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DAX Schluss: Freundlicher Ausklang, Zahlen der Bank of America positiv aufgenommen
Mit einem Plus von 1,3 Prozent zählten Papiere von E.ON zu den Favoriten. Der Energieriese hat heute zusammen mit dem dänischen Energieversorger DONG Energy den Anteil von Shell am London Array Offshore-Windpark übernommen. Bei London Array handelt es sich um das weltweit größte Offshore-Windpark-Projekt. Papiere des Branchenkollegen RWE gewannen 0,9 Prozent. An der Spitze zogen allerdings Titel der Deutschen Börse um 2,6 Prozent an. Weitere Gewinner waren mitunter Henkel, ThyssenKrupp und adidas. Die Aktie von TUI schloss ebenfalls fester. Wie heute bekannt wurde, hat der russische Großinvestor Alexey Mordashov seine Beteiligung an dem Konzern weiter aufgestockt. Volkswagen befanden sich ebenfalls auf der Überholspur. Die Anleger honorierten eine Mitteilung, wonach der Konzern im ersten Halbjahr einen Absatzrekord eingefahren hat.
Continental dagegen gaben leicht ab. Laut Angaben vom Wochenende will die Schaeffler Gruppe weiterhin an ihren Plänen zur Übernahme einer Beteiligung von mehr als 30 Prozent an dem Automobilzulieferer festhalten. Laut einem Pressebericht könnte außerdem der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer möglicherweise durch die Übernahmeattacke der Schaeffler Gruppe ins Wanken geraten. Daneben fielen Titel der Deutschen Postbank um 2,9 Prozent zurück. Hier stand ein Pressebericht im Blick, demzufolge die Deutsche Post (+0,3 Prozent) beim geplanten Verkauf der Tochter keine Eile hat. Kräftige Verluste fuhren auch MAN (-3,1 Prozent) ein. Der Konzern ist einem Pressebericht zufolge an einer Übernahme der Nutzfahrzeugaktivitäten von Volkswagen in Brasilien interessiert.
Im MDAX sprangen GILDEMEISTER um 11,5 Prozent. Hier stützte ein Presseartikel, wonach der Werkzeugmaschinenbauer in den Fokus russischer Investoren geraten ist. KlöCo legten 5,4 Prozent zu. Der Konzern meldete zuvor, dass er einen Vertrag zum Verkauf der Schweizer Tochter Koenig Verbindungstechnik (KVT) an das Beteiligungsunternehmen Capvis unterzeichnet hat.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 6.424,84 (+0,66 Prozent)
MDAX: 8.544,59 (+1,23 Prozent)
Tagesgewinner: Deutsche Börse, adidas, ThyssenKrupp
Tagesverlierer: MAN, Deutsche Postbank, Infineon
Unternehmensnachrichten:
Die Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) erzielte für den Zeitraum Januar bis Juni 2008 einen Auslieferungsrekord. Wie der Automobilhersteller heute verkündete, hat der Konzern weltweit 3,27 Millionen Fahrzeuge (+5,8 Prozent) ausgeliefert, mehr als je in einem ersten Halbjahr zuvor. Auch die weltweiten Auslieferungen des Konzerns im Monat Juni erreichten eine Bestmarke: Sie legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent auf 573.000 Auslieferungen zu.
Der Nutzfahrzeughersteller MAN AG (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) ist einem Pressebericht zufolge an einer Übernahme der Nutzfahrzeugaktivitäten der Volkswagen AG in Brasilien interessiert. "Das ist eine Option, die geprüft wird", erklärte eine mit den Vorgängen vertraute Person gegenüber der Anlegerzeitung "EURO am Sonntag". Dies könne "noch im laufenden Jahr geschehen", hieß es. Zudem überlegt MAN auch, ein eigenes Motorenwerk in Brasilien zu bauen.
Der Energieversorger E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) hat sich 50 Prozent der Anteile am weltweit größten Offshore-Windpark-Projekt gesichert. Dies gab der Konzern heute bekannt. Demnach habe man gemeinsam mit dem dänischen Energieversorger DONG Energy den Anteil vom britisch-niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell plc (ISIN GB00B03MLX29/ WKN A0D94M) am London Array Offshore-Windpark übernommen. London Array ist mit einer geplanten Kapazität von bis zu 1.000 Megawatt das weltgrößte Offshore-Windpark-Projekt. Dabei sollen in etwa 15 Kilometer Entfernung zur Küste von Kent und Essex mehr als 270 Windturbinen installiert werden.
Die Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) hat es anscheinend nicht eilig mit einem Verkauf ihrer Beteiligung an der Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009/ WKN 800100). "Sollten wir im Vorstand zu dem Ergebnis kommen, dass der Zeitpunkt für einen Verkauf schlecht ist, stehen wir nicht unter Druck, zu verkaufen. Das haben wir immer klar artikuliert", erklärte der Finanzchef der Deutschen Post, John Allan, in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung". Er könne zwar sagen, dass man noch mit einer kleineren Anzahl von Parteien verhandelt, aber wann bzw. ob es überhaupt zu einem Verkauf kommt, sei noch nicht absehbar. Als weitere Großaufgabe stellt sich neben dem angestrebten Postbank-Verkauf auch die Restrukturierung des US-Geschäfts der Deutschen Post dar. Für das defizitäre US-Expressgeschäft habe sich die Post vorgenommen, den Verlust bis 2011 um rund 1 Mrd. auf 300 Mio. Dollar zu reduzieren. Einer der Hoffnungsträger für eine nachhaltige Sanierung des US-Geschäfts bleibt eine Partnerschaft mit dem US-Rivalen United Parcel Service (UPS) (ISIN US9113121068/ WKN 929198).
Der russische Großinvestor Alexey Mordashov hat seine Beteiligung an der TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) weiter aufgestockt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der Stimmrechtsanteil der von Mordashow kontrollierten Gesellschaften an dem Konzern am 15. Juli die Schwelle von 15 Prozent überschritten und liegt seitdem bei 15,03 Prozent. Der norwegische Großaktionär John Fredriksen hatte zuletzt einen Anteil von 15,01 Prozent an dem Schifffahrts- und Reisekonzern ausgewiesen.
Die Schaeffler Gruppe will weiterhin an ihren Plänen zur Übernahme einer Beteiligung von mehr als 30 Prozent an der Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) festhalten. In einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung zeigte sich die Schaeffler Gruppe weiterhin offen für konstruktive Gespräche mit dem Conti-Konzernmanagement. Gleichzeitig wurde jedoch die Zielsetzung betont, dass man als strategischer Großaktionär des Automobilzulieferers eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent anstreben wolle. Diese Beteiligung sei notwendig, um eine stabile Aktionärsstruktur der Continental AG zu erreichen und gleichzeitig die Ziele der Schaeffler Gruppe umsetzen zu können. Zuvor hatte der Continental-Vorstandschef Manfred Wennemer in einem Zeitungsinterview angeboten, Verhandlungen über eine Beteiligung von 20 Prozent zu führen.
Der Vorstandsvorsitzende der Continental AG, Manfred Wennemer, könnte möglicherweise durch die Übernahmeattacke der Schaeffler Gruppe ins Wanken geraten. Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" will Wennemer auf der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung von Continental am kommenden Mittwoch vor allem einen Eklat vermeiden, der zu seinem Rücktritt führen könnte. Sollte es zu keiner Einigung kommen, würde Wennemer seinen Posten zur Verfügung stellen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf informierte Kreise. Auch einen Nachfolger für Wennemer gäbe es schon: Es wäre Karl-Thomas Neumann. Der 47 Jahre alte frühere Manager des Automobilkonzerns Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) ist derzeit als Mitglied des Conti-Vorstands.
Die Klöckner & Co AG (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) meldete heute, dass sie über ihre Schweizer Landesgesellschaft Debrunner Koenig Holding (DKH) einen Vertrag zum Verkauf der Koenig Verbindungstechnik (KVT) an das Beteiligungsunternehmen Capvis unterzeichnet hat. Die Veräußerung führt bei einem Kaufpreis von ca. 325 Mio. Euro zu einem Buchgewinn nach Steuern von ca. 265 Mio. Euro. Die durch einen Verkauf von KVT freigesetzten Mittel stehen für die weitere Expansion von Klöckner & Co zur Verfügung. Der geplante Verkauf wurde bereits in der Berichterstattung zum ersten Quartal 2008 angekündigt. Die KVT beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2007 bei einem Umsatz von rund 120 Mio. Euro ein Ergebnis nach Steuern von ca. 20 Mio. Euro.
Der Triebwerkspezialist MTU Aero Engines Holding AG (ISIN DE000A0D9PT0/ WKN A0D9PT) hat im Rahmen der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough Aufträge im dreistelligen Millionenbereich an Land gezogen. Wie der Konzern heute erklärte, belief sich das Gesamtvolumen auf rund 500 Mio. Euro. Bei den Aufträgen für das Triebwerk V2500 habe die MTU eigenen Angaben zufolge sowohl von Verkäufen als auch von Instandhaltungsaufträgen, die unter anderem an die MTU Maintenance Hannover gehen, profitiert. Die MTU ist ein Partner des V2500-Konsortiums International Aero Engines (IAE) und mit 11 Prozent an diesem Antrieb für die A320-Familie beteiligt. (21.07.2008/ac/n/m)
| 06.10.2008 | Volkswagen verkaufen | Euro am Sonntag | |
| 02.10.2008 | Volkswagen Stoppkurs bei 232 Euro | Focus Money | |
| 26.09.2008 | Volkswagen underperform | Credit Suisse Group | |
| 25.09.2008 | Volkswagen verkaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 24.09.2008 | Volkswagen verkaufen | AC Research |
Aktien in diesem Artikel
| Volkswagen | 326,0 | +12,5% | |
| MAN | 38,9 | -4,6% | |
| EON | 33,2 | +2,5% | |
| Deutsche Post | 13,7 | -0,9% | |
| Deutsche Postbank | 29,4 | -2,1% | |
| TUI | 10,7 | -1,8% | |
| Continental | 44,4 | -1,4% | |
| KloecknerCo | 12,7 | +1,1% | |
| MTU Aero Engines | 16,7 | -7,5% |
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| 07.10.2008 10:57 DAX: Kurzem Hoch folgt neuer Rutsch | |
| 07.10.2008 07:58 Panikartige Szenen an der Wall Street - Schnäppchenjäger in Frankfurt | |
| 06.10.2008 16:35 Aktienkurse brechen weiter ein |
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