07.05.2008 12:15
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Commerzbank-Finanzchef bleibt trotz guten Starts ins 2. Quartal vorsichtig

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank  bleibt trotz eines guten Starts in das zweite Quartal vorsichtig. "Wir sind zufrieden mit dem Geschäft im April", betonte Finanzchef Eric Strutz am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Das Handelsergebnis sei auf ein normales Niveau zurückgekehrt, im Privatkundengeschäft liege der Provisionsüberschuss über dem des Vorjahresmonats.

    Weitere mögliche Abschreibungen auf strukturierte Produkte wollte Strutz nicht ausschließen. Sobald Zahlungsstörungen bei einem Papier aufträten, das bislang in der Neubewertungsrücklage berücksichtigt sei, würden die Abschreibungen gewinnwirksam, sagte er. Insgesamt befinde sich die Commerzbank auf einem guten Weg, "gestärkt aus der Krise hervorzugehen". Er sehe derzeit keinen Grund, frisches Kapital aufzunehmen. Die Kernkapitalquote der Commerzbank lag im ersten Quartal bei 7,5 Prozent nach 6,9 Prozent im Vorjahr.

    Trotz des leichten Optimismus äußerte sich Strutz weiter vorsichtig zum Marktumfeld. "Die meisten denken, der Scheitelpunkt der Krise ist überschritten. Eine verbindliche Aussage wagt aber keiner mehr, vor allem nach den Erfahrungen im März." Alle Marktteilnehmer seien durch die extremen Verwerfungen im März überrascht worden. "Jetzt sind alle ein bisschen eingeschüchtert." Insgesamt habe sich das Umfeld verbessert. "Wir haben aber schon öfter gesagt, wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Und dann mussten wir korrigieren, dass es doch entgegenkommende Züge waren." Er sei aber zuversichtlich, dass Deutschland schneller aus der Krise herauskomme als andere Länder. Eine Systemkrise, die viele befürchtet hatten, sehe er im Moment nicht. "Das Thema Systemkrise ist im Moment vom Tisch."

    Zum Thema Konsolidierung sagte Strutz, die Commerzbank wolle eine aktive Rolle spielen. Zu den Spekulationen, wie eine Konsolidierung der Privatbanken in Deutschland aussehen könnte, wollte sich Strutz nicht äußern./sb/zb

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