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DAX Schluss: Kräftige Verluste, schwache US-Vorgaben und hoher Ölpreis belasten
Die Verluste zogen sich dabei quer durch alle Branchen. Mit einem satten Minus von 5,5 Prozent bildete das Papier von Infineon das Schlusslicht. Belastet von neuen Rekordhöhen beim Ölpreis verloren Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa 3,1 Prozent. Der Dialysespezialist FMC hat die Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr im Rahmen seiner heutigen Hauptversammlung bestätigt. Die Aktie fand sich daraufhin mit einem Abschlag von 2 Prozent im DAX-Mittelfeld.
Papiere der Allianz hielten sich mit -0,3 Prozent recht stabil. Einem Pressebericht zufolge will die zu dem Allfinanzkonzern gehörende Dresdner Bank künftig bei der Konsolidierung im deutschen Bankensektor eine aktive Rolle spielen. Einziger Gewinner war SAP mit +0,3 Prozent.
Im MDAX war die Aktie von HUGO BOSS erneut gesucht. Gegen den Trend gewann der Wert letztendlich 1,3 Prozent. An der Indexspitze rückten Arcandor um 1,9 Prozent vor. SGL CARBON bildeten mit -6 Prozent das Schlusslicht. Kräftige Kursverluste fuhren mitunter auch K+S, MTU und Salzgitter ein.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 7.118,50 (-1,49 Prozent)
MDAX: 9.768,30 (-2,98 Prozent)
Tagesgewinner: SAP
Tagesverlierer: Infineon, MAN, Deutsche Börse
Unternehmensnachrichten:
Die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) hat im Rahmen ihrer Hauptversammlung die Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Wie der Dialysespezialist heute erklärte, geht der Vorstandsvorsitzende Dr. Ben Lipps für das laufende Fiskaljahr weiterhin von einem Umsatz von mehr als 10,4 Mrd. Dollar und einem Jahresüberschuss zwischen 805 und 825 Mio. Dollar aus. Auch zu dem Ziel, bis zum Jahr 2010 den Umsatz auf über 11,5 Milliarden US-Dollar zu steigern, äußerte sich Dr. Lipps angesichts der Wachstumschancen und der guten Geschäftsentwicklung weiter optimistisch. Beim jährlichen Ergebniswachstum werden Zuwachsraten zwischen 10 und 15 Prozent angepeilt, hieß es weiter.
Der Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) hat einen Großauftrag von der US-Post erhalten. Wie der Konzern heute erklärte, wurde die Siemens-Division Mobility von der United States Postal Service (USPS), der US-amerikanischen Post, mit der Modernisierung von 550 Sortiermaschinen, der Ersatzteilversorgung, dem Training und logistischen Dienstleistungen beauftragt. Das Modernisierungsprojekt soll bis zum Frühjahr 2011 abgeschlossen sein. Das Auftragsvolumen wurde auf rund 160 Mio. Euro beziffert.
Die zum Allfinanzkonzern Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) gehörende Dresdner Bank AG will künftig bei der Konsolidierung im deutschen Bankensektor eine aktive Rolle spielen. "Wir sind eine attraktive Bank mit starker Stellung in Deutschland", erklärte der Bankchef Herbert Walter in einem Interview mit dem "Handelsblatt". In einem zunehmend europäischen Markt würden aber immer mehr Wettbewerber in eine Europa-Dimension hineinwachsen, so Walter. "Die nationale Bankenkonsolidierung muss deshalb Europa im Blick haben." Diese Äußerung zeigt, dass sich die Dresdner Bank zunehmend unter Handlungsdruck befindet, um in den kommenden Jahren nicht erneut zurückzufallen. Angesichts des im Jahr 2007 vermeldeten scharfen Ergebniseinbruchs im Zuge der internationalen Finanzkrise wächst die Zahl der Investoren, die von Konzernchef Michael Diekmann fordern, zumindest das Investment-Banking der Dresdner zu verkaufen.
Der Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) will in den kommenden Jahren verstärkt in erneuerbare Energien investieren. Wie der Chef der neuen Grünstromsparte Innogy, Fritz Vahrenholt, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin "Capital" erklärte, wird RWE nach den bislang bis 2012 angekündigten Investitionen von etwa einer Milliarde Euro pro Jahr in ähnlicher Größenordnung investieren. Die Ausbaupläne des Ruhrkonzerns, der damit dem Manager zufolge eine nachhaltige "Kurskorrektur" plant, reichen bis 2020. Es könnten also weitere 8 Mrd. Euro an Ausgaben für diesen Bereich anfallen, sollte der zweitgrößte deutsche Energieversorger das bisherige Ausmaß einhalten.
Die Aareal Bank AG (ISIN DE0005408116/ WKN 540811) hat sich von einem Privatkundenportfolio getrennt. Wie der Finanzkonzern heute erklärte, wurde das aus privaten Baufinanzierungen bestehende Portfolio im Gesamtvolumen von 1,47 Mrd. Euro an die Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) veräußert. Bei den im Portfolio enthaltenen Krediten handelt es sich ausnahmslos um nicht-leistungsgestörte Darlehen, teilte die Aareal Bank weiter mit. Die Transaktion hat keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis der Aareal Bank.
Der amerikanische Medienkonzern News Corp. (ISIN US65248E1047/ WKN A0DLJU) hat seine Beteiligung am Bezahlfernsehsender Premiere AG (ISIN DE000PREM111/ WKN PREM11) weiter aufgestockt. Wie aus einer am Montagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der Stimmrechtsanteil des vom Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierten Medienkonzerns an dem Bezahlfernsehsender die Schwelle von 25,01 Prozent erreicht. (20.05.2008/ac/n/m)
| 25.07.2008 | Fresenius Medical Care overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 22.07.2008 | Fresenius Medical Care buy | Citigroup Corp. | |
| 18.07.2008 | Fresenius Medical Care buy | Citigroup Corp. | |
| 17.07.2008 | Fresenius Medical Care kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 17.07.2008 | Fresenius Medical Care akkumulieren | AC Research |
Aktien in diesem Artikel
| Fresenius Medical Care | 36,1 | +2,1% | |
| Siemens | 73,2 | +1,2% | |
| Allianz SE | 108,7 | -4,2% | |
| RWE | 75,6 | +0,6% | |
| Aareal Bank | 15,2 | -2,6% | |
| Deutsche Postbank | 46,8 | -2,7% | |
| Premiere | 11,6 | -2,0% | |
| The News a | 9,1 | -1,3% |
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