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DAX Schluss: Kräftige Gewinne, Deutsche Börse im Aufwind
Titel der Deutschen Börse übernahmen mit einem satten Zuwachs von 8 Prozent die DAX-Spitze. BMW rückten um 3,9 Prozent vor. Der Münchener Autobauer konnte im April beim Absatz in den USA einen deutlichen Anstieg vorweisen. Beflügelt von Konsolidierungsphantasien verfestigten sich Titel der Deutschen Lufthansa um 3,7 Prozent. Wie bereits am Mittwochabend bekannt wurde, prüft British Airways eine Kooperation mit den US-Fluggesellschaften American Airlines sowie Continental Airlines. Ferner stützte der zuletzt wieder etwas gesunkene Ölpreis.
Anteilsscheine der Allianz stiegen um 2 Prozent. Einem Pressebericht zufolge will der Allfinanzkonzern seine Präsenz in Großbritannien durch Zukäufe erweitern. E.ON verloren ex-Dividende 2,8 Prozent. Außerdem gaben adidas und die HRE etwas deutlicher ab.
Im MDAX zogen LANXESS als Spitzenreiter vor Praktiker um 8 Prozent an. HOCHTIEF gewannen nach mehreren Aufträgen aus den USA 2,5 Prozent. Dagegen gaben K+S leicht ab. Der Konzern ist laut einem Pressebericht offenbar an einer Übernahme der Düngemittelsparte der niederländischen DSM interessiert. Im SDAX stachen Thielert mit -26 Prozent ins Auge, nachdem der Flugzeugmotorenhersteller am Mittwoch einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 7.043,23 (+1,36 Prozent)
MDAX: 9.555,18 (+2,15 Prozent)
Tagesgewinner: Deutsche Börse, Infineon, BMW
Tagesverlierer: W.ON, adidas, HRE
Unternehmensnachrichten:
Der Allfinanzkonzern Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) will seine Präsenz in Großbritannien durch Zukäufe erweitern. Clement Booth, Mitglied im Allianz Management Board, erklärte in einem Interview mit der "Financial Times", dass der im DAX30 notierte Allfinanzkonzern grundsätzlich an einer Verstärkung der Marktposition auf dem britischen Versicherungsmarkt interessiert sei. Wie Booth weiter ausführte, ist die Allianz dabei sowohl an kleineren Zukäufen zur Ergänzung bestehender Geschäftsbereiche als auch an größeren Übernahmen in Großbritannien interessiert.
Die Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) konnte im April beim Absatz in den USA einen deutlichen Anstieg vorweisen. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, wurden im Berichtsmonat in Nordamerika insgesamt 31.448 Modelle abgesetzt, was im Vergleich zum Vorjahresmonat einem Plus von 9,6 Prozent entspricht.
Die Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) verbuchte im April einen Absatzanstieg in Nordamerika. Wie der Konzern am Donnerstag erklärte, wurden im Berichtsmonat in den USA insgesamt 19.415 Modelle in den USA abgesetzt, was im Vergleich zum Vorjahreswert einem Plus von 1,7 Prozent entspricht.
Der Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) verbuchte im April in den USA einen Absatzrückgang. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurden im Berichtsmonat in Nordamerika insgesamt 22.954 Modelle der Marken Mercedes-Benz und "smart" abgesetzt. Dabei verbuchte man bei Fahrzeugen der Marke Mercedes-Benz im Berichtszeitraum einen Rückgang von 3,0 Prozent auf 20.271 Modelle.
Der Technologiekonzern Linde AG (ISIN DE0006483001/ WKN 648300) hat sich von seiner kolumbianischen Tochter Cryogas S.A. getrennt. Wie der Konzern heute erklärte, wurde Cryogas zu einem Enterprise Value von umgerechnet 90 Mio. Euro an das chilenische Industriegaseunternehmen Indura S.A. veräußert. Nach der Erfüllung der üblichen Closing-Bedingungen wurde die Transaktion auch formalrechtlich vollzogen. Der Verkauf erfolgte aufgrund von Auflagen der kolumbianischen Aufsichtsbehörde SIC in Zusammenhang mit der Übernahme der britischen BOC Group plc durch Linde, welche am 5. September 2006 wirksam geworden war.
Der Baukonzern HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) hat in den USA mehrere Großaufträge im Wert von rund 124 Mio. Euro erhalten. Wie der Konzern heute erklärte, wird die US-Tochter Turner als Construction-Manager Erweiterungsbauten für Universitäten in Bufallo, Illinois und San Diego übernehmen. Außerdem konnte sich die neue HOCHTIEF-Tochter Flatiron diverse Neuaufträge im Bereich der Verkehrsinfrastruktur sichern.
Die K+S AG (ISIN DE0007162000/ WKN 716200) ist an einer Übernahme der Düngemittelsparte der niederländischen DSM N.V. (ISIN NL0000009827/ WKN A0JLZ7) interessiert. In einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" erklärte der Investor-Relations-Chef des Konzerns, Christian Herrmann, dass K+S ein Gebot für die Düngemittelsparte von DSM in Betracht ziehen werde, falls dieses auf den Markt kommen sollte. DSM will sich im Rahmen der geplanten Konzentration auf die Bereiche Spezialkunststoffe sowie Chemikalien für Lebensmittel und Arzneien von diesem Geschäftsbereich trennen. (02.05.2008/ac/n/m)
| 13.05.2008 | Allianz overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 13.05.2008 | Allianz neues Kursziel | Citigroup Corp. | |
| 09.05.2008 | Allianz kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 09.05.2008 | Allianz buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 09.05.2008 | Allianz buy | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
| Allianz SE | 129,3 | -0,4% | |
| Bayerische Motoren Werke | 36,8 | +0,3% | |
| Volkswagen | 189,0 | -1,1% | |
| Daimler | 51,9 | +0,3% | |
| Linde | 94,3 | -0,3% | |
| HOCHTIEF | 74,2 | +6,5% | |
| K+S | 315,5 | -1,1% | |
| DSM | 35,8 | -0,1% |
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