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DAX Schluss: Deutlich rote Vorzeichen, US-Vorgaben belasten
Mit einem Abschlag von 5,0 Prozent bildete die Aktie von Infineon das Schlusslicht. Daneben bröckelten die HRE um 4,1 Prozent, Continental um 2,8 Prozent und die Commerzbank um 2,7 Prozent ab. Daimler schlossen 2,5 Prozent schwächer, obwohl der Konzern in Nordamerika zwei Großaufträge zur Lieferung von Hybrid-Stadtbussen erhalten hat. Die Aktie der Deutschen Lufthansa befand sich ebenfalls unter Verkaufsdruck. Die Kranichlinie hat einem Pressebericht zufolge Schwierigkeiten, ihre exklusiven Kunden im Privatjet-Bereich über die Weihnachtstage zu befördern, nachdem der Businessjet-Betreiber NetJets die Zusammenarbeit fristlos eingestellt hat.
Für Volkswagen ging es lediglich um 0,9 Prozent nach unten, nachdem der Wolfsburger Autobauer mit starken Absatzzahlen aufwarten konnte. Daneben verloren Anteile der Münchener Rück 0,8 Prozent. Der Konzern hat eine Vereinbarung zum Erwerb des US-Krankenversicherers Sterling Life geschlossen. Der Kaufpreis wurde auf 352 Mio. Dollar beziffert.
Papiere des Versorgerschwergewichts RWE entwickelten sich mit +0,4 Prozent deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der Wert trotzte damit einem Pressebericht, wonach dem Konzern zehntausende Kunden den Rücken kehren. RWE wird die Stromtarife der Verbraucher mit Wirkung zum 1. Januar um weitere knapp zehn Prozent anheben. Die T-Aktie gewann daneben ebenfalls 0,4 Prozent.
Im MDAX zogen sich die Verluste quasi quer durch alle Branchen, lediglich die Norddeutsche Affinerie und EADS konnten etwas deutlicher zulegen. Der zum Luft- und Raumfahrtkonzern gehörende Flugzeugbauer Airbus beabsichtigt Presseangaben zufolge, vier seiner europäischen Werke an die amerikanische Spirit AeroSystems zu verkaufen. Titel der IKB fielen indes um mehr als 10 Prozent zurück, gefolgt von IVG und Premiere.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 7.825,44 (-1,55 Prozent)
MDAX: 9.580,36 (-2,34 Prozent)
Tagesgewinner: RWE, Deutsche Telekom
Tagesverlierer: Infineon, HRE, Continental
Unternehmensmeldungen:
Die zum Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) gehörende Daimler Buses North America hat von zwei der größten Verkehrsbetriebe Nordamerikas Aufträge über insgesamt 1.052 Orion VII Next Generation Hybrid-Stadtbusse erhalten. Unternehmensangaben von heute zufolge hat MTA New York City Transit 850 und die Stadt Ottawa (OC Transpo) 202 Orion VII Next Generation Hybrid-Stadtbusse bestellt. Die Busse werden bis 2010 ausgeliefert und von dem Diesel-Elektro-Hybridsystem HybriDrive der britischen BAE Systems plc (ISIN GB0002634946/ WKN 866131) angetrieben.
Wie die "Berliner Zeitung" heute berichtet, kehren derzeit zahlreiche Kunden dem Energiekonzern RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) den Rücken. Grund dafür sei die Strompreispolitik des Unternehmens. Gegenüber der "Berliner Zeitung" räumte ein Unternehmenssprecher ein, dass zehntausende Kunden zu anderen Anbietern wechseln. Auslöser sei die Erhöhung der Stromtarife der Verbraucher mit Wirkung zum 1. Januar um weitere knapp zehn Prozent. Die Zahl der Abgänge sei so hoch, dass sie auch von den Zugängen bei dem von RWE Anfang 2007 gegründeten Billigstromanbieter Eprimo bei weitem nicht ausgeglichen werde, so das Blatt weiter.
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Münchener Rück) (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) hat mit der amerikanischen Aon Corp. (ISIN US0373891037/ WKN 8658529), dem weltweit zweitgrößten Versicherungs-Broker, eine Vereinbarung geschlossen, der zufolge die Münchener Rück über die Tochter Munich-American Holding Corp. 100 Prozent der Anteile an der Sterling Life Insurance Co. erwirbt. Wie der Rückversicherer heute erklärte, wird der Kaufpreis von 352 Mio. Dollar aus eigenen Mitteln finanziert.
Die Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400), der größte Automobilhersteller in Europa, meldete heute, dass die Marke Volkswagen im November mit einem weltweiten Plus von 10,3 Prozent die deutliche Steigerung ihrer Autoverkäufe fortgesetzt und einen neuen Höchstwert für den elften Monat im Jahr gesetzt hat. Von Januar bis November stieg das Auslieferungsplus auf 8,8 Prozent.
Die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) hat einem Pressebericht zufolge Schwierigkeiten, ihre exklusiven Kunden im Privatjet-Bereich über die Weihnachtstage zu befördern. Wie die "WirtschaftsWoche" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, hat der Businessjet-Betreiber NetJets, der bislang unter der Marke Lufthansa Private Jet die Premium-Kunden der Lufthansa in kleinen Luxusmaschinen quer durch Europa geflogen hat, die Zusammenarbeit fristlos eingestellt. Anfang Dezember hatte Lufthansa noch erklärt, die Kooperation mit NetJets werde erst im Februar 2008 beendet.
Der Sportartikelhersteller adidas AG (ISIN DE0005003404/ WKN 500340) wird Presseangaben zufolge künftig die Handball-Nationalmannschaft der Männer, die in diesem Jahr in Deutschland den Weltmeistertitel gewonnen hat, ausstatten. Wie die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe berichtete, löst adidas rechtzeitig zu den Olympischen Spielen den bisherigen Ausstatter Kempa ab, eine Tochter des schwäbischen Sportartikelhersteller Uhlsport.
Der zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) gehörende Flugzeugbauer Airbus beabsichtigt Presseangaben zufolge, vier seiner europäischen Werke an die amerikanische Spirit AeroSystems Holdings Inc. (ISIN US8485741099/ WKN A0LEXG), einen Hersteller von Flugzeugrümpfen, zu verkaufen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am Samstag in ihrer Online-Ausgabe berichtete, ist es laut Airbus-Chef Tom Enders möglich, dass bis Freitag entschieden wird, drei Werke in Deutschland und eines in Großbritannien an Spirit AeroSystems zu veräußern. (17.12.2007/ac/n/m)
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