04.06.2008 17:58
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DAX Schluss: Etwas schwächer, Wall Street nach Konjunkturdaten im Plus

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt konnte die Tagestiefststände ein ganzes Stück weit hinter sich lassen. Der DAX schloss letztendlich mit 0,77 Prozent im Minus bei 6.965,43 Indexpunkten. Dagegen kletterte der MDAX um 0,24 Prozent auf 9.751,76 Zähler.

Die US-amerikanischen Börsen lagen ungeachtet der neuerlichen Sorgen um die Folgen der Finanzkrise zum Xetra-Schluss nach einem leicht negativen Auftakt teils deutlich im Plus. Unterstützung kommt dabei insbesondere von der Konjunkturseite. So sank der ISM-Service-Index im Mai weniger stark als befürchtet. Außerdem stellte das US-Arbeitsministerium seine zweite Veröffentlichung zur Produktivität im ersten Quartal vor und verkündete dabei einen stärker als erwarteten Zuwachs.

Nach der Bekanntgabe der US-Absatzzahlen standen Automobilwerte verstärkt im Interesse der Anleger. Die Aktien von BMW und Volkswagen gaben jeweils leicht ab, Daimler-Titel fielen um 1 Prozent zurück. Dabei haben alle drei im Mai in den USA teils deutlich mehr Fahrzeuge ausgeliefert.

Nach einer negativen Analystenstudie knickten Continental am Indexende um 4,3 Prozent ein. Deutlichte Kursverluste schlugen mitunter auch bei der Commerzbank, MAN und der HRE zu Buche. Die Abschläge bei SAP und Linde waren dagegen auf die heutige Dividendenausschüttung zurückzuführen. Papiere der Deutschen Lufthansa gewannen als Spitzenreiter 2,8 Prozent. Hier stützte die anhaltende Entspannung beim Ölpreis. Nach der gestrigen Analysten- und Investorenkonferenz zogen außerdem Infineon um 1,8 Prozent an. TUI belegten mit +1,3 Prozent den dritten Platz.

Im MDAX knüpften K+S nahtlos an die starke Vortagesentwicklung an, bis Handelsende gewann der Wert 4,4 Prozent. Gestern hatte der Düngemittelspezialist seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht.

Schlusskurse (17:36 Uhr):

DAX: 6.965,43 (-0,77 Prozent)

MDAX: 9.751,76 (+0,24 Prozent)

Tagesgewinner: Deutsche Lufthansa, Infineon, TUI

Tagesverlierer: Continental, Commerzbank, HRE

Unternehmensnachrichten:

Die angeschlagene Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) will Presseangaben zufolge angesichts des Skandals um die Bespitzelung von Managern und Journalisten den internen Zugriff auf Kundendaten begrenzen. "Unsere Sicherheitskonzepte werden regelmäßig fortentwickelt, überprüft und mit den zuständigen Aufsichtsbehörden abgestimmt. Wir werden unsere Mitarbeiter schulen und die Zugriffsberechtigungen auf die Daten begrenzen, ohne den Service zu beeinträchtigen", so der Vorstandsvorsitzende René Obermann gegenüber der Zeitung "DIE ZEIT". Der Telekom wird vorgeworfen, Telefonverbindungen von Managern und Journalisten ausgespäht zu haben. Weiter sagte der Telekom-Chef: "Wir tun alles, um zu klären, was in diesem Fall wirklich passiert ist, damit wir das Vertrauen unserer Kunden wieder stärken können."

Der Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) gab am Dienstag die Absatzzahlen ihrer US-Tochter Mercedes-Benz USA für den Monat Mai bekannt. Demnach verbuchte der Automobilkonzern in den USA bei der Kernmarke Mercedes-Benz im Berichtsmonat einen Absatzanstieg um 0,1 Prozent auf 21.785 Modelle. Der Verkauf der Kleinwagen-Marke Smart hat erst Mitte Januar 2008 begonnen. Insgesamt veräußerte der Konzern in der Pkw-Sparte in den USA 24.480 Fahrzeuge, was einem Plus von 12,4 Prozent entspricht.

Der Automobilkonzern Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) konnte in den USA im Mai 2008 einen deutlichen Absatzanstieg ausweisen. Wie der Automobilhersteller am Dienstag erklärte, wurden im Berichtsmonat insgesamt 31.781 Modelle der Marken BMW und MINI in den USA abgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreswert von 30.819 Fahrzeugen entspricht dies einem Anstieg um 3,1 Prozent. Bei Fahrzeugen der Kernmarke BMW wurde ein Absatzrückgang von 4,6 Prozent ausgewiesen, während man bei der Kleinwagenmarke MINI ein Plus von 52,8 Prozent auf 6.312 Fahrzeuge ausweisen konnte.

Die Volkswagen of America Inc., die US-Tochter der Wolfsburger Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400), sowie die Audi of America Inc., die US-Tochter der VW-Konzerntochter AUDI AG (ISIN DE0006757008/ WKN 675700), veröffentlichten am Dienstag durchwachsene US-Absatzzahlen für den Monat Mai. Dabei stieg die Zahl der verkauften Autos bei Volkswagen im Berichtsmonat um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf nun 22.346 Einheiten an. Bei Audi of America ging der Absatz im Mai dagegen deutlich zurück. Hier sank der Absatz um 2,9 Prozent auf nun 8.500 Fahrzeuge.

Der Aromenhersteller Symrise AG (ISIN DE000SYM9999/ WKN SYM999) eröffnet am 18. Juni 2008 sein neues "Creative Center" in Shanghai. Wie der Duft- und Geschmackstoffkonzern heute bekannt gab, bündelt dieses Zentrum sämtliche Abteilungen und kreativen Ressourcen des Geschäftsbereiches Scent & Care für den chinesischen Markt. Gleichzeitig dient es als neue regionale Drehscheibe für Nordostasien. Das Zentrum vereint alle Abteilungen, die für einen effektiven, kreativen Prozess von zentraler Bedeutung sind.

Der Sportartikelhersteller PUMA AG Rudolf Dassler Sport (ISIN DE0006969603/ WKN 696960) meldete heute, dass er ab der kommenden Spielsaison 2008/2009 den Fußball-Bundesliga-Aufsteiger 1899 Hoffenheim ausrüstet. Den Angaben zufolge läuft der Vertrag über sechs Jahre. Neben der Lizenzmannschaft und der U23 rüstet PUMA auch die Jugend- und Frauenmannschaften aus. (04.06.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Deutsche Telekom 11,4 +2,3%
Daimler 27,9 +2,0%
Bayerische Motoren Werke 24,5 -0,7%
Volkswagen 328,1 +13,2%
AUDI 481,0 -0,1%
PUMA 152,2 -6,4%
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Sollte abgeschafft werden
Milliardengrab für Steuergelder
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