Chef von Fujitsu Siemens Computers stellt Prognose infrage
Zur Begründung verwies Bischoff auf die anhaltende Dollarschwäche und den scharfen Preisverfall. Alleine bei Notebooks für Endverbraucher dürften die Durchschnittserlöse im laufenden Jahr um rund 20 Prozent fallen. Zudem erwarte er für das Geschäft mit Infrastruktur um mächtige Zentralrechner (Server) und Speichersysteme für Unternehmenskunden ein Plus von "fünf Prozent". Allerdings werde diese Entwicklung das Minus im Endkundenmarkt "nicht ganz ausgleichen können".
Angesichts dieser Entwicklung stellte Bischoff die Prognose für das laufende Jahr infrage: Es werde "sehr schwierig, die Ziele zu erreichen". Noch im April hatte FSC für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzplus von fünf Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das Vorsteuerergebnis solle zwischen 105 und 200 Millionen Euro liegen, hatte Bischoff damals erklärt. Auch diese Vorgabe werde "schwierig zu erreichen sein", sagte er der Wirtschaftszeitung.
FSC gehört je zur Hälfte Siemens und dem japanischen Mischkonzern Fujitsu. Der Joint-Venture-Vertrag ist zunächst auf zehn Jahre befristet und läuft 2009 aus. Beobachter spekulieren seit Monaten, dass Siemens sich aus dem Unternehmen zurückziehen könnte. Dazu lehnte Bischoff jedoch jeden Kommentar ab.
Zu den deutschen Standorten sagte er, man halte an Augsburg und Sömmerda in Thüringen fest. Es gebe auch "keine Planungen, die PC-Produktion von Augsburg ins Ausland zu verlegen". FSC ist nach dem Rückzug von Nokia aus Bochum der letzte große Hardwarehersteller, der noch in Deutschland produziert. Daran werde sich nichts ändern, versicherte Bischoff. FSC will die PC-Fertigung künftig komplett in Augsburg konzentrieren. Das Werk genießt in Branchenkreisen wegen der flexiblen Produktion einen sehr guten Ruf. Sömmerda solle sich künftig komplett auf Reparatur und Service konzentrieren, so Bischoff gegenüber €uro am Sonntag.
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