlen revidiert hat. Der Konzern, der im Dezember einen Zusammenschluss mit der niederländischen Axalto Holding N.V. (ISIN NL0000400653/ WKN A0CA8L) vereinbart hat, rechnet nun mit einem Umsatz von 262 Mio. Euro im vierten Quartal bzw. 939 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2005 (Vorjahr: 865 Mio. Euro). Zuletzt hatte man noch einen Jahresumsatz von 950 Mio. Euro erwartet. Grund für die Korrektur ist vor allem ein Qualitätsproblem mit einem bestimmten Chip. Die operative Marge für 2005 wird nun bei 7 Prozent gesehen, gegenüber zuletzt in Aussicht gestellten 8 Prozent und erzielten 3 Prozent in 2004. Das mittelfristige Ziel einer operativen Marge von 10 Prozent in 2007 bleibt hiervon jedoch unberührt.
Der niederländische Elektronikkonzern Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) hat ein Abkommen zur Übernahme der amerikanischen Lifeline Systems Inc. (ISIN US5321921018/ WKN 876556) geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung erhalten die Anteilseigner des amerikanischen Spezialisten für Patienten-Notrufsysteme insgesamt 47,75 Dollar je Aktie in bar. Dies entspricht einem deutlichen Aufschlag gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch (39,49 Dollar). Insgesamt beträgt das Gesamtvolumen der Akquisition 750 Mio. Dollar. Lifeline ist einer der führenden Anbieter für Notrufsysteme für Patienten und alte und pflegebedürftige Menschen. Für das Gesamtjahr 2005 erwartet Lifeline einen Umsatzanstieg von 15 Prozent auf rund 150 Mio. Dollar. Durch die Akquisition verstärkt Philips die Marktposition im Bereich Medizintechnik.
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| 24.09.2008 | Novartis buy | UBS AG | |
| 23.09.2008 | Novartis Upgrade | Credit Suisse Group | |
| 19.09.2008 | Novartis underperform | Cheuvreux SA | |
| 12.09.2008 | Novartis buy | Goldman Sachs Group Inc. |
Aktien in diesem Artikel
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