ATLANTA (dpa-AFX) - Die US-Abfüllgesellschaft Coca-Cola Enterprises hat im zweiten Quartal Abschreibungen in Höhe von 5,3 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Die Wertberichtigung sei auf die Franchise-Lizenz für Nordamerika vorgenommen worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Atlanta mit. Hintergrund seien der erwartete Rückgang im operativen Geschäft in den USA, höhere Rohstoffpreise und der fallende Aktienkurs des Unternehmens.
Der Buchverlust führte bei Coca-Cola Enterprises zu einem Fehlbetrag von 3,2 Milliarden US-Dollar oder 6,52 Dollar je Aktie. Ohne Sondereffekte lag der Gewinn bei 270 Millionen Dollar oder 0,56 US-Dollar je Aktie (Vorjahr: 0,58 Dollar). Analysten hatten im Schnitt nur mit 0,54 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um 5,0 Prozent auf 5,94 Milliarden Dollar. Das Ergebnis wurde nach Unternehmensangaben durch günstige Steuerbedingungen und positive Währungseffekte gestützt. Dem Rückgang bei Umsatz und operativen Gewinn in den USA habe ein moderates Wachstum in Europa gegenübergestanden.
Die Abschreibungen hatten auch Auswirkungen auf die Bilanz des weltgrößten Erfrischungsgetränke-Herstellers Coca-Cola . Dieser verzeichnete im zweiten Quartal einen hohen Buchverlust und in der Folge einen Rückgang beim Nettogewinn um fast ein Viertel auf 1,42 Milliarden Dollar. Coca-Cola ist mit 35 Prozent an Coca-Cola Enterprises beteiligt.
Der Verwaltungsratschef von Coca-Cola Enterprises John F. Brock verwies auf "den anhaltenden erheblichen Niedergang in der Wirtschaft Nordamerikas". Gleichzeitig befänden sich die Rohstoffpreise in einem "beispiellosen" Aufwärtstrend. Als Gegenmaßnahme kündigte Brock Preiserhöhungen im September unmittelbar nach dem Feiertag "Labor Day" an./jb/she