ArcelorMittal Aktie [WKN: A0M6U2 / ISIN: LU0323134006]

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19.05.2006 14:17
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Börsen in Europa: Uneinheitlich, Mittal Steel und Arcelor im Fokus

Die europäischen Börsen tendieren zum Wochenausklang uneinheitlich. Auf der Gewinnerseite ist der Dow Jones EURO STOXX 50 zu finden, das Börsenbarometer gewinnt derzeit 0,19 Prozent auf 3.613,07 Punkte hinzu. Der auch britische und schweizerische Werte umfassende Dow Jones STOXX 50 verliert indes 0,17 Prozent auf 3.351,15 Zähler. Der in Paris beheimatete EURONEXT 100 rückt um 0,40 Prozent auf 841,45 Punkte vor. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich ebenfalls gemischt, deutlich aufwärts geht es dabei in Wien.

In Paris preschen Papiere von Arcelor um mehr als 11 Prozent nach oben, nachdem der niederländische Stahlkonzern Mittal Steel seine Übernahmeofferte für den in Luxemburg ansässigen Wettbewerber deutlich erhöht hat. Titel von Mittal Steel verlieren in Amsterdam derzeit mehr als 3 Prozent. In der französischen Hauptstadt verzeichnen zudem Anteilsscheine der BNP Paribas nach starken Quartalsergebnissen einen Aufschlag von mehr als 4 Prozent. Titel der Euronext legen rund 3,5 Prozent zu. Einem Pressebericht zufolge haben Anteilseigner der Vier-Länder-Börse dem amerikanischen Börsenbetreiber NYSE zur Hauptversammlung am kommenden Dienstag eine Frist für ein Fusionsangebot gesetzt, andernfalls würden diese für einen Zusammenschluss mit der Deutschen Börse votieren.

Im Vereinigten Königreich befindet sich die British Airways im Steigflug, Aktien der Fluggesellschaft preschen nach Zahlen um knapp 8 Prozent nach oben. In Wien rücken Papiere von BWT ebenfalls um knapp 8 Prozent vor, nachdem das Wassertechnologie-Unternehmen für das vergangene Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg verkündete. Starke Aufschläge verzeichnen daneben Papiere des Stahlkonzerns voestalpine und die des Ölkonzerns OMV.

Indexstände (14:05 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.613,07 (+0,19 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.351,15 (-0,17 Prozent)

EURONEXT 100: 841,45 (+0,40 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.663,10 (-0,15 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.936,90 (+0,57 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 36.620,00 (+0,51 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.270,10 (+0,19 Prozent)

SMI (Zürich): 7.605,13 (+0,04 Prozent)

ATX (Wien): 3.881,31 (+1,33 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der niederländische Stahlkonzern Mittal Steel Company N.V. (ISIN NL0000361939/ WKN 908621) hat seine Übernahmeofferte für den in Luxemburg ansässigen Wettbewerber Arcelor S.A. (ISIN LU0140205948/ WKN 529385) deutlich erhöht. Wie der weltgrößte Stahlkonzern heute Mittag erklärte, bietet man den Anteilseignern von Arcelor eine Aktie von Mittal Steel plus 11,10 Euro in bar je Arcelor-Aktie. Alternativ können die Aktionäre von Arcelor auch zwölf eigene Aktien gegen 17 Aktien von Mittal Steel eintauschen oder eine Barabfindung in Höhe von 37,74 Euro je Arcelor-Aktie wählen. Die Bar-Komponente der Übernahmeofferte wurde dabei auf 7,6 Mrd. Euro beziffert. Das Gesamtvolumen der neuen Übernahmeofferte bewertet Arcelor mit 25,8 Mrd. Euro. Gegenüber der zuvor gemachten Übernahmeofferte entspricht das neue Übernahmeangebot einem Aufschlag von 34 Prozent. Zuvor hatte Mittal Steel den Aktionären von Arcelor für jeweils fünf eigene Aktien insgesamt vier Anteilsscheine von Mittal Steel plus einer Prämie von 35,25 Euro in bar geboten. Zuvor hatte es bereits verschiedene Presseberichte über eine mögliche Anhebung der Übernahmeofferte durch Mittal Steel gegeben. Erst am Vortag hatte der niederländische Stahlgigant das offizielle Übernahmeangebot für Arcelor vorgelegt.

Die BNP Paribas S.A. (ISIN FR0000131104/ WKN 887771), die zweitgrößte Bankgesellschaft in Frankreich, meldete heute, dass sie im ersten Quartal eine Gewinnsteigerung von 17 Prozent erzielt hat, was auf ein gewachsenes Investment Banking-Geschäft sowie Akquisitionen in den USA zurückzuführen ist. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 2,01 Mrd. Euro, gegenüber 1,72 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,62 Mrd. Euro ausgegangen. Die Einnahmen erhöhten sich um 22 Prozent auf 6,82 Mrd. Euro. Die gesamten operativen Kosten erhöhten sich im Berichtszeitraum um 23 Prozent auf 3,86 Mrd. Euro.

Anteilseigner der Vier-Länder-Börse Euronext N.V. (ISIN NL0000241511/ WKN 693285) haben dem amerikanischen Börsenbetreiber NYSE Group Inc. (ISIN US62949W1036/ WKN A0ESZ9) bis zur Hauptversammlung am kommenden Dienstag eine Frist für ein Fusionsangebot gesetzt. Laut einem Bericht der "Financial Times" haben verschiedene Euronext-Aktionäre erklärt, dass man, falls die NYSE bis zur Hauptversammlung kein Fusionsangebot vorlegen wird, für einen Zusammenschluss der Vier-Länder-Börse mit der Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) votieren werden. David Slager, Partner des Hedgefonds Atticus Capital, der jeweils rund 6 Prozent der Anteile der Deutschen Börse, Euronext und der NYSE hält, erklärte gegenüber der Wirtschaftszeitung, dass man dem CEO der NYSE, John Thain, erklärt habe, dass Atticus für einen Zusammenschluss von Euronext mit der Deutschen Börse votieren wird, sollten die NYSE und Euronext bis zur Hauptversammlung am Dienstag nicht handelseinig geworden sein.

Die British Airways plc (BA) (ISIN GB0001290575/ WKN 872391), die drittgrößte Fluggesellschaft in Europa, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im vierten Quartal drastisch steigern konnte, was auf einen deutlichen Anstieg des Geschäftsreiseaufkommens am Flughafen Heathrow zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 80 Mio. Britische Pfund (GBP) bzw. 7 Pence pro Aktie, nach 1 Mio. GBP bzw. 0,1 Pence pro Aktie im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 11 Mio. GBP ausgegangen. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 13 Prozent auf 2,12 Mrd. GBP. Für das Geschäftsjahr 2007 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent, nach einem ursprünglich erwarteten Anstieg von 4 bis 5 Prozent. Hintergrund für die Erhöhung der Planung sind Kerosinzuschläge sowie eine höhere Sitzauslastung.

Das österreichische Wassertechnologie-Unternehmen BWT AG (ISIN AT0000737705/ WKN 884042) verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum bei 8,43 Mio. Euro, nach 7,64 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Dabei konnte der Konzern insbesondere in den Geschäftssegmenten Italien/Spanien sowie Frankreich/Benelux deutliche Ergebnisverbesserungen vorweisen. Im Segment Österreich/Deutschland musste BWT hingegen einen EBIT-Rückgang von mehr als 20 Prozent hinnehmen. Beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter verbuchte BWT einen Anstieg von 5,36 Mio. Euro auf 5,74 Mio. Euro. Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal von 76,37 Mio. Euro auf 82,64 Mio. Euro gesteigert werden. Die Vergleichszahlen des Vorquartals wurden dabei um die Ergebnisse des Geschäftssegements "AST - Aqua Systems Technologies" bereinigt, welches im vergangenen Jahr abgespalten wurde. Für das laufende Fiskaljahr erwartet BWT einen Konzernumsatz von 330 Mio. Euro sowie einen Jahresüberschuss von mehr als 20 Mio. Euro.

Aktien in diesem Artikel

ArcelorMittal 53,5 +0,2%
ArcelorMittal 53,5 +0,2%
BNP Paribas 57,0 -3,4%
Euronext 91,1 +0,0%
NYSE Group %
Deutsche Börse 69,3 -3,4%
British Airways 2,6 -3,4%
BWT 25,9 +2,5%
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