Charttechnik: Dax – Konsolidierung kein Beinbruch
Diagnose: Mit einem Intraday-Hoch bei 6843 Punkten blickte der deutsche Leitindex im gestrigen Handel über seinen massiven Widerstand, der im Bereich bei rund 6800 Zählern zu finden ist. Damit näherte er sich seinem 38,2% Fibonacci-Retracement der seit Anfang des Jahres laufenden Abwärtsbewegung an. Die bereits in einer früheren Analyse angesprochene Konsolidierung ist nun angelaufen und könnte sich bis in den Bereich bei rund 6620 Punkten ausdehnen, ohne einen Schaden am intakten kurzfristigen Aufwärtstrendkanal entstehen zu lassen. Auch die kurzfristige Markttechnik unterstreicht das derzeitige Konsolidierungsszenario, das Momentum hat bereits nach unten gedreht. Zusätzliche Unterstützung kommt von der Region bei etwa 6690 Punkten, die seit Jahresanfang mehrfach getestet wurde und situationsbedingt als Widerstand bzw. als Unterstützung fungierte.
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Prognose: Die 6800 Punkte-Marke unterstrich in den vergangenen Tagen wiederholt ihre Signifikanz als Widerstand. Nach wie vor zeigt sich - trotz aktueller Verschnaufpause – der kurzfristige Aufwärtstrendkanal als intakt. Die aktuell zu beobachtende Konsolidierung wird auch von Seiten der Markttechnik bestätigt. Ein möglicher Pullback bis auf ein Level bei etwa 6600 Punkten sollte nun einkalkuliert werden. Übergeordnet liegt das formaltechnische Kursziel bei etwa 7080 Zählern, dem 50%-Retracement der Abwärtsbewegung seit dem Bewegungshoch von Anfang Januar dieses Jahres. Gelingt es dem Dax, die Barriere bei 6800 Punkten zu überwinden, so liegt das nächste Kursziel bei rund 6900 Zählern, dem 38,2%-Fibonacci-Retracement.
Auch die zwischen den Handelstagen vor und nach Ostern gerissene Kurslücke wurde noch nicht geschlossen. Dies verstärkt die Annahme, dass es sich um eine Ausbruchslücke handelt. Das sogenannte Break-Away-Gap zeigt sich normalerweise nach der Vollendung einer wichtigen Kursformation und signalisiert den Beginn einer signifikanten Marktbewegung.
Analyse-Datum: Dienstag, 8. April 2008
Weitere technische Analysen finden Sie in der Rubrik "Chartanalyse" auf finanzen.net und euroamsonntag.de.
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