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DAX Schluss: Leicht positiv, Volkswagen an der Spitze, Infineon unter Druck
An der Indexspitze preschten Volkswagen um 2,7 Prozent vor. E.ON kletterten um 1,8 Prozent. Wie der Energieriese heute bekannt gab, will er insgesamt 800 Mio. Euro in den Bau von neuen Kraftwerksblöcken in Russland investieren. Mit im oberen DAX-Drittel fanden sich außerdem Linde, BASF und RWE.
Außerdem legten Continental 1,8 Prozent zu. Wie am Vorabend bekannt wurde, hat die Schaeffler-Gruppe ihre Offerte für den Automobilzulieferer leicht angehoben. Außerdem hat ein Großaktionär des Automobilzulieferers einem Pressebericht zufolge das Übernahmeangebot als zu niedrig bewertet und einen deutlichen Aufschlag gefordert. Papiere der Deutschen Lufthansa schlossen etwas fester. Hier stand der Streik von Piloten bei zwei Töchtern der Kranichlinie im Blick. Gestützt hat dagegen der erneute Ölpreisrückgang.
Auf der anderen Seite knickten Infineon nach den schwachen Ergebnissen von Texas Instruments um 7,5 Prozent ein. Die Aktie der Deutschen Telekom lastete mit einem satten Minus von 4,4 Prozent auf dem Markt, nachdem der britische Mobilfunkanbieter Vodafone einen enttäuschenden Umsatzausblick gegeben hat. Daneben trennten sich die Anleger nach schwachen Zahlen vom US-Bankenriesen Wachovia verstärkt von der HRE (-3,2 Prozent), der Commerzbank (-2 Prozent) und der Deutschen Bank (-1,2 Prozent).
Im MDAX verloren MTU 10,7 Prozent. Der Triebwerkspezialist teilte heute mit, dass er im ersten Halbjahr trotz des schwierigen Branchenumfelds einen Gewinnanstieg ausweisen konnte. Spitzenreiter waren Krones mit +3,6 Prozent. Im SDAX rutschten Papiere des Online-Brokers comdirect nach Zahlen um 4,6 Prozent ab. Für Air Berlin ging es um über 7 Prozent in die Tiefe.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 6.442,79 (+0,28 Prozent)
MDAX: 8.474,01 (-0,83 Prozent)
Tagesgewinner: Volkswagen, Linde, E.ON
Tagesverlierer: Infineon, Deutsche Telekom, HRE
Unternehmensnachrichten:
Der Streik von Piloten bei zwei Töchtern der Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) hat heute zahlreiche Flugausfälle zur Folge. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder bei den Fluggesellschaften Eurowings und Lufthansa CityLine am heutigen Dienstag von 12.00 Uhr an bis zum morgigen Mittwoch, 24.00 Uhr, jeweils unabhängig voneinander zu Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen. Hintergrund der Streiks sind jeweils unabhängig voneinander geführte Verhandlungen hinsichtlich neuer Vergütungstarifverträge für das Cockpitpersonal der Fluggesellschaften.
Der Energieversorger E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) will insgesamt 800 Mio. Euro in den Bau von neuen Kraftwerksblöcken in Russland investieren. Das Projekt ist Teil des laufenden E.ON-Investitionsprogramms in Russland, das insgesamt etwa 2 Mrd. Euro für neue Kraftwerke vorsieht. Dadurch soll die Stromerzeugungskapazität des E.ON-Kraftwerksparks bis Ende 2011 von derzeit 8.630 Megawatt auf 11.030 Megawatt erhöht werden.
Die Schaeffler KG hat am Montag ihr Angebot für den Automobilzulieferer Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) erhöht. Schaeffler hatte am 15. Juli bekannt gegeben, dass sie den Continental-Aktionären im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes 69,37 Euro pro Aktie bietet. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat der Schaeffler KG heute mitgeteilt, dass der für den Stichtag 14. Juli 2008 ermittelte gültige Drei-Monats-Durchschnittskurs 70,12 Euro beträgt. Demgemäß teilte Schaeffler nun mit, dass sie beabsichtigt, den Continental-Aktionären eine Geldleistung in Höhe von 70,12 Euro pro Continental-Aktie anzubieten. Ein Großaktionär des Automobilzulieferers hat das von der Schaeffler Gruppe vorgelegte Übernahmeangebot als zu niedrig bewertet und einen deutlichen Aufschlag gefordert. Das Angebot liegt deutlich unter dem Wert der Aktie und ist deshalb unbefriedigend. Ein fairer Preis muss über 80 Euro betragen", sagte ein Manager des Kapitalanlegers in einem Interview mit dem "Handelsblatt".
Der Triebwerkspezialist MTU Aero Engines Holding AG (ISIN DE000A0D9PT0/ WKN A0D9PT) konnte im ersten Halbjahr trotz des schwierigen Branchenumfelds einen Gewinnanstieg ausweisen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Gesamtumsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Der Nettogewinn kletterte im Vorjahresvergleich um 79 Prozent. "So können wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2008 heute erneut bekräftigen", sagte der Vorstandsvorsitzende Egon Behle.
Der Online-Broker comdirect bank AG (ISIN DE0005428007/ WKN 542800) meldete heute, dass sein Ergebnis im ersten Halbjahr zurückgegangen ist. Das Ergebnis nach Steuern sank um 3,1 Prozent. Die Gesamterträge stiegen dagegen um 7 Prozent. Die Kundenzahl stieg seit Jahresbeginn um auf 1.213.718 und damit um 21 Prozent. Das von der comdirect betreute Kundenvermögen wuchs um 7 Prozent auf 21,7 Mrd. Euro. (22.07.2008/ac/n/m)
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| 26.09.2008 | Deutsche Lufthansa neues Kursziel | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 24.09.2008 | Deutsche Lufthansa attraktives Langfristinvestment | Der Aktionär | |
| 18.09.2008 | Deutsche Lufthansa halten | Wertpapier | |
| 17.09.2008 | Deutsche Lufthansa buy | Deutsche Bank AG |
Aktien in diesem Artikel
| Deutsche Lufthansa | 12,9 | +0,1% | |
| EON | 33,1 | +2,4% | |
| Continental | 43,9 | -2,4% | |
| MTU Aero Engines | 16,9 | -6,5% | |
| comdirect bank | 4,6 | -7,3% |
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