12.01.2009 20:30
Drucken |

Schrift:

Bush bittet US-Kongress um zweite Rate von Paket zur Bankenrettung

        WASHINGTON (dpa-AFX) - Wenige Tage vor dem Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident George W. Bush den US-Kongress um die Freigabe der zweiten Rate des Rettungspakets für den Finanzsektor gebeten. Bush sei damit einer Bitte seines Nachfolgers Barack Obama nachgekommen, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, am Montag. Presseberichten zufolge haben Obama-Unterhändler bereits Verhandlungen mit dem Kongress über die Bewilligung der 350-Milliarden-Dollar -Rate aufgenommen.

    Das US-Parlament hatte im Zuge der Finanzkrise im Oktober ein insgesamt 700 Milliarden Dollar schweres Paket zur Rettung des Bankensektors verabschiedet. Wie die "Washington Post" am Montag berichtete, fordern vor allem demokratische Abgeordnete, dass nicht nur bedrängte Finanzinstitute Hilfe erhalten sondern auch Hausbesitzer, die durch die Immobilienkrise in Not geraten seien. Obama hatte bereits signalisiert, dass das Geld nicht nur in angeschlagene Finanzunternehmen fließen solle.

OBAMA-BERATER SUMMERS DRÄNGT ZUR EILE

    Obamas Wirtschafts-Spitzenberater Lawrence Summers drängte derweil den Kongress mit Blick auf die Bewilligung der zweiten Rate zur Eile. Das Geld müsse "umgehend und eiligst" freigegeben werden, schrieb der frühere Finanzminister in einem Brief an führende Abgeordnete. "Wir können es uns nicht leisten zu warten."

    Angesichts der sich abzeichnenden Rekordverschuldung in Höhe von 1,2 Billionen Dollar im laufenden Staatshaushalt steige unter den Abgeordneten allerdings auch die Skepsis gegenüber weiteren Ausgaben, berichtete die "New York Times". Obama, der am 20. Januar sein Amt übernimmt, will zudem, dass der Kongress innerhalb der nächsten Wochen ein Konjunkturprogramm in Höhe von 800 Milliarden Dollar zur Ankurbelung der Wirtschaft auf den Weg bringt.

'WASHINGTON POST' ZEICHNET VERNICHTENDE BILANZ DER BUSH-JAHRE

    Zugleich zeichnete die "Washington Post" eine vernichtende wirtschaftliche Bilanz der acht Regierungsjahre von Bush. Es habe das geringste Wirtschaftswachstum seit 50 Jahren gegeben, zudem sei der Anstieg der Arbeitsplätze seit sieben Jahrzehnten niemals so gering gewesen wie unter der Regierung Bush.

    Die Zahl der Jobs habe sich unter Bush lediglich um 0,3 Prozent pro Jahr erhöht, das Wirtschaftswachstum lediglich um 1,4 Prozent pro Jahr. Die Einkommen seien lediglich um jährlich 1,3 Prozent gewachsen. Zudem habe das Wachstum der Bush-Jahre vor allem auf dem Boom der Immobilienpreise und dem Konsum basiert, meint das Blatt unter Berufung auf Wirtschaftsexperten./fb/pm/DP/he



 0 Bewertungen dieses Artikels: 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.

Anzeige

Anzeige

Aktuelle News

04.07.2009Rohöl: Händler manipulierte an der ICE
04.07.2009Elektro und Hybrid: Stromstöße für die Autobranche
04.07.2009DAX-Bilanz: Commerzbank hui, VW pfui
04.07.2009Infineon: Alles auf Berlin
03.07.2009dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 03.07.2009
03.07.2009dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 29.06. bis 03.07.2009
03.07.2009Devisen: Eurokurs rutscht wieder unter 1,40 US-Dollar
03.07.2009ROUNDUP: IKB bekommt weitere Milliarden Staatshilfe
03.07.2009IKB bekommt weitere Milliarden Staatshilfe
03.07.2009DIW-Präsident rechnet mit drastischem Anstieg der Staatsverschuldung
03.07.2009SZ": Ex-Siemens-Chef von Griechenland gesteht
03.07.2009Michael Jacksons Tod beschert US-Auktionshaus Rekordgewinne
03.07.2009Anwaltskanzlei prüft Klage gegen Ex-HRE-Vorstandschef Georg Funke
03.07.2009Börsen in Europa Schluss: Uneinheitlich, US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen
03.07.2009Scheichtum Katar vor Einstieg bei Porsche
03.07.2009DIW-Präsident Zimmermann: "Man könnte meinen, es gäbe keine Krise"
03.07.2009Deutsche Anleihen: Etwas schwächer nach Gewinnmitnahmen
03.07.2009Regelung für mehr Anlegerschutz wackelt wieder
03.07.2009Aktien Osteuropa Schluss: Verluste - Ruhiger Handel, Wall Street geschlossen
03.07.2009Presse: Volkswagen - Elektroautos ab 2013
03.07.2009Aktien Wien Schluss: Verluste - Wenig Geschäft wegen US-Feiertag
03.07.2009Aktien Moskau Schluss: Verluste - Fallende Ölpreise
03.07.2009Marktkommentar: El Niño spielt wieder mit
03.07.2009Aktien Zürich Schluss: Leicht im Minus - Fehlende Impulse aus den USA
03.07.2009ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: DAX im Sommerloch - Abwarten und Tee trinken
03.07.2009Aktien Frankfurt Schluss: DAX im Sommerloch - 'Abwarten und Tee trinken'
03.07.2009Fonds, die sich wieder lohnen (EuramS)
03.07.2009Wiederholt sich die Geschichte? (EuramS)
03.07.2009Alles auf Berlin (EuramS)
03.07.2009Alles auf Berlin (EuramS)
03.07.2009Wahre Werte gegen die Krise (EuramS)
03.07.2009Nie ohne Begleiter (EuramS)
03.07.2009Auf Messers Schneide (EuramS)
03.07.2009TAGESVORSCHAU: Termine am 6. Juli 2009
03.07.2009WOCHENVORSCHAU: Termine bis zum 10. Juli 2009
03.07.2009Wochenrückblick KW 27
03.07.2009Börse Frankfurt Schluss: DAX leicht im Minus, Commerzbank an der Spitze
03.07.2009Personalien der Woche
03.07.2009Deutsche Börsen mit Verlusten -- Quelle-Katalog: Druck gestoppt --Bundestag beschließt Bad Bank-Gesetz -- Hapag Lloyd: Doch Staatshilfe? -- Magna nicht alleiniger Verhandlungspartner um Opel
03.07.2009Frankfurt Intern: Schlechtes Umfeld für Neulinge
03.07.2009ROUNDUP 2: Autobranche droht Absturz nach Abwrackboom
03.07.2009Börse Frankfurt-News: Dämpfer für Konjunkturoptimisten (Anleihen)
03.07.2009Kommentar: Entwertung
03.07.2009EUWAX-Kolumne: Trends am Nachmittag - Abwärtsbewegung vorerst gebremst - DAX stabilisiert sich im Bereich der 4.700er Marke
03.07.2009ROUNDUP: VW im ersten Halbjahr mit Absatzminus von fünf Prozent
03.07.2009British Airways muss im Juni Passagierrückgang hinnehmen
03.07.2009VW im ersten Halbjahr mit Absatzminus von fünf Prozent
03.07.2009ANALYSE: Morgan Stanley senkt Symrise auf 'Equal-weight'
03.07.2009Rolls-Royce erhält Auftrag von Turkish Airlines
03.07.2009Aktien New York Ausblick: Börsen geschlossen - Feiertag am Samstag
Wie kaufen Sie am liebsten ein?
Online/Internet
Versandhandel/Katalog
Kaufhaus
Ich habe keine eindeutige Präferenz




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut       schlecht
Problem mit dieser Seite?