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In Österreich steigen die Aktien von OMV um 4,21 Prozent. Der Mineralölkonzern gab am Freitag bekannt, dass er bei seiner Explorationsbohrung Latif-1 im gleichnamigen Aufsuchungsgebiet im nördlichen Teil der Provinz Sindh in Pakistan auf Erdgas gestoßen ist.
Der italienische Energieversorger Enel hat Verhandlungen mit dem spanischen Baukonzern Acciona über eine mögliche Offerte für den Energieversorger Endesa bestätigt. Daraufhin verlieren Enel 1,74 Prozent und Endesa 0,47 Prozent, wogegen Acciona um 0,25 Prozent zulegt.
In Paris klettern die Titel von Valeo um 4,82 Prozent. Der französische Automobilzulieferer befindet sich Presseangaben zufolge im Visier des amerikanischen Finanzinvestors Apollo. Ferner steigen AXA-Papiere um 0,85 Prozent. Der zweitgrößte Versicherer in Europa hat mit der italienischen Banca Monte dei Paschi di Siena, die als älteste Bankgesellschaft der Welt gilt, eine langfristige strategische Partnerschaft vereinbart.
Indexstände (14:25 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.161,78 (-0,20 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.727,54 (+0,02 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.328,50 (+0,17 Prozent)
CAC40 (Paris): 5.603,04 (+0,08 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 41.436,00 (+0,16 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 14.479,70 (-0,07 Prozent)
SMI (Zürich): 9.074,61 (0,00 Prozent)
ATX (Wien): 4.631,14 (-0,06 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der österreichische Mineralölkonzern OMV AG (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) gab am Freitag bekannt, dass er bei seiner Explorationsbohrung Latif-1 im gleichnamigen Aufsuchungsgebiet im nördlichen Teil der Provinz Sindh in Pakistan auf Erdgas gestoßen ist. Den Angaben zufolge hatte OMV in diesem Gebiet in der Vergangenheit schon zwei große Erdgasfelder (Miano und Sawan) entdeckt, welche 2001 und 2003 ihre Produktion aufnahmen. Dieser neuerliche Erdgasfund, bei dem die vollständige Tochter OMV (Pakistan) Exploration GmbH als Betriebsführer fungiert, eröffnet die Möglichkeit weiterer Funde in dem Gebiet. Die Explorationsbohrung Latif-1 erreichte ihren tiefsten Punkt bei 3.520 Meter. Dabei traf sie auf drei kohlenwasserstoff-führende Schichten von insgesamt 18,7 Meter netto Erdgas/ Kondensatmächtigkeit in einer Tiefe von 3.200 bis 3.450 Meter. 3D-Seismik und weitere Bohrungen sind zur Untersuchung des Gebiets vorgesehen. Zwei der drei erdgasführenden Schichten wurden im Februar 2007 getestet und bestätigten die neue Lagerstätte. Vorläufige Ergebnisse zeigen eine Testrate von mehr als 1.700 boe/d (270.000 m³/d) Erdgas. Genaue Daten über die tatsächliche Förderrate sowie die Größe des Felds können erst nach einem Langzeittest und weiteren Bohrungen gewonnen werden, hieß es. Die Planung für weitere Fördertests in Latif ist in Gang, die Bohranlage übersiedelte bereits auf die nächste OMV Explorationsbohrung. Zusätzliche Untersuchungen sind mittels 3D- Seismik und Bohrungen geplant. OMV und die Joint Venture-Partner Eni AEP Ltd. und Pakistan Petroleum Ltd. halten jeweils ein Drittel an der Latif-Explorationslizenz.
Der italienische Energieversorger Enel S.p.A. (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) hat Verhandlungen mit dem spanischen Baukonzern Acciona S.A. (ISIN ES0125220311/ WKN 865629) über eine mögliche Offerte für den Energieversorger Endesa S.A. (ISIN ES0130670112/ WKN 871028) bestätigt. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wollen beide Konzerne eine gemeinsame Offerte für den spanischen Energieversorger in Betracht ziehen, sollte die durch den deutschen Energiekonzern E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) vorgelegte Offerte für Endesa nicht die erforderliche Mehrheit von 50 Prozent der Endesa-Anteile erreichen. Die E.ON-Offerte für Endesa läuft nach bis zum 29. März. Bereits zuvor hatte es Presseberichte über ein mögliches Zusammengehen von Enel und Acciona in Verbindung mit einem Übernahmeangebot für Endesa gegeben. Derzeit verfügen Enel und Acciona über 24,9 bzw. 21,03 Prozent der Endesa-Anteile und sind damit die größten Anteilseigner des spanischen Energieversorgers.
Der französische Automobilzulieferer Valeo S.A. (ISIN FR0000130338/ WKN 854052) befindet sich Presseangaben zufolge im Visier des amerikanischen Finanzinvestors Apollo. Nach Informationen des "Handelsblatt", das sich bei seinen Angaben auf Finanzkreise in New York beruft, wird Apollo voraussichtlich in den kommenden Tagen eine Übernahmeofferte für Valeo vorlegen. Den Angaben zufolge liegt Valeo bereits seit mehreren Wochen im Clinch mit einigen Großaktionären: Im Januar kaufte sich der als "Geier-Fonds" bekannte Investor Pardus mit 5,2 Prozent bei Valeo ein. Wenig später legte ein internationales Konsortium um den umstrittenen US-Investor Guy Wyser-Pratte nach und erwarb 2,6 Prozent an Valeo. In dieser Woche gab Pardus bekannt, nun schon 12 Prozent an Valeo zu halten. Den Angaben zufolge verfolgt Pardus mit seiner Beteiligung das Ziel, dass Valeo den US-Autozulieferer Visteon Corp. (ISIN US92839U1079/ WKN 615794) übernimmt. Pardus hält 17,2 Prozent am angeschlagenen US-Konzern und hofft, durch die Fusion der beiden Unternehmen den Wert seiner Aktienpakete zu steigern. Valeo lehnt die Einmischung sowohl des einen als auch des anderen Investors in seine Geschäfte ab. "Wir halten einen Kauf von Visteon für zu risikoreich, aber wir behalten uns gezielte Investitionen vor", wird eine Sprecherin des Konzerns zitiert. Zu einer eventuellen Übernahme durch den US-Fonds Apollo äußerte sie sich nicht. Auch ein Apollo-Sprecher wollte keine Stellungnahme abgeben.
Die französische AXA S.A. (ISIN FR0000120628/ WKN 855705), der zweitgrößte Versicherer in Europa, meldete am Freitag, dass sie mit der italienischen Banca Monte dei Paschi di Siena S.p.A. (BMPS) (ISIN IT0001334587/ WKN 922995), die als älteste Bankgesellschaft der Welt gilt, eine langfristige strategische Partnerschaft vereinbart hat. Im Rahmen der Kooperation arbeiten beide Unternehmen im Bereich Life und Non-Life Bancassurance sowie im Altersvorsorge-Geschäft zusammen. Dabei beteiligt sich AXA an mehreren Geschäftsbereichen der BMPS (darunter MPS Vita und MPS Danni sowie BMPS-Pensionsfonds) und zahlt im Rahmen der gesamten Transaktion 1,15 Mrd. Euro in bar. Die Partnerschaft hat eine Laufzeit von zunächst zehn Jahren und kann um eine weitere Dekade verlängert werden. Den Angaben zufolge erhält AXA die Management-Kontrolle über die Partnerschaft, wobei BMPS bei signifikanten strategischen Entscheidungen ein Veto-Recht haben wird. Die 1472 gegründete Bank bestellt dabei den Chairman und AXA den CEO. Die Transaktion, die AXA aus internen Ressourcen finanziert, wird vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden voraussichtlich bis Ende des dritten Quartals abgeschlossen. (23.03.2007/ac/n/m)
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