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DAX Schluss: Schwächer, Volkswagen trotz Absatzrekord unter Druck
Die Aktie der Deutschen Bank verlor im unteren DAX-Drittel 1,2 Prozent. Einem Pressebericht zufolge wird das Finanzinstitut sein selbst gestecktes Ergebnisziel im Privat- und Firmenkundengeschäft in diesem Jahr voraussichtlich verfehlen. Laut einem weiteren Bericht beabsichtigt der Konzern, sich von Schuldtiteln in Höhe von bis zu 20 Mrd. Dollar im Zusammenhang mit so genannten Leveraged Buy-Outs zu trennen.
Angesichts der anhaltenden Dollar-Schwäche sackten BMW am Indexende um 3,3 Prozent ab. Der Automobilkonzern will wegen dem schwachen Dollar künftig auch den Anteil von Zulieferteilen aus den USA deutlich erhöhen, so ein Pressebericht. Daimler schlossen mit 2 Prozent im Minus. Volkswagen fielen um 1,3 Prozent zurück, obwohl die Wolfsburger im ersten Quartal einen Absatzrekord verbucht haben. Für Infineon ging es nach den schwachen Zahlen des niederländischen Elektronikkonzerns Philips um 1,5 Prozent abwärts.
Gestützt auf einen positiven Analystenkommentar verfestigten sich ThyssenKrupp gegen den Trend um 0,8 Prozent. An der DAX-Spitze standen Titel der Deutschen Börse mit +2,3 Prozent. Auf den Plätzen folgten die HRE und METRO.
Im MDAX verloren Demag Cranes leicht, obwohl der Kranbauer einem Pressebericht zufolge eine Erhöhung seiner Gewinnprognose in Betracht zieht. Titel von Air Berlin sackten nach einem negativen Kommentar im SDAX um mehr als 2 Prozent ab. Anteilsscheine des Pharmazulieferers Gerresheimer, der mit einem hervorragenden ersten Quartal in das Geschäftsjahr 2008 gestartet ist, schlossen mit 0,3 Prozent im Minus.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 6.554,49 (-0,74 Prozent)
MDAX: 8.796,19 (-0,15 Prozent)
Tagesgewinner: Deutsche Börse, HRE, METRO
Tagesverlierer: BMW, TUI, SAP
Unternehmensnachrichten:
Der Automobilhersteller Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) konnte im ersten Quartal einen Absatzrekord vorweisen. Wie der Konzern heute erklärte, wurden im Berichtszeitraum weltweit 1,572 Millionen Modelle an Kunden ausgeliefert, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Plus von 7,0 Prozent entspricht. In China, dem vor Deutschland größten Markt des Konzerns, wurden in den ersten drei Monaten 268.204 Fahrzeuge verkauft, was einem Plus von 32,4 Prozent entspricht. In Deutschland erzielte Volkswagen mit 240.654 Fahrzeugen ein Auslieferungsplus von 2,6 Prozent.
Wie das "Wall Street Journal" am Sonntag berichtete, beabsichtigt die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000), sich von Schuldtiteln in Höhe von bis zu 20 Mrd. Dollar im Zusammenhang mit so genannten Leveraged Buy-Outs trennen. Der Zeitung zufolge will das Kreditinstitut die Papiere an eine Reihe von Investoren, darunter auch Private Equity-Gesellschaften, verkaufen. Laut einem weiteren Bericht wird das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank in diesem Jahr sein Ergebnisziel verfehlen. Wie die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe berichtete, wird das Kreditinstitut in diesem Jahr voraussichtlich das selbst gesteckte Ziel verfehlen, im Privat- und Firmenkundengeschäft das Ergebnis vor Steuern von 1,15 Mrd. Euro im vergangenen Jahr auf 1,3 Mrd. Euro zu steigern.
Der Technologiekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) meldete heute, dass sein Sektor Energy für die Severn Power Ltd., eine Tochter von Welsh Power, ein Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk in Wales errichtet. Den Angaben zufolge wird das Kraftwerk eine Leistung von 850 Megawatt (MW) haben und einen Wirkungsgrad von über 58 Prozent erreichen. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und werden 2010 abgeschlossen sein. Das gesamte Auftragsvolumen inklusive eines langfristigen Servicevertrags beträgt 665 Mio. Britische Pfund.
Der Automobilkonzern Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) will sich vor dem schwachen Dollar nicht nur durch die Erhöhung der Produktion im US-Werk Spartanburg absichern, sondern künftig auch den Anteil von Zulieferteilen aus den USA deutlich erhöhen. Dies berichtete die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe. Wie BMW-Finanzchef Michael Ganal gegenüber dem Magazin mitteilte, will der Konzern einerseits in seinem Werk in Spartanburg die Kapazität auf 240.000 Fahrzeuge hochfahren, andererseits im Dollar-Raum deutlich mehr einkaufen
Das Beteiligungsunternehmen ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) hat den Getriebehersteller Jahnel-Kestermann an den südkoreanischen Strategen PSM Inc. verkauft und damit im laufenden Jahr bereits die dritte Beteiligung aus ihrem Portfolio erfolgreich veräußert. Wie der Konzern heute erklärte, beträgt der Transaktionserlös zwischen 20 und 21 Mio. Euro. ARQUES hatte den Bochumer Getriebehersteller im April 2005 für einen symbolischen Preis übernommen und damals eine mögliche Insolvenz des Unternehmens abgewendet. ARQUES rechnet für 2008 mit insgesamt fünf bis sieben Exits.
Der Kranbauer Demag Cranes AG (ISIN DE000DCAG010/ WKN DCAG01) zieht Presseangaben zufolge eine Erhöhung seiner Gewinnprognose in Betracht. Wie die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe berichtete, wird das Unternehmen die endgültigen Zahlen des zweiten Quartals abwarten. "Dann entscheiden wir über eine mögliche Anhebung", sagte Vorstandschef Harald Joos. "Mit dem Verlauf des zweiten Quartals 2007/08 sind wir sehr zufrieden", so der Manager. Die bisherige Jahresprognose sei sehr konservativ und liege am untersten Rand der Möglichkeiten.
Der Pharmazulieferer Gerresheimer AG (ISIN DE000A0LD6E6/ WKN A0LD6E) meldete heute, dass er mit einem hervorragenden ersten Quartal in das Geschäftsjahr 2008 gestartet ist. Der Umsatz erhöhte sich um 18,2 Prozent, bereinigt um Währungseffekte lag das Wachstum bei 21,8 Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis, das die operative Stärke des Unternehmens abbildet, vervierfachte sich nahezu. Insgesamt profitierte das Unternehmen in erster Linie von der hohen Nachfrage im Bereich Pharma & Life Science, in dem es drei Viertel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Für das Gesamtjahr 2008 strebt Gerresheimer eine Umsatzsteigerung von 13 bis 15 Prozent und eine verbesserte Adjusted EBITDA-Marge von über 19 Prozent an. (14.04.2008/ac/n/m)
| 17.07.2008 | Volkswagen verkaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 16.07.2008 | Volkswagen halten | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 16.07.2008 | Volkswagen reduce | SEB AG | |
| 10.07.2008 | Volkswagen hold | SEB AG | |
| 02.07.2008 | Volkswagen sell | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
| Volkswagen | 190,2 | +1,2% | |
| Deutsche Bank | 56,1 | +1,5% | |
| Siemens | 73,7 | +0,8% | |
| Bayerische Motoren Werke | 30,1 | +2,1% | |
| ARQUES Industries | 7,9 | -1,4% | |
| Demag Cranes | 32,4 | +1,0% | |
| Gerresheimer | 33,9 | -0,3% |
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