MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Commerzbank-Gesamtbetriebsrat ist bereit, bei einem Zusammenschluss mit der Allianz-Tochter Dresdner Bank einen Stellenabbau und Filialschließungen mitzutragen. Man habe vor der entscheidenden Aufsichtsratssitzung der Commerzbank an diesem Sonntag klare Signale an die Arbeitgeber gesendet, unter welchen Voraussetzungen die Arbeitnehmerseite solchen Maßnahmen zustimme, sagte Gesamtbetriebsratschef Uwe Tschäge der Zeitung „Euro am Sonntag“ (Erscheinungstag: 31.8.). „Dazu zählt nicht nur der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, sondern auch der Umgang mit den Mitarbeitern bei Outsourcing-Prozessen sowie das Thema Tariftreue.“
Zur Höhe eines möglichen Stellenabbaus wollte sich Tschäge nicht äußern. Die Höhe sei auch nicht der einzige Punkt, sondern die Art und Weise, wie sozialverträglich dieser Stellenabbau umgesetzt werde. „Sollte sich die Arbeitgeberseite in diesen Punkten uneinsichtig zeigen, könnten wir auf harte Konflikte zusteuern“, sagte Tschäge, der gleichzeitig Vize-Vorsitzender im Commerzbank-Aufsichtsrat ist.
Zu möglichen Plänen der Commerzbank, die Marke Dresdner Bank nicht mehr weiterzuführen, sagte Tschäge wörtlich: „Das ist eine Entscheidung des Managements. Wir werden das nur mittragen, wenn es sozialverträglich umgesetzt wird.“