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DAX Schluss: Kräftig im Minus, Infineon knicken ein, Deutsche Bank leicht positiv
Die Aktie der Deutschen Bank konnte sich dem schwachen Trend widersetzen und gewann 0,4 Prozent. Vor Handelsbeginn hat der Konzern unerwartet starke Zahlen auf den Tisch gelegt. Dabei musste das größte deutsche Bankinstitut im Schlussquartal einen kräftigen Gewinnrückgang ausweisen. Im Gesamtjahr konnte das Ergebnis aber verbessert werden. Außerdem hat der Vorstand eine Dividendenerhöhung vorgeschlagen. Anteilsscheine der Deutschen Postbank profitierten wie bereits gestern von Fusionsphantasien und stiegen an der Indexspitze um 1,6 Prozent. Titel der Mutter Deutsche Post gaben indes 1,1 Prozent ab. Einem Pressebericht zufolge will Vorstandschef Klaus Zumwinkel noch in diesem Jahr sein Amt niederlegen.
Infineon brachen nach den heute vorgelegten Ergebnissen um 13,6 Prozent ein. Angesichts der schlechten Entwicklung bei der Tochter Qimonda hat der Konzern im ersten Geschäftsquartal deutliche Verluste eingefahren. Daneben fielen MAN um 7 Prozent zurück. Weitere Verlierer waren unter anderem die HRE, Continental und die Deutsche Börse. Die Abschläge reichten hier von mehr als 3 bis knapp 5 Prozent.
Douglas verloren im MDAX 2,6 Prozent. Der Konzern konnte Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal verbessern. Papiere von KUKA schlossen mit 7,6 Prozent im Minus. Der Maschinenbauer verzeichnete im letzten Quartal ein sattes Ergebnisplus, während die Erlöse rückläufig waren. Dagegen verbesserten sich Papiere der Norddeutschen Affinerie als Spitzenreiter um 3,1 Prozent.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 6.733,72 (-1,66 Prozent)
MDAX: 8.592,43 (-2,22 Prozent)
Tagesgewinner: Deutsche Postbank, Deutsche Lufthansa, Deutsche Bank
Tagesverlierer: Infineon, MAN, HRE
Unternehmensmeldungen:
Der Vorstandschef der Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200), Klaus Zumwinkel, will einem Pressebericht noch in diesem Jahr sein Amt niederlegen. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise berichtet, wird Zumwinkel in diesem Zusammenhang auch sein Mandat bei der Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508/ WKN 555750), wo er als Vorsitzender des Aufsichtsrats tätig ist, niederlegen. Den Angaben zufolge erfolgt der geplante Rückzug aus Altersgründen.
Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) musste im Schlussquartal 2007 zwar einen Gewinnrückgang ausweisen, im Gesamtjahr konnte man das Ergebnis aber verbessern. Wie der Finanzkonzern heute erklärte, ging der Gewinn nach Steuern um 47 Prozent zurück. Das Vorjahresquartal enthielt jedoch Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben. Im Geschäftsjahr 2007 verbesserte sich der Jahresüberschuss um 7 Prozent. Der Vorstand hat eine Dividendenerhöhung um 50 Cent bzw. 12,5 Prozent auf 4,50 Euro je Aktie vorgeschlagen.
Der Technologiekonzern Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004/ WKN 623100), der zweitgrößte Halbleiterhersteller in Europa, gab heute seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2008 bekannt. Der Umsatz von Infineon ohne Qimonda lag 3 Prozent unter dem Wert des Vorquartals bzw. 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Ohne Berücksichtigung von Währungseffekten sowie von Akquisitionen und der Veräußerung von Geschäftsanteilen stieg der Umsatz von Infineon ohne Qimonda um 15 Prozent. Der Konzernumsatz nahm um 25 Prozent ab. Das EBIT von Infineon ohne Qimonda war positiv. Das Konzern-EBIT fiel unterdessen deutlich negativ aus. Für das Geschäftsjahr 2008 erwartet der Konzern eine nahezu stabile Performance seines Segments Automotive, Industrial & Multimarket sowie beträchtliche Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr im Segment Communication Solutions. Ziel sei es weiterhin, im Geschäftsjahr 2009 eine EBIT-Marge von 10 Prozent zu erreichen.
Die Douglas Holding AG (ISIN DE0006099005/ WKN 609900) konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 Umsatz und Ergebnis verbessern. Wie der Konzern heute mitteilte, wuchs der Nettoumsatz um 5,6 Prozent. Bereinigt um die im Vorjahresquartal noch enthaltenen Umsätze der zwischenzeitlich veräußerten Gesellschaften René Kern und Pohland erzielte die DOUGLAS-Gruppe ein Wachstum von 9,3 Prozent. Auf vergleichbarer Fläche wurden die Vorjahresumsätze um 1,6 Prozent übertroffen. Der Konzernüberschuss erhöhte sich leicht. Der Vorstand geht weiterhin davon aus, im Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent und auf Basis des aktuellen Beteiligungsportfolios ein Umsatzwachstum von 7 bis 9 Prozent erreichen zu können.
Die KUKA AG (ISIN DE0006204407/ WKN 620440) gab heute die vorläufigen Geschäftszahlen für das vierte Quartal bekannt. Demnach verringerten sich die Umsatzerlöse im Schlussquartal um 9,5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte hingegen mehr als verdoppelt werden. Für das laufende Fiskaljahr 2008 peilt KUKA eine EBIT-Marge von mindestens 5,5 Prozent an. (07.02.2008/ac/n/m)
| 14.07.2008 | Deutsche Post buy | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA | |
| 10.07.2008 | Deutsche Post aussichtsreich | Der Aktionär | |
| 09.07.2008 | Deutsche Post Downgrade | Deutsche Bank AG | |
| 03.07.2008 | Deutsche Post Selected List | Cheuvreux SA | |
| 02.07.2008 | Deutsche Post strong buy | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA |
Aktien in diesem Artikel
| Deutsche Post | 15,7 | +1,2% | |
| Deutsche Bank | 56,1 | +1,5% | |
| Infineon Technologies | 5,3 | +5,8% | |
| DOUGLAS | 31,8 | -0,1% | |
| KUKA | 19,2 | +1,9% |
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