22.07.2008 11:00
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Commerzbank: Sind nicht auf Übernahmen angewiesen

        MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Commerzbank  sieht sich bei der Neuordnung der Bankenlandschaft nicht unter Zugzwang. "Wir können in Deutschland aus eigener Kraft wachsen und sind nicht auf Akquisitionen angewiesen", sagte der neue Vorstand der Commerzbank Mittelstandsbank, Markus Beumer, der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag). Gleichzeitig reklamierte Beumer für seine Bank indirekt einen Führungsanspruch im Falle eines Zusammenschlusses: "Wir setzen unser Modell in jedem Fall konsequent um."

    Die Commerzbank verhandelt dem Vernehmen nach mit der Allianz  über eine Fusion mit deren Tochter Dresdner Bank. Offen sind laut "SZ" aber noch viele Bewertungsthemen sowie die Frage, ob auch der Investmentarm Dresdner Kleinwort in dem Verbund aufgehen soll. Außerdem führe die Allianz derzeit parallel noch Gespräche mit ausländischen Banken wie der spanischen Santander . Eine Entscheidung könne sich deshalb noch über Monate ziehen.

'RENDITE-STEIGERUNG AUCH OHNE EXTERNES WACHSTUM'

    Beumer zufolge wächst die Mittelstandsbank derzeit aber auch ohne externes Wachstum: "Unser Ziel ist es, auch bei einer schwächeren Konjunktur 20 bis 25 Prozent Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erzielen". Im vergangenen Jahr kam die Bank auf rund 35 Prozent Rendite und trug fast die Hälfte zum Commerzbank-Gewinn bei.

    Anzeichen für eine Kreditklemme sieht der Vorstand in Deutschland nicht. Der Anstieg der Rohstoffpreise und der starke Euro beeinträchtigten die Mittelstandskunden stärker als die Kreditkrise, so Beumer. Die Kreditnachfrage der Commerzbank-Kunden sei 2007 um 13,5 Prozent gestiegen. An dieser Dynamik werde sich auch 2008 nichts ändern, sagte Beumer./she/fj/wiz

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