30.04.2008 11:40
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Celesio erwartet 2008 Belastungen durch geringere Medikamentenpreiserstattungen, Aktie unter Druck

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Der Pharmagroßhändler Celesio AG (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100) geht für das laufende Fiskaljahr erneut von Ergebnisbeeinträchtigungen in Zusammenhang mit geringeren Medikamentenpreiserstattungen aus.

Bereits im vierten Quartal hatte der im MDAX notierte Konzern aufgrund der von der britischen Regierung zum 1. Oktober 2007 vorgenommenen Reduzierung der Erstattungspreise für Generika eine deutliche Ergebnisbelastung hinnehmen müssen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Fritz Oesterle anlässlich der am Mittwoch stattfindenden Hauptversammlung: "Gegenmaßnahmen unseres
britischen Apothekengeschäftes werden im Verlauf des Jahres 2008 erst nach und nach greifen und damit den Effekt der Preiskürzung nur nach und nach dämpfen", erklärte der Manager.

Vor diesem Hintergrund erwartet Oesterle, dass Celesio in 2008 nur einen Teil der durch die Preiskürzung verursachten Ergebnisbelastung durch Gegenmaßnahmen wettmachen kann. Nach Aussage von Oesterle wird das erste Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächer, auch deutlich schwächer als das Gesamtjahr 2008 im Vergleich zum Gesamtjahr 2007, ausfallen. Der Grund dafür liege im sogenannten Basiseffekt, also dem Umstand, dass sich die belastenden Effekte, die aus dem Jahr 2007 stammen und sich im laufenden Jahr 2008 ganzjährig niederschlagen, im letzten Jahr erst in der zweiten Jahreshälfte auswirkten. Das zweite Halbjahr 2008 wird sich nach heutiger Einschätzung vergleichsweise besser entwickeln, wobei der sogenannte Basiseffekt im Verlauf des zweiten Halbjahres von abnehmender Bedeutung sein dürfte. "Für 2009 sind wir schon heute optimistisch und erwarten eine spürbare Steigerung des operativen
Konzernergebnisses", so der Vorstandschef.

Die Aktie von Celesio notiert aktuell mit einem Minus von 6,40 Prozent bei 27,37 Euro. (30.04.2008/ac/n/d)

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