Commerzbank: „Stellenabbau notfalls gegen Widerstand der Gewerkschaft“
München. Bei einem Zusammenschluss mit der Dresdner Bank hält die Commerzbank Stellenabbau für unausweichlich. Außerdem soll die Marke Dresdner Bank nicht fortgeführt werden. "Zusammenschlüsse leben von Kostensynergien. Es gibt zum Stellenabbau keine Alternativen, und wir werden das notfalls auch gegen den Widerstand der Gewerkschaft durchziehen", sagte ein hochrangiger Commerzbank-Manager der Wirtschaftszeitung €uro am Sonntag (Erscheinungtag 6.7.2008) laut Vorabbericht. Durch einen Zusammenschluss könnten sich beispielsweise Dopplungen in den Konzernzentralen, möglicherweise aber auch beim Investmentbanking ergeben, sagte der Manager. Derzeit sei aber noch nicht klar, ob diese Sparte der Dresdner Bank mit übernommen werde. Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, wonach bei Zusammenschlüssen bis zu 20000 Stellen wegfallen könnten, bezeichnete der Manager als "veranwortungsloses Horrorszenario", schreit €uro am Sonntag.
Die Commerzbank sieht sich den Aussagen des Managers zu Folge noch im Rennen um die Postbank. Eine Dreierlösung aus Dresdner, Commerzbank und Postbank sei auch nicht zu kompliziert. "Das würde nur zutreffen, wenn wir alle drei Institute in einem Schritt fusionierten. Tatsächlich streben wir die Vollintegration derzeit nur für Commerzbank und Dresdner an. Die Postbank würden wir als eigene Marke weiterführen. Es macht aber keinen Sinn, die Marken Dresdner und Commerzbank parallel fortzuführen", zitiert die Wirtschaftszeitung einen hochrangigen Commerzbank-Manager.
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