14.05.2008 13:17
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DAX am Mittag: Schwächer, E.ON und Deutsche Post nach Zahlen im Minus, K+S im Höhenflug

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung der deutschen Marktteilnehmer hat sich zur Tagesmitte hin etwas eingetrübt. Nach anfänglichen Gewinnen sackt der DAX inzwischen um 0,13 Prozent ab und steht bei 7.050,81 Indexpunkten. Der MDAX verfestigt sich dagegen deutlich um 1,45 Prozent auf 9.778,44 Zähler.

Dabei stehen zahlreiche Unternehmensergebnisse im Blick. Titel der Deutschen Post verlieren gut 1 Prozent. Das operative Ergebnis des Logistikkonzerns ist im ersten Quartal wegen Einmalaufwendungen bei der Deutschen Postbank um knapp 15 Prozent gesunken. Vor Einmaleffekten wurde allerdings ein Anstieg im Rahmen der Erwartungen verzeichnet. E.ON geben ebenfalls rund 1 Prozent ab. Der Energieversorger konnte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal steigern, während das Ergebnis rückläufig war. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt.

Für ThyssenKrupp geht es leicht nach oben. Der Stahlkonzern hat im ersten Halbjahr bei Auftragseingang und Umsatz erwartungsgemäß das hohe Vorjahresniveau erreicht, während der Konzerngewinn wegen des drastischen Rückgangs der Edelstahlpreise rückläufig war. An der Indexspitze gewinnen Continental 1,3 Prozent. Etwas deutlicher im Plus stehen außerdem die Deutsche Börse, MAN und adidas.

Im MDAX springen Papiere des Düngemittelspezialisten K+S, der im abgelaufenen Quartal dank der weiterhin kräftigen Nachfrage aus den Schwellenländern ein deutliches Ergebnisplus verbucht und im Anschluss die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben hat, um mehr als 8 Prozent. EADS steigen um gut 5 Prozent. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert und positiv überrascht.

LANXESS ziehen ebenfalls um mehr als 5 Prozent an. Der Spezialchemiekonzern erzielte im ersten Quartal trotz rückläufiger Erlöse einen Ergebnisanstieg. Nach Zahlen sacken dagegen Aareal Bank und Deutsche EuroShop um 5 bzw. um 3,2 Prozent ab.

Unternehmensmeldungen:

Der Energieversorger E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) legte heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Demnach stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 8 Prozent. Der bereinigte Gewinn von Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) verringerte sich leicht. Beim Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter wurde ein Rückgang um 32 Prozent ausgewiesen. Um Einmaleffekte bereinigt verringerte sich der Überschuss im Vorjahresvergleich um 7 Prozent. Für das Jahr 2008 rechnet E.ON nach dem positiven Verlauf des ersten Quartals damit, beim Adjusted EBIT das hohe Niveau des Vorjahres erneut übertreffen zu können. E.ON erwartet für den Konzern weiterhin einen Anstieg des Adjusted EBIT von 5 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Logistikkonzern Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) meldete heute, dass er mit einem soliden Quartalsergebnis in das Jahr 2008 gestartet ist. Den Angaben zufolge stieg das operative Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten im ersten Quartal um 6,4 Prozent und lag damit im Rahmen der Planungen des Konzerns. Das berichtete EBIT ging um 14,7 Prozent zurück. Hierbei schlugen Einmalaufwendungen bei der Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) in Folge der Finanzmarktkrise negativ zu Buche. Der Umsatz lag um 1,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, bereinigt um negative Wechselkurseffekte lag der Anstieg bei rund 6 Prozent. Der Konzerngewinn nach Minderheiten sank im ersten Quartal um 18,4 Prozent. An der Gesamtjahresprognose eines EBIT vor Einmaleffekten von rund 4,2 Mrd. Euro sowie eines Vorsteuergewinns von rund 3,2 Mrd. Euro hält der Konzern fest. Für das Jahr 2009 wird nach wie vor ein EBIT vor Einmaleffekten von rund 4,7 Mrd. Euro erwartet.

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) gab heute bekannt, dass er im ersten Halbjahr 2007/2008 Kurs gehalten hat. Bei Auftragseingang und Umsatz wurde erwartungsgemäß das hohe Vorjahresniveau erzielt, der Konzerngewinn fiel höher aus als erwartet. Das Konzernergebnis vor Steuern sank um knapp 15 Prozent. Vor Sondereffekten belief sich das Minus auf 8 Prozent. Das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Konzernergebnis ist vor allem auf den drastischen Rückgang der Edelstahlpreise zurückzuführen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Ekkehard Schulz: "Wir planen unverändert ein Ergebnis vor Steuern - vor Sondereffekten, unter anderem Vorlaufkosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA - von über 3 Mrd. Euro. Zudem gehen wir nach derzeitigem Stand von einem Umsatz in Höhe von insgesamt 53 Mrd. Euro aus."

Der Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) hat einen weiteren Großauftrag im Bereich Windkraft erhalten. Wie der Konzern heute erklärte, wird man insgesamt 140 Windenergieanlagen für den weltweit größten Offshore-Windpark Greater Gabbard 25 Kilometer vor der Küste von Suffolk in Großbritannien liefern. Das Abkommen beinhaltet dabei außerdem einen fünfjährigen Servicevertrag. Das Auftragsvolumen wurde auf rund 800 Mio. Euro beziffert.

Der Düngemittelspezialist K+S AG (ISIN DE0007162000/ WKN 716200) verbuchte im ersten Quartal dank der weiterhin kräftigen Nachfrage aus den Schwellenländern ein deutliches Ergebnisplus und hob im Anschluss die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, stieg das um Marktwertveränderungen bereinigte Ergebnis nach Steuern um 158 Prozent. Der Umsatz verbesserte sich um 28,4 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern dank der sehr guten Rahmenbedingungen einen deutlichen Ergebnisanstieg und hält nunmehr eine Verdreifachung beim EBIT I-Ergebnis für möglich.

Die LANXESS AG (ISIN DE0005470405/ WKN 547040) verbuchte im ersten Quartal einen Ergebnisanstieg. Wie der Spezialchemiekonzern heute erklärte, stieg das Nettoergebnis um 13 Prozent. Der Konzernumsatz lag indes um 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte wurde der entsprechende Vorjahreswert um 8,1 Prozent übertroffen. Für das laufende Fiskaljahr wurden die Prognosen bestätigt.

Die Aareal Bank AG (ISIN DE0005408116/ WKN 540811) musste im ersten Quartal angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Wie der Hypothekenfinanzierer heute erklärte, sank das Betriebesergebnis um 66 Prozent. Beim Konzernjahresüberschuss nach Minderheiten wurde ein deutlicher Rückgang ausgewiesen. Wesentlichen Anteil an der rückläufigen Ergebnisentwicklung hatte vor allem das Handelsergebnis, in dem ein Verlust nach einem Plus im Vorjahreszeitraum zu Buche stand. Für das Gesamtjahr 2008 ist der Vorstand nach wie vor vorsichtig optimistisch.

Der Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) konnte Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal steigern. Wie der Konzern heute bekannt gab, stieg der Umsatz um 10 Prozent. Dank Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen verbesserte sich das EBIT (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) drastisch. Beim Konzernergebnis verzeichnete EADS ebenfalls einen deutlichen Anstieg. Ferner bestätigte EADS den am 11. März veröffentlichten Ausblick für das Gesamtjahr 2008.

Der Shoppingcenter-Investor Deutsche EuroShop AG (ISIN DE0007480204/ WKN 748020) ist eigenen Angaben zufolge gut in das laufende Fiskaljahr gestartet. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 20 Prozent. Das Konzernergebnis hat sich gegenüber der Vorjahresperiode um 61 Prozent erhöht. Für das laufende Fiskaljahr wurden die Ergebnisprognosen bestätigt. (14.05.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

EON 120,2 +1,0%
Deutsche Post 15,9 +0,1%
ThyssenKrupp 32,3 +1,5%
Siemens 73,2 +1,2%
K+S 65,6 +0,3%
LANXESS 26,0 -0,9%
Aareal Bank 15,2 -2,6%
European Aeronautic Defence and Space 12,7 +1,7%
Deutsche EuroShop 22,9 -1,0%
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