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DAX am Mittag: Behauptet, Allianz an der Spitze
An der Spitze können sich derzeit Anteilsscheine der Allianz behaupten, die gegen den Trend knapp 1,9 Prozent zulegen können. Weiterhin gefragt sind wie bereits am Vortag erneut Versorgerwerte. Hier sorgen positive Analystenkommentare bei E.ON für ein Plus von 1,3 Prozent, während der Wettbewerber RWE 0,7 Prozent fester tendiert. Ebenfalls hoch in der Gunst der Anleger stehen derzeit die eher als defensiv eingestuften Pharmawerte Bayer und Merck KGaA, die mit Aufschlägen von mehr als 0,4 Prozent mit im oberen Drittel des DAX rangieren. Im Blickpunkt der Anleger steht derzeit auch der Chemiekonzern BASF, der ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt hat. Derzeit notiert die Aktie nahezu unverändert im oberen Mittelfeld des DAX.
Am unteren Ende befinden sich aktuell Continental, MAN und TUI, die jeweils rund 2 Prozent leichter tendieren. Die Deutsche Lufthansa hat neben den rekordhohen Ölpreisnotierungen auch unter negativen Analystenstimmen zu leiden und befindet sich mit einem Minus von 1,8 Prozent mit am unteren Ende des DAX. Wenig gefragt sind daneben Infineon, BMW und die Deutsche Postbank, die jeweils mehr als 1,4 Prozent abgeben.
In der zweiten Reihe geht es im MDAX für EADS um gut 1 Prozent nach unten. Der milliardenschwere Tankflugzeug-Auftrag der US-Luftwaffe für den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern ist in Gefahr, nachdem der bei der Vergabe des Auftrags unterlegene US-Konkurrent Boeing gestern mit seinem Protest vor dem US-Rechnungshof Erfolg hatte. Am unteren Ende befindet sich erneut die Aktie des Medienkonzerns ProSiebenSat.1, die wegen des zuletzt angekündigten Ausscheidens des Vorstandsvorsitzenden erneut mehr als 6 Prozent abgeben muss. Gefragt sind hingegen K+S, die nach den gestrigen Abschlägen mehr als 5 Prozent anziehen, sowie Klöckner (+3 Prozent).
Unternehmensnachrichten:
Die Hannover Rückversicherung AG (Hannover Rück) (ISIN DE0008402215/ WKN 840221) meldete am Donnerstag, dass sie die erste Transaktion im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked Securities (ILS)-Aktivitäten abgeschlossen hat. Demnach wurden Sach-Katastrophenrisiken mehrerer US-amerikanischer Zedenten gebündelt und in mehreren Tranchen in den Kapitalmarkt transferiert. Anders als bei ihren bisherigen Verbriefungen geht es der Hannover Rück dabei nicht um den Schutz ihres eigenen Geschäfts, sondern um den unmittelbaren Transfer von Kundengeschäft in den Kapitalmarkt, hieß es.
Die zur Wacker Chemie AG (ISIN DE000WCH8881/ WKN WCH888) gehörende Tochter Siltronic AG hat am Donnerstag gemeinsam mit dem südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung Electronics Co. Ltd. (ISIN US7960502018/ WKN 881823) ein neues Werk zur Herstellung von 300 mm-Wafern in Betrieb genommen.
Die Vossloh AG (ISIN DE0007667107/ WKN 766710) gab am Mittwoch bekannt, dass sie heute von der Eurovia S.A., einer Tochter des französischen Baukonzerns Vinci S.A. (ISIN FR0000125486/ WKN 867475), ein bindendes Angebot über den Erwerb sämtlicher Anteile an der französischen Tochtergesellschaft Vossloh Infrastructure Services S.A. einschließlich ihrer Tochtergesellschaften mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2008 erhalten hat.
Der Chemiekonzern BASF SE (ISIN DE0005151005/ WKN 515100) meldete am Donnerstag, dass sein Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm beschlossen hat. Den Angaben zufolge soll das Programm im Umfang von insgesamt 3 Mrd. Euro bis zur Jahresmitte 2010 abgeschlossen werden. Mit dem Aktienrückkauf könne auf Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 24. April 2008 sofort begonnen werden. Ziel des Aktienrückkaufs sei es, die Kapitalstruktur zu optimieren und das Ergebnis je Aktie zu erhöhen. Die Aktien sollen eingezogen und das Grundkapital der BASF SE entsprechend herabgesetzt werden. (19.06.2008/ac/n/m)
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