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DAX am Mittag: Im Aufwind, VW nach Zahlen deutlich fester, Merck auf Talfahrt
Beflügelt von starken Sektorenvorgaben aus den USA legen Titel der Deutschen Bank an der DAX-Spitze gut 5 Prozent zu. Daneben ziehen die HRE um 4,5 Prozent, die Commerzbank um 4,4 Prozent und die Deutsche Postbank um 2,8 Prozent an. Größter Profiteur der scharfen Ölpreiskorrektur ist die Aktie der Deutschen Lufthansa, die trotz Streiks bei den Töchtern Eurowings und Lufthansa CityLine gut 3 Prozent fester tendiert. Nach besser als erwarteten Zahlen des Chip-Herstellers STMicroelectronics rücken auch Infineon um rund 3 Prozent vor.
Die Aktie von Volkswagen sticht mit einem Aufschlag von 3,5 Prozent ins Auge. Wie der Konzern mitteilte, konnte er im ersten Halbjahr 2008 einen deutlichen Ergebnisanstieg verzeichnen. Die Erlöse stiegen leicht. Continental liegen kaum verändert im Handel. Einem Pressebericht zufolge will Konzernchef Manfred Wennemer der heutigen Aufsichtsratssitzung einen Plan zur Abwehr der drohenden Übernahme durch Schaeffler präsentieren.
Auf der anderen Seite bröckeln Merck um mehr als 4 Prozent ab. Der Pharmakonzern konnte im zweiten Quartal bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Die Zahlen lagen dabei allerdings nur am unteren Ende der Erwartungen. Gleichzeitig hat der Konzern seinen Ausblick bekräftigt. Deutlich unter Druck stehen daneben auch die beiden Versorger E.ON und RWE sowie FMC.
Im MDAX stehen Praktiker (-2,6 Prozent) nach Ergebnissen im Blick. Die Baumarktkette hat im ersten Halbjahr einen operativen Gewinnsprung erzielt. Gleichzeitig wurde die Gewinnprognose bekräftigt. Dagegen wurde die bisherige Umsatzschätzung leicht zurückgenommen. Am Indexende geben K+S 3,5 Prozent ab. Spitzenreiter sind MTU mit +6,7 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) konnte im ersten Halbjahr 2008 einen deutlichen Ergebnisanstieg verzeichnen. Wie der Automobilhersteller heute verkündete, übertreffen die Umsatzerlöse den Vorjahreswert um 3 Prozent Ferner lag das operative Ergebnis um 21,8 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 25,5 Prozent, während das Ergebnis nach Steuern um 31,3 Prozent zulegte.
Der Pharmakonzern Merck KGaA (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) konnte im zweiten Quartal 2008 bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Wie der Konzern heute erklärte, wuchsen die Gesamterlöse der Merck-Gruppe um 6,1 Prozent. Organisch wuchsen die Gesamterlöse um 12 Prozent. Aufgrund eines gesteigerten Bruttoergebnisses sowie der niedrigeren Allgemein- und Verwaltungskosten verbesserte sich das Operative Ergebnis um 15 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern der fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereiche von Merck konnte mehr als verdoppelt werden. Merck hat zudem seine Prognose bestätigt und erwartet weiterhin eine Steigerung der Gesamterlöse im Bereich von 5 bis 9 Prozent sowie eine Umsatzrendite abzüglich der Abschreibungen und der Integrationskosten bei Merck Serono zwischen 23 und 27 Prozent.
Der Chef des von der Übernahme durch die Schaeffler Gruppe bedrohten Automobilzulieferers Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900), Manfred Wennemer, will einem Pressebericht zufolge der heutigen Aufsichtsratssitzung einen Abwehrplan präsentieren. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, wird Wennemer dem Kontrollgremium neben einer Kapitalerhöhung auch die Ablehnung des Schaeffler-Angebots nahelegen. Parallel will Wennemer den Angaben zufolge zwei weitere Varianten verfolgen: Er lässt die Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) nach einem Weißen Ritter suchen. Und er versucht, die Finanzaufsicht BaFin zu überzeugen, die Lieferung der Aktien aus den Swap-Geschäften an Schaeffler zu verbieten.
Die Baumarktkette Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG (ISIN DE000A0F6MD5/ WKN A0F6MD) gab heute bekannt, dass sie im zweiten Quartal - und damit auch im ersten Halbjahr - einen operativen Gewinnsprung erzielt hat. Zudem wurde die Ergebnisprognose für 2008 bekräftigt. Demnach erwirtschaftete der Konzern von Januar bis Juni 2008 einen Umsatz auf Niveau des ersten Halbjahres 2007. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg trotz des Umsatzrückgangs in den ersten sechs Monaten um 7 Prozent. Ferner erzielte der Konzern im ersten Halbjahr ein Plus beim operativen Gewinn (EBITA) um 20,5 Prozent. Vor diesem Hintergrund wurde die Ergebnisprognose des Unternehmens bekräftigt. Leicht modifiziert wurde dagegen die bisherige Umsatzprognose: Zwar rechnet man auf Konzernebene weiterhin mit einem Umsatzwachstum. Doch dürfte dieses Wachstum keine mittlere, sondern nur noch eine niedrige einstellige Rate erreichen. (23.07.2008/ac/n/m)
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Aktien in diesem Artikel
| Volkswagen | 330,0 | +13,9% | |
| Merck | 74,8 | -0,2% | |
| Continental | 43,9 | -2,4% | |
| Praktiker Bau- und Heimwerkermaerkte | 5,4 | -3,1% |
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