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DAX am Mittag: 7.000er Marke hart umkämpft, Ölpreis belastet, Versorger gesucht
Papiere der Allianz und der Deutschen Börse stechen mit Abschlägen von jeweils rund 4 Prozent ins Auge. Die kräftigen Verluste sind jedoch optischer Natur, beide Werte werden ex-Dividende gehandelt.
Belastet von mehreren Negativfaktoren verlieren Titel der Deutschen Lufthansa 3,6 Prozent. Neben dem hohen Ölpreis und enttäuschenden Zahlen des französischen Mitbewerbers Air France-KLM steht insbesondere eine Meldung aus den USA im Blick. So kündigte AMR, die Muttergesellschaft von American Airlines, am Vorabend angesichts der hohen Ölpreise eine drastische Kürzung der Inlandsflüge an. Im SDAX sackt die Aktie von Air Berlin um gut 2 Prozent ab.
Die rote Laterne liegt bei Volkswagen (-4,5 Prozent). Neben einer negativen Analystenstudie steht hier ein Pressebericht im Blick, wonach das Land Niedersachsen seine Sperrminorität in der Hauptversammlung des Automobilkonzerns behält. Daimler geben daneben 1,4 Prozent ab, während es für BMW um 0,6 Prozent nach oben geht. Zudem begrenzen die beiden Schwergewichte E.ON (+0,9 Prozent) und RWE (+1,3 Prozent) die Abschläge im DAX. Nach den Verlusten der vergangenen Tage legen Infineon an der Indexspitze knapp 3 Prozent zu.
Unternehmensmeldungen:
Laut einem Pressebericht behält das Land Niedersachsen seine Sperrminorität in der Hauptversammlung der Volkswagen AG (VW) (ISIN DE0007664005/ WKN 766400). Niedersachsen hält 20 Prozent der Anteile an Europas größtem Automobilkonzern. Wie die "BILD"-Zeitung (Donnerstagausgabe) berichtet, einigte sich darauf die große Koalition. Zwar soll mit der Novelle des VW-Gesetzes, die das Kabinett nächste Woche beschließen will, das bisherige Höchststimmrecht von 20 Prozent aufgehoben werden. Es bleibe jedoch dabei, dass die Hauptversammlung nur mit einer Mehrheit von über 80 Prozent bedeutsame Entscheidungen treffen kann.
Die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) ist aktuellen Presseberichten zufolge an der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines AG (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) interessiert. Dies berichtete das "Handelsblatt" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe. Demnach hat Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber heute in London Interesse an der Übernahme der angeschlagenen Airline bekundet. Die Lufthansa habe bisher kein Gebot für die österreichische Fluggesellschaft abgegeben, so Mayrhuber. Mayrhuber sagte der Zeitung zufolge weiter, dass die Buchungen bei der Lufthansa für Juli und August "extrem" gestiegen seien. Daher wolle der Konzern seine Kapazitäten in diesem Sommer um 7 Prozent ausweiten. Der Konzernchef bekräftigte den Angaben zufolge, dass das operative Ergebnis im laufenden Jahr mindestens so hoch ausfallen werde wie 2007. (22.05.2008/ac/n/m)
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