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Börsen in Europa: US-Vorgaben belasten, Michelin unter Druck
In London geben Papiere von BSkyB 0,7 Prozent ab. Der Satellitenfernsehanbieter litt im abgelaufenen Quartal unter Kosten im Bereich Breitband-Service und musste einen Gewinnrückgang von 12 Prozent hinnehmen. Anteilsscheine des Energie- und Erdgasversorgers BG Group, dessen Gewinn im zweiten Quartal um 13 Prozent gestiegen ist, tendieren daneben knapp behauptet. Recht kräftige Verluste sind bei Reuters auszumachen. Der Konzern konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr trotz rückläufiger Erlöse steigern.
In Paris sacken Aktien des Reifenherstellers Michelin um knapp 4 Prozent ab, obwohl der Konzern im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von annähernd 5 Prozent erzielen und das Ergebnis dabei überproportional steigern konnte. Zudem äußerte sich Michelin optimistisch zum weiteren Geschäftsverlauf. Gaz de France fallen nach Umsatzzahlen um 2 Prozent zurück. Dagegen honorieren die Anleger das starke Zahlenwerk von Saint-Gobain mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent. Ebenfalls nach guten Ergebnissen legen LVMH 1,2 Prozent zu.
Julius Bär verlieren in Zürich knapp 3 Prozent. Die Privatbank konnte ihren Reingewinn im ersten Halbjahr um 28 Prozent steigern, während das betreute Kundenvermögen um 12 Prozent zunahm. ABB profitieren indes von den starken Zahlen tags zuvor und gewinnen über 1 Prozent.
Indexstände (14:17 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.230,07 (-0,54 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.716,81 (-0,49 Prozent)
EURONEXT 100: 1.000.93 (-0,83 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.216,40 (-0,56 Prozent)
CAC40 (Paris): 5.639,68 (-0,62 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 39.587,00 (-0,21 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 14.501,40 (-0,27 Prozent)
SMI (Zürich): 8.689,19 (-0,20 Prozent)
ATX (Wien): 4.542,25 (-1,85 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die britische Reuters Group plc (ISIN GB0002369139/WKN 911958), die im Mai der Übernahme durch die kanadische Thomson Corp. (ISIN CA8849031056/ WKN 864655) zugestimmt hat, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im ersten Halbjahr um 19 Prozent steigern konnte, was auf höhere Preise für ihre Finanzdaten und einen erhöhten Handel auf ihren Währungshandelssystemen zurückzuführen ist. Der Umsatz nahm geringfügig ab.
Der Satellitenfernsehanbieter British Sky Broadcasting Group plc (BSkyB) (ISIN GB0001411924/ WKN 893517) meldete heute einen Gewinnrückgang von 12 Prozent im vierten Quartal, was mit Kosten aus dem Breitband-Service des Unternehmens zusammenhängt. Der Umsatz kletterte um 9,9 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld ein höheres Ergebnis erwartet.
Der britische Energie- und Erdgasversorger BG Group plc (ISIN GB0008762899/ WKN 931283) meldete am Donnerstag, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 13 Prozent gestiegen ist, was auf höhere Preise für in die USA geliefertes Gas zurückzuführen ist. Der Nettogewinn vor Minderheitsanteilen nahm von 418 Mio. Britischen Pfund (GBP) im Vorjahr auf 471 Mio. GBP zu. Die Schätzungen der Analysten wurden dabei übertroffen.
Der französische Reifenhersteller Compagnie Générale d. Etablissements Michelin SCPA (ISIN FR0000121261/ WKN 850739) konnte beim Ergebnis im ersten Halbjahr dank der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Lkw-Reifen in den Kernmärkten Asien, Europa und Südamerika sowie höherer Absatzpreise zulegen. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Konzernumsatz im um 4,7 Prozent. Der operative Gewinn vor Einmaleffekten konnte überproportional um über 33 Prozent gesteigert werden. Beim Nettoergebnis verbuchte Michelin ebenfalls einen deutlichen Anstieg. Für den weiteren Geschäftsverlauf äußerte sich der Konzern optimistisch, die langfristigen Ziele erreichen zu können.
Der französische Baustoffkonzern Compagnie de Saint-Gobain S.A. (ISIN FR0000125007/ WKN 872087) veröffentlichte am Donnerstag die Zahlen zum ersten Halbjahr 2007. Zudem hat der Konzern den Ausblick für 2007 erhöht. Demnach konnte der Konzern den Umsatz um 6,0 Prozent Euro steigern. Das Nettoergebnis ging aufgrund von Einmaleffekten um 41,7 Prozent zurück. Das bereinigte Nettoergebnis verbesserte sich dagegen um 31,2 Prozent
Der französische Energieversorger Gaz de France S.A. (ISIN FR0010208488/ WKN A0ER6Q) musste im ersten Halbjahr aufgrund der ungewöhnlich milden Klimabedingungen einen Umsatzrückgang ausweisen. Wie der Gasversorger heute erklärte, fiel der Gesamtumsatz in der Berichtsperiode um 11 Prozent. Im Anschluss bestätigte der Konzern die Prognosen für das laufende Fiskaljahr und erwartet demnach ein EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres.
Der französische IT-Dienstleister Cap Gemini S.A. (ISIN FR0000125338/ WKN 869858) verbuchte im ersten Halbjahr dank starker Zuwachsraten in den Segmenten Technology Services und Consulting sowie im Bereich Outsourcing einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum um 16,2 Prozent. Auf vergleichbarer Basis wurde ein Umsatzplus von 11,5 Prozent erwirtschaftet. Der operative Gewinn verbesserte sich um 64,7 Prozent. Beim Nettoergebnis verzeichnete Cap Gemini ebenfalls einen deutlichen Anstieg.
Die schweizerische Julius Bär Holding AG (ISIN CH0012083009/ WKN 865625) verbuchte im ersten Halbjahr dank der starken Entwicklung im Privatkundengeschäft einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie das Kreditinstitut heute erklärte, stieg der Vorsteuergewinn in der Berichtsperiode um 25 Prozent. Dabei verbesserte sich der Nettogewinn im Vorjahresvergleich um 28 Prozent. Im Anschluss kündigte Julius Bär außerdem ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtwert von 2 Mrd. Schweizer Franken an. (27.07.2007/ac/n/m)
| 10.05.2007 | Reuters hold | Société Générale (SG) | |
| 02.03.2007 | Reuters overweight | JP Morgan | |
| 05.12.2006 | Reuters overweight | Morgan Stanley | |
| 18.10.2006 | Reuters verkaufen | Helaba Trust | |
| 26.09.2006 | Update Reuters Group plc: Neutral | Goldman Sachs |
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