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DAX am Mittag: Leicht positiv, TUI an der Spitze, Autowerte gesucht
TUI machen sich an der DAX-Spitze breit und legen mehr als 2 Prozent zu. Zuvor wurde bekannt, dass der Reeder John Fredriksen seine Beteiligung an dem Reise- und Schifffahrtskonzern weiter aufgestockt hat und nun vor dem russischen Milliardär Alexey Mordaschov der größte Einzelaktionär ist. Daneben schalten auch Volkswagen, BMW und Daimler einen Gang hoch. Einem Pressebericht zufolge können die deutschen Autohersteller im Streit über die Grenzwerte für den CO2-Ausstoß mit einer deutlichen Entlastung rechnen.
Die beiden Versorger E.ON (+1,2 Prozent) und RWE (-0,6 Prozent) stehen ebenfalls im Blick. Laut einem Pressebericht hat sich RWE mit der schwedischen Vattenfall verbündet, um ein gemeinsames Angebot für den britischen Konkurrenten British Energy abzugeben. Ferner kündigte der Konzern an, dass der Nettogewinn im laufenden Fiskaljahr um mehr als 10 Prozent gesteigert werden soll. E.ON wiederum hat am Vorabend die bisherige Darstellung in einem Pressebericht widerrufen, wonach man nicht an einer Übernahme von British Energy interessiert sei.
METRO liegen leicht im Minus. Der Einzelhandelskonzern will voraussichtlich ab Mai dieses Jahres Kontakt mit Interessenten für die Warenhauskette Kaufhof aufnehmen, so ein Medienbericht. Nach dem gestrigen Kurssprung von über 20 Prozent machen die Anleger indes bei der HRE Kasse, aktuell fällt der Wert um über 5 Prozent zurück. Titel der Deutschen Börse geben dahinter 3,2 Prozent ab.
Unternehmensmeldungen:
Der Nutzfahrzeughersteller MAN AG (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) hat einen Großauftrag aus Russland erhalten. Wie der Konzern heute erklärte, haben die MAN Nutzfahrzeuge und ihre Vertriebstochter MAN Avtomobili Rossiya zwei Vereinbarungen mit russischen Kunden über die Lieferung von insgesamt 4.700 schweren Lastkraftwagen abgeschlossen. Die Vereinbarung beinhaltet außerdem eine Option auf die Lieferung von zunächst weiteren 3.000 Fahrzeugen im Jahr 2009 im Rahmen einer strategischen Partnerschaft. Die genannten Lieferungen sind in der Produktionsplanung von MAN Nutzfahrzeuge bis 2009 bereits berücksichtigt, teilte MAN weiter mit. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarungen wurden nicht genannt.
Der Reeder John Fredriksen hat über seine vollständige Tochter Monteray Enterprises Ltd. die Beteiligung an der TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) aufgestockt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat die Monteray Enterprises am 16. April der TUI AG sowie dem der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitgeteilt, dass sie 29,515 Millionen TUI-Aktien entsprechend ca. 11,747 Prozent der Stimmrechte des Reise- und Schifffahrtskonzerns erworben hat. Damit ist Frederiksen der größte Einzelaktionär der TUI AG. Der russische Milliardär Alexey Mordaschov hatte zuletzt eine Beteiligung von 10,03 Prozent an der TUI ausgewiesen.
Der deutsche Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) hat sich einem Pressebericht zufolge mit der schwedischen Vattenfall verbündet, um ein gemeinsames Angebot für den britischen Konkurrenten British Energy Group plc (ISIN GB00B04QKW59/ WKN A0DPS5) abzugeben. Dies berichtet die britische Tageszeitung "The Times" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise. Dabei werde RWE voraussichtlich ein eigenständiges Übernahmeangebot für den führenden Betreiber von Kernkraftwerken in Großbritannien abgeben und anschließend mit Vattenfall eine separate Vereinbarung über den Verkauf einzelner Tochtergesellschaften von British Energy treffen. Mit diesem Schritt könnte RWE die Position des französischen Konkurrenten Electricite de France (EDF) (ISIN FR0010242511/ WKN A0HG6A), der als einziger ernstzunehmender Mitbewerber bei der Übernahmeschlacht um British Energy gilt, ernsthaft schwächen.
Der Energieversorger RWE peilt für das laufende Fiskaljahr einen Anstieg beim Nettoergebnis an. Demnach soll der Nettogewinn im Fiskaljahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 10 Prozent gesteigert werden. In den Jahren 2008 bis 2012 soll das Nettoergebnis pro Jahr um durchschnittlich 5 bis 10 Prozent gesteigert werden. In Zusammenhang mit den implementierten Effizienzsteigerungsmaßnahmen peilt der Konzern bis Ende 2010 eine Verbesserung des jährlichen Ergebnisniveaus um insgesamt 600 Mio. Euro an.
Der deutsche Energieversorger E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) hat am Mittwochabend die bisherige Darstellung in einem Pressebericht zu einer möglichen Übernahme des Konkurrenten British Energy Group plc widerrufen. Wie der Konzern bekannt gab, sei die Äußerung eines Konzernsprechers in einem Bericht der "Financial Times Deutschland" nicht korrekt gewesen. Die "FTD" hatte bezüglich der Übernahme berichtet, dass E.ON nicht an einer Übernahme von British Energy interessiert sei.
Der Einzelhandelskonzern METRO AG (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) will einem Pressebericht zufolge voraussichtlich ab Mai dieses Jahres Kontakt mit Interessenten für die Warenhauskette Kaufhof aufnehmen. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" in ihrer aktuellen Donnerstagausgabe. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung zählt vor allem eine Reihe von Finanzinvestoren zu den potentiellen Käufern. Der Wert der Warenhäuser wird auf 3 Mrd. Euro geschätzt; 1 Mrd. Euro davon für das operative Geschäft. Konzernchef Eckhard Cordes hatte im März angekündigt, dass die Warenhäuser nicht länger zum strategischen Geschäft des Konzerns gehören. Er plant, Kaufhof komplett abzustoßen. Der Handels- und Reisekonzern Arcandor AG (ISIN DE0006275001/ WKN 627500), zu dem Karstadt gehört, hatte im Anschluss öffentlich Interesse an einer Übernahme geäußert.
Die Fraport AG (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) hat am Mittwoch die Zusage der Bundesregierung auf Leistungen in Höhe von 41,9 Mio. Euro erhalten. Die Zahlung beruht auf einer Bundesgarantie für Kapitalanlagen im Ausland (GKA), die der Flughafenbetreiber für eine Eigenkapitalbeteiligung im Rahmen seines Manila-Projekts zum Schutz vor politischen Risiken abgeschlossen hatte. Der zugesagte Betrag kann sich bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen noch um weitere 3,9 Mio. Euro erhöhen und steht unter Rückzahlungsvorbehalt, der sich am Ausgang der rechtlichen Verfahren orientiert. (17.04.2008/ac/n/m)
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