04.04.2008 10:47
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Charttechnik: Dax – Inverse Kopf-Schulter-Formation in Sicht

von Karen Szola Technische Analystin Euro am Sonntag

Diagnose: Auch im gestrigen Handelsverlauf zeigte die 6800 Punkte-Marke ihre Zähne und unterstrich damit ihre Signifikanz als Widerstand. Nach wie vor zeigt sich - trotz aktueller Verschnaufpause – der kurzfristige Aufwärtstrendkanal intakt. Unter hoher Dynamik startete der Dax am Dienstag einen erfolgreichen Angriff auf die Widerstandszone bei rund 6700 Punkten, die nun überwunden, als technische Unterstützung dient.

Zum Vergrößern bitte Chart anklicken.

Prognose: Die aktuell zu beobachtende Konsolidierung wird auch von Seiten der Markttechnik bestätigt, die noch immer in ihrer überkauften Extremzone notiert. So sollte ein möglicher Pullback bis auf ein Level bei 6600 Punkten einkalkuliert werden. Übergeordnet liegt das formaltechnische Kursziel bei etwa 7080 Zählern, dem 50%-Retracement der Abwärtsbewegung seit dem Bewegungshoch von Anfang Januar dieses Jahres. Gelingt es dem Dax, die Barriere bei 6800 Punkten zu überwinden, so liegt das nächste Kursziel bei rund 6900 Zählern, dem 38,2%-Fibonacci-Retracement.

Als interessant könnte sich auch eine Kurslücke herausstellen, die zwischen den Handelstagen vor und nach Ostern entstand. Diese Ausbruchslücke, ein sogenanntes Break-Away-Gap, zeigt sich normalerweise nach der Vollendung einer wichtigen Kursformation und signalisiert den Beginn einer signifikanten Marktbewegung. Auch ist sie mit hohen Umsätzen verbunden, die ebenfalls bestätigt werden können. In jedem Fall sollte die gebildete Kurslücke, die nun als technische Unterstützung dient, nicht mehr unterschritten werden. Ein Schlusskurs unterhalb des Break-Away-Gaps signalisiert Schwäche und würde die Vermutung negieren.

Mittelfristige Prognose: Nachdem die Chance auf Bildung eines Doppelbodens im März mit dem Bruch der Unterstützung bei rund 6400 Punkten leichtfertig verspielt wurde, deutet sich eine andere Möglichkeit des Bodenbildungsprozesses an, die in Form einer inversen (umgekehrten) Kopf-Schulter-Formation ablaufen könnte. Hierbei bildet das Verlaufstief vom 23. Januar die Schulter, das Jahrestief bei etwa 6170 Punkten vom 17. März den Kopf der charttechnischen Trendwende-Formation. Würde der Dax sich dieser Bodenbildungsvariante anschließen, dann könnte sich bis Anfang / Mitte Mai die zweite Schulter herausbilden. Mit dem nachhaltigen Bruch der Nackenlinie im Bereich bei rund 7040 Zählern, würde das formaltechnische Kursziel nahe der Dax-Höchststände bei rund 8000 Punkten liegen.

Analyse-Datum: Freitag, 4. April 2008

Weitere technische Analysen finden Sie in der Rubrik "Chartanalyse" auf finanzen.net und euroamsonntag.de.

© Axel Springer Finanzen Verlag GmbH und Smarthouse Media GmbH





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