07.05.2008 09:27
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Commerzbank gewinnt in Mittelstand und Osteuropa - Staatsfinanzierung belastet

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank  hat im ersten Quartal die Auswirkungen der Finanzkrise zum Teil durch ein starkes Mittelstandsgeschäft und ihre Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa ausgeglichen. Die Commerzbank hatte rückwirkend zum 1. Januar ihre Segmentaufteilung geändert und weist nun erstmals einen eigenen Bereich Mittel- und Osteuropa aus. Dieser steigerte sein operatives Ergebnis auch dank eines Sonderertrags um 60 Prozent auf 123 Millionen Euro, wie die Commerzbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

    Die um die früheren Osteuropa-Aktivitäten verkleinerte Mittelstandsbank legte um 23 Prozent auf 232 Millionen Euro zu. Der Bereich Privat- und Geschäftskunden übertraf mit einem operativen Gewinn von 147 Millionen Euro den Vorjahreswert leicht.

    Corporates & Markets verbuchte wegen Abschreibungen auf das US-amerikanische ABS-Portfolio operativ ein Minus von 50 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte noch ein operativer Gewinn von 174 Millionen Euro gestanden. Bei den gewerblichen Immobilien (Commercial Real Estate) fiel das operative Ergebnis wegen Abschreibungen auf den RMBS-Bestand von 164 Millionen Euro im Vorjahr auf 57 Millionen Euro. Das Neugeschäft ermäßigte sich wegen höherer Preise und strengerer Risikostandards um fast zwei Drittel.

    Die Staatsfinanzierung (Public Finance & Treasury) verbuchte zwischen Januar und Ende März operativ ein Minus von 144 Millionen Euro nach einem Gewinn von 77 Millionen Euro im Vorjahr. Die anhaltend ungünstige Zinskonstellation im Euroraum, Belastungen aus der Bilanzbereinigung bei der Hypothekenbank in Essen sowie einige Sonderfaktoren hätten das Ergebnis stark belastet. Die Integration der EssenHyp in die Eurohypo solle zügig abgeschlossen werden, "spätestens 2010" will die Commerzbank in diesem Bereich profitabel sein./sb/zb

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