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DAX Schluss: Schwacher Ausklang, Deutsche Börse nach Zahlen unter Druck, FMC an der Spitze
Die Aktie von FMC konnte sich dem Trend widersetzen und gewann als DAX-Spitzenreiter 2,5 Prozent. Der Dialysespezialist meldete heute, dass er Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 zweistellig gesteigert hat. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern weitere Steigerungen, außerdem soll die Dividende erneut angehoben werden. Weitere Gewinner waren unter anderem Linde, Merck und Infineon.
Papiere der Deutschen Börse schlossen mit einem Minus von 2,6 Prozent. Der Börsenbetreiber hat im abgelaufenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren. 2008 soll ein weiteres Rekordjahr werden, so das Konzern. Insgesamt konnte das Zahlenwerk überzeugen, allerdings hatten einige Investoren offensichtlich auf eine deutlichere Erhöhung der Dividende spekuliert. Titel der Deutschen Lufthansa gaben 1,7 Prozent ab. Laut einem Zeitungsbericht ist die Kranichlinie an einer Beteiligung an einem aus der Fusion der beiden amerikanischen Fluggesellschaften Continental Airlines und UAL entstehenden Konzern interessiert. Für RWE ging es um 2,9 Prozent nach unten, obwohl der Konzern heute ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt hat. Die rote Laterne lag angesichts der anhaltenden Unsicherheiten bei der HRE (-3,4 Prozent).
Im MDAX legten Titel der FMC-Muttergesellschaft Fresenius 2,5 Prozent zu. Der Gesundheitskonzern hat im Geschäftsjahr 2007 alle Ziele erreicht oder übertroffen und gab nun einen positiven Ausblick für 2008. Daneben profitierten LEONI von einer positiven Analystenstudie und sprangen um 7,2 Prozent. Anteilsscheine des Finanzdienstleisters MLP, der im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Entwicklung in den Bereichen Vermögensmanagement und Altersvorsorge einen operativen Ergebnisanstieg verbuchte, brachen dagegen um 9 Prozent ein. Titel der IKB standen ebenfalls unter Druck. Einem Pressebericht zufolge ist ein US-Finanzinvestor an der angeschlagenen Mittelstandsbank interessiert.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 6.899,68 (-1,47 Prozent)
MDAX: 9.103,81 (-0,93 Prozent)
Tagesgewinner: FMC, Linde, Merck
Tagesverlierer: HRE, Deutsche Telekom, RWE
Unternehmensmeldungen:
Die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) will sich einem Pressebericht zufolge an den beiden US-Fluglinien Continental Airlines Inc. (ISIN US2107953083/ WKN 887642) und UAL Corp. (ISIN US9025498075/ WKN A0JC6V), die Muttergesellschaft von United Airlines, beteiligen. Wie die "Chicago Tribune" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise berichtet, ist der im DAX30 notierte Konzern an einer Beteiligung an einem aus der Fusion der beiden amerikanischen Fluggesellschaften entstehenden Konzern interessiert. Den Angaben zufolge habe die Lufthansa bereits mit Vorstandsmitgliedern von United Airlines über eine Beteiligung an dem neuen Luftfahrtkonzern verhandelt. Diese hätten allerdings angesichts der Vorstellungen der deutschen Fluglinie über die Höhe der geplanten Beteiligung zunächst gezögert.
Der Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) meldete heute, dass sein Vorstand auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung beschlossen hat, ein Aktienrückkaufprogramm zu beginnen. Den Angaben zufolge sollen im Zeitraum zwischen dem 21. Februar 2008 und dem Ablauf der Ermächtigung am 17. Oktober 2008 RWE-Aktien im Gegenwert von bis zu 2,5 Mrd. Euro zurückgekauft werden.
Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) gab am Dienstagabend die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2007 bekannt. Dabei konnte der Börsenbetreiber ein Rekordergebnis erzielen. Zudem wurde eine Dividendenerhöhung angekündigt. Demnach sind die Umsatzerlöse im Jahr 2007 um 18 Prozent auf angestiegen. Der Jahresüberschuss für 2007 stieg um gut 36 Prozent. Aufgrund des erfolgreichen Starts in das neue Geschäftsjahr in Verbindung mit der Kostenprognose für 2008 bekräftigt die Deutsche Börse ihre Erwartung, in 2008 ein neues Rekordergebnis zu erzielen. Der Vorstand schlägt eine Erhöhung der Dividende von 1,70 Euro auf 2,10 Euro je Aktie vor. Darüber hinaus plant die Deutsche Börse bis zur Hauptversammlung im Mai 2008 aus dem Eigenbestand der Gesellschaft 5 Millionen Aktien einzuziehen.
Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) gab heute bekannt, dass er Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 zweistellig gesteigert hat. Den Angaben zufolge wuchs der Konzernumsatz um 14 Prozent (währungsbereinigt um 12 Prozent) Der Jahresüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent. Ohne Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2006 angefallenen Einmaleffekte verbesserte sich der Jahresüberschuss auf vergleichbarer Basis um 25 Prozent. Laut dem Konzern können die Aktionäre das elfte Jahr in Folge mit einer Anhebung der Dividende rechnen. Für das Geschäftsjahr 2008 geht FMC von einem Umsatzplus von mehr als 7 Prozent aus. Der Jahresüberschuss soll um 12 bis 15 Prozent verbessert werden.
Der Gesundheitskonzern Fresenius SE (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) hat im Geschäftsjahr 2007 alle Ziele erreicht oder übertroffen und gab nun einen positiven Ausblick für 2008. Wie der Konzern heute erklärte, wuchs der Konzernumsatz zu Ist-Kursen um 5 Prozent. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 Prozent. Der Konzern-Jahresüberschuss stieg zu Ist-Kursen um 24 Prozent und währungsbereinigt um 28 Prozent. Für 2008 erwartet Fresenius einen Anstieg des Konzernumsatzes um währungsbereinigt 8 bis 10 Prozent. Der Jahresüberschuss soll währungsbereinigt um 10 bis 15 Prozent wachsen.
Der Finanzdienstleister MLP AG (ISIN DE0006569908/ WKN 656990) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Entwicklung in den Bereichen Vermögensmanagement und Altersvorsorge einen operativen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute im Rahmen der Bilanzpressekonferenz erklärte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 16 Prozent. Der Überschuss in den fortzuführenden Geschäftsbereichen lag auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den Gesamterträgen wurde ein Anstieg um 8 Prozent ausgewiesen.
Ein US-Finanzinvestor ist Presseangaben zufolge an der IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) interessiert. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, ist die US-Beteiligungsfirma Ripplewood an der angeschlagenen Mittelstandsbank interessiert. Laut dem Bericht sei der Investor derzeit dabei, ein so genanntes indikatives Angebot zu prüfen. Dabei könnte sich die Gesellschaft sowohl für die ganze Bank oder aber auch nur für die riskante Wertpapiersparte interessieren. Das hinge davon ab, wie viel man für die beiden Teile der IKB letztlich zahlen müsste.
Die Norddeutsche Affinerie AG (NA) (ISIN DE0006766504/ WKN 676650) strebt eine vollständige Übernahme ihres belgischen Wettbewerbers Cumerio N.V./S.A. (ISIN BE0003819365/ WKN A0D94N) an. Wie der Kupferhersteller heute erklärte, wurden bis zum Ende der Annahmefrist insgesamt 91,09 Prozent der ausstehenden Cumerio-Anteilsscheine angedient. Damit wird die das Angebot nach Maßgabe der Angebotsunterlage für fünfzehn Bankarbeitstage wieder eröffnet. Dabei können die noch ausstehenden Cumerio-Aktionäre das Angebot zu unveränderten Konditionen weiter annehmen. Sollte NA nach Ablauf dieser Frist die Schwelle von 95 Prozent erreichen, schließt sich unmittelbar eine Squeeze-Out-Periode an. (20.02.2008/ac/n/m)
| 09.07.2008 | Deutsche Lufthansa kaufen | AC Research | |
| 07.07.2008 | Deutsche Lufthansa hold | Citigroup Corp. | |
| 03.07.2008 | Deutsche Lufthansa neues Kursziel | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 30.06.2008 | Deutsche Lufthansa outperform | Exane-BNP Paribas SA | |
| 27.06.2008 | Deutsche Lufthansa hold | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
| Deutsche Lufthansa | 15,7 | +2,3% | |
| RWE | 76,1 | -1,8% | |
| Deutsche Börse | 76,5 | +4,3% | |
| Fresenius Medical Care | 34,7 | -1,2% | |
| Fresenius SE Vz | 51,6 | +0,2% | |
| MLP | 12,0 | +0,3% | |
| IKB Deutsche Industriebank | 2,7 | +1,5% | |
| Norddeutsche Affinerie | 35,5 | -0,6% |
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