PARIS (dpa-AFX) - Die von der Finanzkrise gebeutelte französische Großbank Credit Agricole sieht das Ende der Belastungen noch nicht erreicht. Die Bank werde neue Abschreibungen im laufenden zweiten Quartal nicht ausschließen, sagte Vorstandschef Georges Pauget im Interview mit der Tageszeitung "Les Echos" (Freitagausgabe). Er sei aber zuversichtlich, dass die angekündigte Kapitalerhöhung um 5,9 Milliarden Euro ausreichen werde, um die Stärken der Bank trotz der Krise weiter entwickeln zu können. Mithilfe der Mitte Mai angekündigten Kapitalerhöhung soll die durch Milliarden-Abschreibungen belastete Bilanz stabilisiert werden.
Frankreichs drittgrößte Bank war von der weltweiten Finanzkrise schwer getroffen worden. Im vierten Quartal 2007 verbuchte ihre Investmentsparte Calyon infolge der amerikanischen Hypothekenkrise eine außerplanmäßige Abschreibung von 3,3 Milliarden Euro und riss den Konzern in die roten Zahlen. Im ersten Quartal 2008 kam eine weitere Abschreibung von 1,2 Milliarden Euro hinzu. Im laufenden Jahr will die Bank die Kosten bei Calyon nun um 250 Millionen Euro senken. Für 2009 sind dann Einsparungen von 300 Millionen Euro geplant./FX/fj/wiz