Raiffeisen International Bank-Holding Aktie [WKN: A0D9SU / ISIN: AT0000606306]

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28.03.2007 15:01
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Börsen in Europa mit roten Vorzeichen

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen geben am Mittwoch nach schwachen US-Vorgaben und einem gestiegenen Ölpreis nach. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gibt momentan 0,53 Prozent ab und steht bei 4.131,71 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verliert 0,35 Prozent auf 3.688,95 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen weisen mit Ausnahme von London Verluste aus.

Die Raiffeisen International Bank-Holding konnte im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund der starken Ergebnisentwicklung in Osteuropa sowie positiver Einmaleffekte aus der Veräußerung von Beteiligungen ein deutliches Ergebnisplus vorweisen. Dennoch geben die Aktien um 3,83 Prozent nach.

Iberia Lineas Aereas de Espana legt dagegen um 2,91 Prozent zu. Die Private Equity-Gesellschaft Texas Pacific Group (TPG) ist Presseangaben zufolge an einer Übernahme der spanischen Fluggesellschaft interessiert.

In Stockholm fallen die Titel von Hennes & Mauritz AB (H&M) um 1,61 Prozent. Der schwedische Bekleidungskonzern verbuchte im ersten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Auch der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson gibt mit 1,93 Prozent deutlich nach. Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen, meldete am Mittwoch, dass er einen Vertrag mit dem polnischen Festnetzbetreiber Telekomunikacja Polska (TP) geschlossen hat.

Der britische Einzelhandelskonzern Woolworths Group hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert hat. In London stehen die Papiere mit 1,54 Prozent im Minus.

Indexstände (14:20 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.131,71 (-0,53 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.688,95 (-0,35 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.293,60 (+0,02 Prozent)
CAC40 (Paris): 5.559,56 (-0,49 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 41.205,00 (-0,03 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 14.507,60 (-0,20 Prozent)
SMI (Zürich): 9.891,53 (-0,83 Prozent)
ATX (Wien): 4.625,15 (-0,38 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund der starken Ergebnisentwicklung in Osteuropa sowie positiver Einmaleffekte aus der Veräußerung von Beteiligungen ein deutliches Ergebnisplus vorweisen. Wie das Kreditinstitut am Mittwoch erklärte, lag der Jahresüberschuss vor Steuern im Gesamtjahr bei 1,48 Mrd. Euro, nach 569 Mio. Euro im Vorjahr. Um Sondereffekte aus der Veräußerung von Beteiligungen bereinigt lag der Vorsteuergewinn bei 891 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Minderheiten verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 382 Mio. Euro deutlich auf 1,18 Mrd. Euro, wobei das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis um 55,9 Prozent auf 594 Mio. Euro verbessert werden konnte. Operative konnte das Kreditinstitut vor allem beim Zinsüberschuss (+40,6 Prozent) sowie beim Provisionsüberschuss (+53,8 Prozent) zulegen, während man beim Handelsergebnis aufgrund der freundlichen Entwicklung an den Internationalen Kapitalmärkten ein Plus von 73,1 Prozent verbuchen konnte. Aus dem Verkauf der Raiffeisenbank Ukraine und der Beteiligung an der Bank TuranAlem verbuchte man einen positiven Einmalgewinn von rund 588 Mio. Euro. Für das laufende Fiskaljahr geht Raiffeisen International von einer weiterhin freundlichen Ergebnisentwicklung aus. So soll der Konzern-Jahresüberschuss mindestens 700 Mio. Euro erreichen. Auch 2007 soll das Firmenkundengeschäft den stärksten Beitrag zum Gesamtergebnis leisten, dabei wird die Fokussierung auf das Mid-Market-Segment intensiviert werden. Für das Jahr 2009 wird ein ROE vor Steuern von mehr als 25 Prozent prognostiziert. Die Cost/Income Ratio soll unter 58 Prozent liegen, für die Risk/Earnings Ratio legte das Management die Zielmarke auf rund 15 Prozent fest.

Die Private Equity-Gesellschaft Texas Pacific Group (TPG) ist Presseangaben zufolge an einer Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Iberia Lineas Aereas de Espana S.A. (ISIN ES0147200036/ WKN 589402) interessiert. Wie die britische Tageszeitung "Times" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, plant TPG ein Übernahmeangebot in Höhe von rund 4 Mrd. Euro für den spanischen Flugkonzern. Dies könnte laut dem Bericht jedoch ein Gegengebot der British Airways plc (ISIN GB0001290575/ WKN 872391) für die spanische Fluglinie auslösen. Spekulationen über ein mögliches Interesse der Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) an Iberia wurden von der britischen Tageszeitung hingegen nicht bestätigt. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Spekulationen über eine Mögliche Übernahme von Iberia durch die deutsche Fluglinie gegeben. Laut dem Bericht will die Deutsche Lufthansa jedoch gemeinsam mit der AP Holding an einem Gebot für den italienischen Flugkonzern Alitalia Linee Aeree Italiane S.p.A. (ISIN IT0003918577/ WKN A0F63R) abgeben und befindet sich im Kreis der letzten vier Kaufinteressenten für die angeschlagene Fluggesellschaft. Den Angaben zufolge will TPG ebenfalls ein Gebot für Alitalia abgeben.

Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz AB (H&M) (ISIN SE0000106270/ WKN 872318) verbuchte im ersten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Wie der Konzern am Mittwoch bekannt gab, lag der operative Gewinn im Berichtszeitraum bei 3,22 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK), nach 2,57 Mrd. SEK im Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn kletterte von 2,68 Mrd. SEK auf 3,41 Mrd. SEK. Damit konnte die durchschnittliche Analystenschätzung von 3,5 Mrd. SEK nicht ganz erfüllt werden. Beim Nettoergebnis verbuchte H&M einen Anstieg von 1,81 Mrd. SEK auf 2,30 Mrd. SEK, während der Gewinn je Aktie von 2,19 SEK auf 2,78 SEK zulegen konnte. Beim Konzernumsatz verbuchte man einen Anstieg von 15,07 Mrd. SEK auf 16,77 Mrd. SEK, was einem Plus von 11 Prozent entspricht. In lokaler Währung verbesserten sich die Umsatzerlöse um 15 Prozent, wobei die vergleichbaren Filialumsätze um 5 Prozent gesteigert werden konnten.

Der britische Einzelhandelskonzern Woolworths Group plc (ISIN GB0030738610/ WKN 727944) gab am Mittwoch bekannt, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert hat. Demnach belief sich der Nettogewinn im Geschäftsjahr zum 3. Februar 2007 auf 13,5 Mio. Britische Pfund (GBP), was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 33,7 Prozent entspricht. Der Umsatz erhöhte sich um 4 Prozent auf 2,74 Mrd. GBP. Vor Einmaleffekten brach der Vorsteuergewinn aus dem laufenden Geschäft indes um 83 Prozent auf 7,3 Mio. GBP ein, nachdem die Retail-Sparte mit zunehmendem Wettbewerb und einem Verlust ihres Marktanteils zu kämpfen hatte.

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001), der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen, meldete am Mittwoch, dass er einen Vertrag mit dem polnischen Festnetzbetreiber Telekomunikacja Polska (TP) geschlossen hat. Im Rahmen des Vertrags liefert Ericsson seine IMS (IP Multimedia Subsystem)-Lösung. Diese wird den Angaben zufolge in das TP-Netzwerk integriert. Zudem bietet Ericsson Support- und Wartungsdienste bis Ende dieses Jahres. Mit Ericsson IMS, kann TP seinen Kunden reichhaltigere Multimedia-Services zur Verfügung stellen, darunter Multimedia-Telefonie, Instant Messaging und IP Centrex Services. (28.03.2007/ac/n/m)

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