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14.09.2005 13:11

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DAX am Mittag: Wahlen belasten weiter, Verfallstag am Freitag sorgt für Volatilität

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Die Unsicherheiten über den Ausgang der Bundestagswahl belasten den Markt weiterhin. Zumindest entschied das Bundesverfassungsgericht heute Mittag, dass das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl am Sonntag veröffentlicht werden darf. Der Dax drehte nach Bekanntgabe des Gerichtsentscheids kurzfristig sofort wieder nach oben. Dennoch kann der DAX seine anfänglichen Gewinne nicht halten. Aktuell notiert das wichtigste deutsche Börsenbarometer mit 0,13 Prozent im Minus bei 4.895,55 Zählern. Der MDAX baut seine Verluste aus dem frühen Handel weiter aus, aktuell notiert er 0,39 Prozent schwächer bei 6.872,66 Punkten. Weitere Volatilität verleiht dem Markt aktuell auch der dreifache Verfallstag für Optionen und Futures am kommenden Freitag.

E.ON liegen trotz des schwachen Umfeldes weiter leicht im Plus und stützt damit den DAX. Schlechter sieht es beim Indexschwergewicht Siemens aus, das sich rund 0,6 Prozent im Minus befindet. Die Deutsche Bank notiert ebenfalls wie die Deutsche Telekom und SAP kaum verändert.

Die Automobilwerte haben sich inzwischen auch wieder deutlich von ihren Tageshöchstständen verabschiedet. BMW und Volkswagen liegen derweil noch leicht im Plus, DaimlerChrysler muss Verluste hinnehmen.

Der Technologiekonzern Linde meldete einen Großauftrag aus China. Der Auftragswert wurde von Linde auf insgesamt 140 Mio. Dollar beziffert. Die Aktie profitiert nur leicht, das Plus beträgt knapp 0,2 Prozent.

In der zweiten Reihe fällt besonders die Rheinmetall-Aktie mit einem Kursplus von knapp 2 Prozent auf. Wie der Rüstungskonzern heute bekannt gab, hat man einen Großauftrag der Deutschen Bundeswehr zur Lieferung von gepanzerten Fahrzeugen erhalten. Der Gesamtwert des Auftrags wurde mit 151 Mio. Euro beziffert. Die Hochtief-Aktie hingegen kann nicht von der Nachricht profitieren, dass die australische Tochter Leighton Holdings einen Großauftrag in Macau mit einem Volumen von 100 Mio. Australischen Dollar erhalten hat.

Die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) geht für das laufende Fiskaljahr von einer geringeren Risikovorsorge für faule Kredite aus. Wie das "Handelsblatt" am Mittwoch berichtet, wird sich die Vorsorge im Kreditgeschäft im Gesamtjahr 2005 bei 700 Mio. Euro bewegen, nachdem man zuvor von 750 Mio. Euro ausgegangen war. Des Weiteren bekräftigte die drittgrößte börsennotierte Bankgesellschaft Deutschlands das Ziel, im Gesamtjahr ohne Sondereffekte eine Eigenkapitalrendite von mindestens 8 Prozent nach Steuern zu erreichen. Im Fiskaljahr 2010 will die Commerzbank eine Nachsteuer-Rendite von 10 Prozent erreichen. Im Privat- und Geschäftskundensegment geht das Kreditinstitut im laufenden Fiskaljahr von einem deutlichen Gewinnrückgang von 323 Mio. Euro im Vorjahr auf 280 Mio. Euro aus. In der Vermögensverwaltung erwartet man einen Gewinn von 125 bis 135 Mio. Euro. Zuvor hatte die Bank ein Vorsteuer-Ergebnis über dem Vorjahreswert von 108 Mio. Euro angepeilt. 2004 waren es noch 177 Mio. Euro. Im Geschäft mit Mittelstandskunden befindet sich die Commerzbank laut dem Bericht im Aufwind. Seit dem vergangenen Jahr hat die Mittelstandsbank unter der Führung von Vorstand Martin Blessing mehr als 7.400 Kunden gewonnen.

Der Technologiekonzern Linde AG (ISIN DE0006483001/ WKN 648300) hat von der PetroChina Dushanzi Petrochemical Co., die zu Chinas größtem Ölkonzern PetroChina Co. Ltd. (ISIN CN0009365379/ WKN 936537) gehört, einen Großauftrag erhalten. Wie der im DAX30 notierte Konzern am Mittwoch bekannt gab, wurde bereits am Sonntag eine Vereinbarung zum Bau von Chinas größter Ethylenanlage unterzeichnet. Der Cracker mit einer jährlichen Produktionskapazität von 1 Million Tonnen Ethylen und 500.000 Tonnen Propylen wird in Dushanzi in der autonomen Region Xinjiang im Nordwesten Chinas entstehen.Als Lizenzgeber des Herstellungsverfahrens ist Linde für die Bereitstellung der Prozesstechnologie und die Lieferung der wesentlichen Komponenten der Anlage verantwortlich. Die Anlage soll im zweiten Halbjahr 2008 die Produktion aufnehmen. Der Auftragswert wurde von Linde auf insgesamt 140 Mio. Dollar beziffert.

Die Bayer HealthCare AG, eine Tochter des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer AG (ISIN DE0005752000/ WKN 575200), teilte heute mit, dass die U.S. Food and Drug Administration (FDA) ihren Zulassungsantrag für Sorafenib (BAY 43-9006) akzeptiert hat. Damit bestätigt die FDA, dass die Unterlagen vollständig und formgerecht eingereicht wurden. Das von Bayer HealthCare und der Onyx Pharmaceuticals Inc. (ISIN US6833991093/ WKN 900778) entwickelte Arzneimittel soll für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs zugelassen werden. Der Zulassungsantrag war im Juli 2005 bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht worden. Ferner erhielt der Antrag den Status einer vorrangigen Prüfung. Dies beschleunigt den Zulassungsprozess für Arzneimittel-Kandidaten, die zur Therapie von bestimmten Krankheiten dringend benötigt werden. In einem solchen Fall bearbeitet die FDA den Zulassungsantrag innerhalb von sechs Monaten nach Eingang bei der Behörde. Sorafenib ist der erste orale Multi-Kinase-Hemmer, der Serine/Threonine und die Receptor Tyrosin Kinase in den Tumorzellen und in den Tumorgefäßen angreift.

Die Rheinmetall AG (ISIN DE0007030009/ WKN 703000) hat von der Deutschen Bundeswehr einen Großauftrag zur Lieferung von gepanzerten Fahrzeugen erhalten. Wie der im MDAX notierte Rüstungskonzern heute bekannt gab, erhielt die Rheinmetall Landsysteme GmbH von der Bundeswehr den Auftrag zur Lieferung von 181 gepanzerten Spezialfahrzeugen. Der Gesamtwert des Auftrags wurde auf 151 Mio. Euro beziffert. Im Einzelnen umfasst der Beschaffungsauftrag die Lieferung von 81 Führungs- und Transportfahrzeugen des Typs BV 206 S für rund 67 Mio. Euro sowie 100 geschützter Fahrzeuge vom Typ DURO im Wert von rund 84 Mio. Euro. Die Auslieferung der Fahrzeuge wird im Zeitraum 2006 bis 2009 erfolgen.

Der Flughafenbetreiber Fraport AG (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) will in die bestehenden Terminals 1 und 2 jährlich bis zu 300 Mio. Euro investieren. Dies erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Wilhelm Bender heute vor der Presse. "Die Großbaustelle Flughafen bedeutet Dynamik und Aufschwung, sie steht für die Zukunftssicherung am Standort wie in der Region ringsum." Dabei erwartet der Vorstandsvorsitzende für das laufende Kalenderjahr einen neuen Rekord bei den Passagierzahlen. Wurden 2004 erstmals mehr als 50 Millionen Fluggäste verzeichnet, geht Bender von einer deutlich höheren Zahl im laufenden Kalenderjahr aus. Finanzvorstand Dr. Stefan Schulte und der neue Generalbevollmächtigte des Unternehmens für den Geschäftsbereich Immobilien und Facility Management (IFM), Martin Schlegel, erläuterten laufende sowie geplante Baumaßnahmen am und im Terminal 1. Dabei geht es ? wie etwa bei der Erweiterung der Halle C ? um eine Erhöhung der Abfertigungskapazität. Außerdem sollen die Terminalflächen für Einzelhandel und Gastronomie vergrößert werden, um die Einnahmen aus diesem wichtigen Geschäftssegment zu steigern. Weitere Gründe, warum es im Terminal 1 auch weiterhin verschiedene Baustellen gibt, sind die verschärften Sicherheitsanforderungen der EU und die Notwendigkeit, den Brandschutz zu verbessern, die Haustechnik allgemein zu modernisieren und das Erscheinungsbild aufzuwerten. Schließlich werden die bestehenden zwei Frankfurter Terminals A380-tauglich gemacht.

Die australische Leighton Holdings Ltd. (ISIN AU000000LEI5/ WKN 856187), eine Tochter des Baukonzerns HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) hat einen Großauftrag in Macau erhalten. Wie die australische Tochtergesellschaft heute bekannt gab, wird Leighton Asia (Northern) in einem Joint Venture mit der China State Construction Engineering Corp. den Ausbau und die Planung eines Hotel- und Kasinokomplexes in Macau im Auftrag von Wynn Resorts übernehmen. Das Gesamtauftragsvolumen wurde auf 200 Mio. Australische Dollar (AUD) beziffert, wobei der an Leighton entfallende Teilwert 100 Mio. AUD beträgt.

Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) gab heute bekannt, dass zum 19. September neue Gewichte für die Unternehmen in ihren Aktienindizes gelten. Am Samstag wird die endgültige Gewichtung auf Basis der Xetra-Schlusskurse vom Freitag auf der Website der Deutschen Börse veröffentlicht. In diesem Zusammenhang hat die Deutsche Börse noch einmal auf die bereits gemeldeten Änderungen in den Aktienindizes MDAX, SDAX und TecDax hingewiesen, die ebenfalls zum 19. September umgesetzt werden. In den MDAX aufgenommen wird MTU Aero Engines für BERU, die in den SDAX wechseln. Des Weiteren ersetzen im MDAX die Stammaktien von RHÖN-KLINIKUM die Vorzugsaktien des Unternehmens. Im SDAX ersetzen BERU, die aus dem MDAX wechseln, sowie Arques Industries und Grammer die Aktien von Baader Wertpapierhandelsbank, Dürr und Teleplan International. In den TecDAX aufgenommen wird Tele Atlas für TELES.

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