16.05.2008 08:39
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Commerzbank ist nach Hauptversammlung für Übernahmen gerüstet

Von Madeleine Winkler und Ulrike Dauer

   DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Commerzbank AG ist nach ihrer Hauptversammlung am Donnerstag mit einem neuen Vorstandssprecher gerüstet, an der Konsolidierung der deutschen Bankenlandschaft teilzunehmen. Die Aktionäre der zweitgrößten börsennotierten Bank Deutschlands stimmten auch den Anträgen zu einer späteren Kapitalerhöhung zu - mit einer Ausnahme.

   Der Tagesordnungspunkt 11, der die Verlängerung von bereits genehmigten Stückaktien bis 2013 vorsieht, ist nicht genehmigt worden. Vielmehr muss dieses Kapital im April 2009 erneut verlängert werden. Konkret heißt das zudem: Die Commerzbank hat rund 7 Mio Stückaktien weniger zur Verfügung als geplant. Denn der alte Beschluss beläuft sich auf 173 Mio Stückaktien, während TOP 11 eine leichte Erhöhung auf 180 Mio vorsah.

   Die Kasse der Commerzbank für Übernahmen ist aber nach wie vor gefüllt: Wenn man den aktuellen Aktienkurs der Commerzbank in Höhe von 23 EUR als Basis nimmt, hat die Bank damit theoretisch rund 14,6 Mrd EUR für mögliche Fusionen und Zukäufe zur Verfügung. "Wir haben eine solide finanzielle Basis, die es uns erlaubt, an der Bankenkonsolidierung im Interesse unserer Aktionäre aktiv teilzunehmen," sagte ein Sprecher der Commerzbank.

   Die zweitgrößte deutsche Bank hat nach eigenen Angaben rund 635 Mio in ausstehenden Aktien für Akquisitionen zur Verfügung. Ein Teil davon in Höhe von 315 Mio Aktien ist bereits zuvor genehmigtes Aktienkapital. Hinzu kommen die am Donnerstag durchgewunkenen Aktien von 320 Mio.

   Bei der Hauptversammlung hatte die Bank auf die Tagesordnung die Genehmigung für potenzielle Kapitalerhöhungen innerhalb der nächsten fünf Jahre gesetzt. Damit wollte die Commerzbank für den Fall der Fälle bereit sein und bei einer attraktiven Möglichkeit zuschlagen können.

   Bisherige Sondierungsgespräche sind allerdings bislang ohne Ergebnis, sagte der von Martin Blessing abgelöste Vorstandssprecher, Klaus-Peter Müller.

   Müller, der in den Aufsichtsrat wechselt, hatte zudem ein Interesse an der deutschen Citibank angedeutet. Sollte es zu einem Verkauf kommen, würde dies die Commerzbank aufmerksam beobachten, sagte er.

Webseite: http://www.commerzbank.com

-Von Madeleine Winkler und Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 115, madeleine.winkler@dowjones.com

DJG/maw/mim (END) Dow Jones Newswires

   May 16, 2008 02:37 ET (06:37 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 37 AM EDT 05-16-08

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