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DAX am Mittag: Unverändert schwach, Deutsche Börse am Indexende, KlöCo im Plus
Allen voran knicken Papiere der Deutschen Börse um mehr als 6 Prozent ein. Zuvor wurde bekannt, dass die Tochter Clearstream im Juni deutlich weniger Transaktionen abgewickelt hat. Anteilsscheine von Infineon wiederum leiden unter enttäuschenden Umsatzzahlen des taiwanischen Mitbewerbers United Microelectronics und sacken um knapp 5 Prozent ab.
Nach neuen Spekulationen um weiteren Kapitalbedarf bei den beiden US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac stehen Bankenwerte ebenfalls verstärkt unter Druck. Titel der Commerzbank und die der Deutschen Bank geben zur Stunde jeweils rund 3 Prozent ab. Anteilsscheine der Deutschen Postbank verlieren gut 2 Prozent, während es für Papiere der HRE um 4,5 Prozent nach unten geht.
Bei Volkswagen schlägt ein Minus von 3,3 Prozent zu Buche, obwohl die Konzerntochter AUDI im ersten Halbjahr einen neuen Rekord bei den Fahrzeugauslieferungen verbuchen konnte. Daimler und BMW verlieren jeweils mehr als 2 Prozent. Bei BASF ist ein Minus von knapp 2 Prozent auszumachen. Der Chemiekonzern hat heute im Rahmen einer Investorenkonferenz seinen Ausblick für 2008 bestätigt und gleichzeitig das langfristige Finanzziel präsentiert. Gewinner sind derzeit nicht auszumachen. Deutlich besser als der Gesamtmarkt schlagen sich aber Merck (-0,2 Prozent) und die Deutsche Telekom (-0,3 Prozent).
KlöCo rücken im MDAX um mehr als 3 Prozent vor. Der Metallhändler hat am Vorabend die vorläufigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2008 veröffentlicht und dabei positiv überrascht. Auf der anderen Seite knüpfen ProSiebenSat.1 an die drastischen Verluste der vergangenen Wochen an. Derzeit knickt der Titel um mehr als 10 Prozent ein. Kräftige Abschläge prägen das Bild zudem bei Praktiker, Fresenius und Rheinmetall. Im SDAX ziehen Fielmann nach vorläufigen Halbjahreszahlen um gut 5 Prozent an. Air Berlin verlieren als schwächster Wert über 8 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Der Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) will einem Pressebericht zufolge im Rahmen des geplanten Stellenabbaus in der Konzernzentrale in München jede fünfte Stelle streichen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtet, fallen von den gut 900 Arbeitsplätzen am noblen Hauptsitz des Milliardenunternehmens am Wittelsbacher Platz rund 190 Stellen weg. Insgesamt will der Konzern den Angaben zufolge in Deutschland 6.450 Jobs abbauen.
Der Chemiekonzern BASF SE (ISIN DE0005151005/ WKN 515100) hat heute im Rahmen einer Investorenkonferenz seinen Ausblick für 2008 bestätigt. Demnach rechnet der Konzern angesichts eines sich abschwächenden Wachstums in der Chemiebranche für 2008 mit einem Wachstum der weltweiten Chemieproduktion von nunmehr 2,4 Prozent, anstelle der bisherigen Prognose von 2,8 Prozent. Darüber hinaus geht BASF für 2008 nun von einem durchschnittlichen Ölpreis (Brent) von 120 Dollar je Barrel sowie einem durchschnittlichen Wechselkurs von 1,55 Dollar je Euro aus. "Ich bin zuversichtlich, dass die BASF trotz der Ölpreisentwicklung und der dadurch stark gestiegenen Beschaffungskosten ihre Ziele für 2008 erreichen wird", sagte der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Hambrecht. Gleichzeitig wurde das langfristige Finanzziel des Konzerns präsentiert. Demnach setzt sich BASF für die kommenden fünf Jahre ein EBITDA-Margenziel von 18 Prozent. In demselben Zeitraum will der Konzern jährlich ein durchschnittliches Mengenwachstum erzielen, das 2 Prozentpunkte über dem Chemiemarkt liegt, hieß es weiter.
Die AUDI AG (ISIN DE0006757008/ WKN 675700), eine Tochter des Automobilkonzerns Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400), konnte im ersten Halbjahr einen neuen Rekord bei den Fahrzeugauslieferungen verbuchen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat AUDI im Zeitraum von Januar bis Juni weltweit mehr als 516.000 Fahrzeuge abgesetzt, nach 508.842 im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Absatzanstieg von 1,4 Prozent. Im Juni verkaufte AUDI rund 90.000 Autos (2007: 88.846). Für die zweite Jahreshälfte erwartet man dank der Markteinführungen wichtiger Volumenmodelle ein signifikantes Wachstum.
Der europäischen Flugzeughersteller Airbus, eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914), plant Presseangaben zufolge im Jahr 2014 den Start der Nachfolgegeneration der A320-Familie und will die Maschinen um 2018 in Betrieb nehmen. Wie die französische Tageszeitung "La Tribune" heute berichtet, belaufen sich die Entwicklungskosten für das Projekt, genannt A30X, auf schätzungsweise 8 bis 10 Mrd. Euro. Eine der Vorgaben für die neue Maschine ist die Reduktion des Treibstoffverbrauchs, hieß es. Der Zeitplan für das Projekt steht jedoch nicht endgültig fest, da er auch vom Verhalten der Wettbewerber und von der Fluktuation der Ölpreise abhängig ist, so die Zeitung weiter.
Die Klöckner & Co AG (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) hat am Montag die vorläufigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2008 veröffentlicht. Trotz einer sich abschwächenden globalen Wachstumsdynamik hat der Metallhändler ein deutlich über den Markterwartungen liegendes Ergebnis erzielt. Das vorläufige operative Ergebnis liegt um fast 60 Prozent über dem Vorjahreswert. Für das zweite Quartal liegt das vorläufige operative Ergebnis (EBITDA) um nahezu 100 Prozent über dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr erwartet Klöckner & Co ein über der aktuellen Markterwartung von ca. 480 Mio. Euro liegendes operatives Ergebnis (EBITDA).
Der Aromenhersteller Symrise AG (ISIN DE000SYM9999/ WKN SYM999) hat angesichts der deutlich gestiegenen Rohstoff- und Energienotierungen Preiserhöhungen angekündigt. Wie der Konzern heute erklärte, sollen die Preise in der Division Scent & Care mit sofortiger Wirkung angehoben werden. Dabei werden die Preise in einigen Bereichen um bis zu 10 Prozent und mehr steigen. Der Vorstandsvorsitzende Gerold Linzbach beschreibt diesen Schritt als "nicht sehr populär, aber unvermeidlich". "Die Scent & Care Division wurde besonders von den Preissteigerungen bei den petrochemischen Rohstoffen sowie bei Energie- und Transportkosten getroffen", so Linzbach.
Die Fielmann AG (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) konnte im ersten Halbjahr nach vorläufigen Berechnungen einen Umsatz- und Ergebnisanstieg vorweisen. Wie die Optikerkette heute auf Basis vorläufiger Berechnungen erklärte, stieg der Außenumsatz nach ersten Schätzungen um rund 7 Prozent. Der Konzernumsatz verbesserte sich um fast 8 Prozent. Der Halbjahresüberschuss wuchs auch aufgrund der Unternehmenssteuerreform um etwa 67 Prozent. (08.07.2008/ac/n/m)
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Aktien in diesem Artikel
| Siemens | 74,4 | -1,1% | |
| BASF SE | 39,4 | +0,0% | |
| AUDI | 477,8 | +1,5% | |
| Volkswagen | 203,7 | -0,8% | |
| European Aeronautic Defence and Space | 15,3 | -1,5% | |
| KloecknerCo | 27,4 | +1,7% | |
| Symrise | 11,8 | +0,3% | |
| Fielmann | 52,0 | +0,2% |
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