10.06.2008 13:42
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DAX am Mittag: Etwas erholt, Lufthansa im Aufwind

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach zwischenzeitlichen Verlusten von knapp 1,5 Prozent im DAX hat sich die Lage zur Tagesmitte hin etwas stabilisiert. Aktuell liegt das Aktienbarometer mit 0,64 Prozent im Minus bei 6.771,97 Indexpunkten. Der MDAX gibt 0,85 Prozent ab auf 9.486,81 Zähler. Maßgeblich verantwortlich für die schlechte Stimmung sind die schwachen Vorgaben aus Asien.

Mit einem Minus von gut 3 Prozent liegt die Aktie von ThyssenKrupp am DAX-Ende. Deutlich schwächer präsentieren sich außerdem Linde, Continental und Bayer. Im Finanzsektor scheint sich die Lage derzeit etwas zu beruhigen. Titel der Deutschen Bank geben zwar 1,3 Prozent ab, bei der Commerzbank und der Deutschen Postbank sind jedoch klare Erholungstendenzen auszumachen.

Infineon liegen mit rund 1 Prozent im Minus. Der Wert leidet insbesondere unter dem enttäuschenden Ausblick des US-Technologiekonzerns Texas Instruments. Dieser hat am Vorabend seine Umsatz- und Ergebnisschätzung für das zweite Quartal konkretisiert. Gegen den schwachen Trend gewinnen Titel der Deutschen Lufthansa als Spitzenreiter 1 Prozent. Wie die Fluggesellschaft im Rahmen der Vorlage der Passagierzahlen bekannt gab, lag die Passagier-Auslastung im Mai trotz Kapazitätswachstums auf unverändert hohem Niveau.

Im MDAX verlieren Heidelberger Druck leicht. Angesichts der verminderten Investitionsbereitschaft seiner Kunden erwartet der Konzern für das aktuelle Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinnrückgang. GILDEMEISTER stehen mit -5 Prozent am Indexende. RHÖN-KLINIKUM widersetzen sich dem Trend und gewinnen über 2 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Presseangaben zufolge haben sich John Fredriksen und Alexei Mordashov, die beiden größten Aktionäre des Touristik- und Schifffahrtskonzerns TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00), damit einverstanden erklärt, dass die Mittel aus dem geplanten Verkauf der Containerschifffahrtssparte Hapag-Lloyd den Aktionären als Dividende zurückgegeben werden sollen. Wie die norwegische Zeitung "Dagens Naeringsliv" heute berichtet, sind Fredriksen und Mordashov der Meinung, dass ein erheblicher Teil der Erlöse den Aktionären zukommen sollte, nachdem auch einige Verbindlichkeiten des Konzerns abgebaut wurden. Mit dem Verkauf von Hapag-Lloyd sollen rund 5 Mrd. Euro erlöst werden, so die Zeitung weiter.

Der Technologiekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) gab heute bekannt, dass Siemens Mobility von der Dublin Airport Authority (DAA) einen Auftrag im Wert von 40 Mio. Euro für den Bau einer Gepäckförderanlage für das neue Terminal T2 am Flughafen Dublin erhalten hat. Das Projekt soll im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein. Den Angaben zufolge ist die Gepäckförderanlage von Siemens Teil eines Gesamtprojekts im Wert von 395 Mio. Euro, in dessen Rahmen am Flughafen Dublin ein zweites Terminal für die Abfertigung von bis zu 15 Millionen Fluggästen jährlich errichtet wird.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) erwartet für das aktuelle Geschäftsjahr 2008/2009 einen deutlichen Gewinnrückgang, da sich die Investitionsbereitschaft ihrer Kunden durch die Finanzkrise in den USA und die wachsende Konjunkturskepsis deutlich vermindert hat. Wie der Konzern im Geschäftsbericht 2007/2008 erklärte, hielten sich die Kunden im Vorfeld der wichtigen Fachmesse drupa mit Investitionen spürbar zurück. Deshalb fiel der Auftragsbestand zum Stichtag 31. März 2008 auf einen relativ niedrigen Stand. Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahrs erwartet das Unternehmen daher einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem sei absehbar, dass das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit und somit auch das Ergebnis nach Steuern im ersten Quartal negativ sein werden. Schon heute zeichne sich ab, dass das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit im Gesamtjahr deutlich unter dem Ergebnis des Berichtsjahrs liegen werde.

Die Jungheinrich AG (ISIN DE0006219934/ WKN 621993) ist gut in das laufende Jahr gestartet und hat bis Ende April 2008 Auftragseingang und Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Wie der Hersteller von Flurförderfahrzeugen heute rklärte, stieg der Auftragseingang in den ersten vier Monaten dieses Jahres um 14 Prozent. Der Umsatz wuchs dabei um 11 Prozent. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes lag zum 30. April 2008 um 29 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Auftragseingang 2008 über 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,1 Mrd. Euro) erreichen wird. Die Umsatzerwartung liegt bei über 2,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,0 Mrd. Euro). (10.06.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

TUI 12,8 -3,0%
Siemens 69,4 -1,8%
Heidelberger Druckmaschinen 14,9 +4,2%
Jungheinrich vz 15,6 -2,9%
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