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DAX am Mittag: Freundlich, Deutsche Lufthansa im Aufwind, Finanzwerte durchweg fester
Nach der gestern von mehreren Notenbanken angekündigten Liquiditätsspritze für die Geldmärkte zählen Finanzwerte erneut zu den Favoriten. Die Aktie der Commerzbank gewinnt als Spitzenreiter gut 4 Prozent. Daneben rücken die Deutsche Bank um 3,3 Prozent, die Allianz um 2,9 Prozent und die Münchener Rück um 2,2 Prozent vor.
Titel der Deutschen Lufthansa stehen ebenfalls auf der Einkaufliste der Anleger und ziehen um knapp 4 Prozent an. Die Kranichlinie hat heute die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt und konnte dabei trotz rekordhoher Treibstoffpreise einen deutlichen Ergebnisanstieg vorweisen. Außerdem schaut der Konzern durchaus optimistisch in die Zukunft. Gesucht sind darüber hinaus insbesondere die Deutsche Börse und Continental. Titel vom FMC verlieren am Indexende 0,6 Prozent.
Im MDAX ziehen Anteilsscheine von SGL CARBON um 4,5 Prozent an. Der Konzern hat die Zielvorgaben für das Geschäftsjahr 2007 zum Teil deutlich übertroffen und erreichte neue Rekordmarken sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis. Papiere der Hannover Rück tendieren nach der Ergebnisvorlage kaum verändert. Dagegen fallen HUGO BOSS nach einem starken Auftakt um rund 4 Prozent zurück. Wie der Bekleidungshersteller heute bekannt gab, soll der Hauptversammlung die Ausschüttung einer höheren Dividende sowie einer Sonderdividende vorgeschlagen werden. Anteilsscheine des Pharmagroßhändlers Celesio geben nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen und einem enttäuschenden Ausblick 4,4 Prozent ab.
Titel von Air Berlin fallen im SDAX gegen den Trend um über 6 Prozent zurück. Angesichts der Verzögerungen bei der LTU-Integration musste die Billigfluglinie im abgelaufenen Fiskaljahr einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen.
Unternehmensmeldungen:
Die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) hat heute im Rahmen der Bilanzpressekonferenz die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt und konnte dabei trotz rekordhoher Treibstoffpreise einen deutlichen Ergebnisanstieg vorweisen. Wie der Luftfahrtkonzern erklärte, konnte das Konzernergebnis mehr als verdoppelt werden. Bei den Umsatzerlösen wurde ein Anstieg von 13 Prozent erzielt. Die Deutsche Lufthansa ist zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2008 an dem hervorragenden operativen Ergebnis des vergangenen Jahres anknüpfen zu können. Angesichts der guten operativen Entwicklung wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung einen um 55 Cent höheren Dividendenvorschlag von 1,25 Euro pro Aktie unterbreiten.
Die Hannover Rückversicherung AG (Hannover Rück) (ISIN DE0008402215/ WKN 840221) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr insbesondere dank der starken Entwicklung im Bereich Personen-Rückversicherung erneut ein Rekordergebnis. Wie der Rückversicherer heute erklärte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um knapp 15 Prozent. Dabei ist das anteilige Ergebnis der Praetorian Financial Group Inc. nicht enthalten. Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 42,6 Prozent. Auch ohne den Sondereffekt aus der Unternehmenssteuerreform hätte die Hannover Rück im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn ausgewiesen. Die gebuchte Bruttoprämie des Hannover Rück-Konzerns reduzierte sich erwartungsgemäß um 11,1 Prozent.
Die SGL CARBON AG (ISIN DE0007235301/ WKN 723530) hat die Zielvorgaben für das Geschäftsjahr 2007 zum Teil deutlich übertroffen und erreichte neue Rekordmarken sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Umsatz der Unternehmensgruppe mit einem Plus von 15 Prozent erheblich über der zu Jahresbeginn 2007 gesetzten Zielgröße von +7 bis 10 Prozent. Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 50 Prozent überproportional zum Umsatzwachstum und übertraf damit das Ziel von +40 Prozent ebenfalls klar. Zudem konnte der Jahresüberschuss mehr als verdreifacht werden. Für das Geschäftsjahr 2008 erwartet die SGL Group eine Steigerung des Konzernumsatzes um 10 bis 15 Prozent. Das EBIT soll überproportional zum Umsatz um 15 bis 20 Prozent ansteigen. Ferner wird erwartet, dass Vor- und Nachsteuergewinn sowie das Ergebnis je Aktie deutlich überproportional zum EBIT-Wachstum steigen werden.
Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG (ISIN DE0005245500/ WKN 524550) wollen die Dividendenausschüttung anheben. Wie der Bekleidungshersteller heute bekannt gab, soll der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,45 Euro und einer Sonderdividende von 5,00 Euro (insgesamt 6,45 Euro) je dividendenberechtigter Stammaktie vorgeschlagen werden. Zudem empfehlen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 1,46 Euro und eine Sonderdividende von 5,00 Euro (insgesamt 6,46 Euro) je dividendenberechtigter Vorzugsaktie. Für das Geschäftsjahr 2006 waren die Anteilseiger mit 1,19 Euro je Stammaktie und 1,20 Euro je Vorzugsaktie am Unternehmenserfolg beteiligt worden.
Der Pharmagroßhändler Celesio AG (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr trotz der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Umsatz um 3,6 Prozent. Das EBITDA legte um 4,8 Prozent zu. Der Jahresüberschuss wuchs um 2,3 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Celesio beim EBITDA ein Ergebnis, das in etwa den in 2007 vor Währungseffekten erzielten Wert erreichen soll. Wegen der Finanzierungskosten für die Akquisitionen des Jahres 2007 sowie wegen leicht höherer Abschreibungen könne aber das währungsbereinigte Vorsteuerergebnis des Jahres 2007 voraussichtlich nicht erreicht werden, teilte der Konzern weiter mit. Die im Jahr 2007 angekündigten beziehungsweise eingeführten staatlichen Maßnahmen, vor allem die massiven Eingriffe in die Profitabilität des britischen Apothekengeschäftes, werden sich 2008 ganzjährig auswirken und das Unternehmen besonders belasten.
Die Douglas Holding AG (ISIN DE0006099005/ WKN 609900) verbuchte in den ersten fünf Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzanstieg. Wie der Vorstandschef des Konzerns heute im Rahmen der Präsentation zur Hauptversammlung ausführte, verzeichnete der Konzern im Zeitraum vom 1. Oktober 2007 bis 29. Februar 2008 einen Umsatzanstieg von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Portfoliobereinigt - also bereinigt um die Vorjahres-Umsätze von René Kern und Pohland - entspricht dies einer Steigerung von 9,6 Prozent. Auf vergleichbarer Fläche kletterten die Umsatzerlöse um 2,6 Prozent.
Die Billigfluglinie Air Berlin plc (ISIN GB00B128C026/ WKN AB1000) legte heute die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vor. Demnach verzeichnete der Luftfahrtkonzern beim Nachsteuerergebnis einen deutlichen Rückgang. Beim EBTIDAR konnte hingegen ein Anstieg verbucht werden. Der Umsatz konnte im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich zulegen. Wie der Konzern weiter mitteilte, wurde das Ergebnis im abgelaufenen Fiskaljahr durch Verzögerungen bei der LTU-Integration und technische Probleme beim Zusammenführen der EDV-Systeme von Air Berlin und LTU belastet, was zu einer Ergebnisbelastung in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages führte. (12.03.2008/ac/n/m)
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