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DAX am Mittag: Weiter aufwärts, SAP etwas schwächer
Mit einem Aufschlag von knapp 3 Prozent übernehmen Papiere von ThyssenKrupp die Indexspitze. Kursgewinne von jeweils mehr als 2 Prozent fahren außerdem die Commerzbank und die HRE ein. TUI verfestigen sich um 1,6 Prozent. In einem Presseinterview hat sich der Großaktionär John Fredriksen enttäuscht über das Konzernmanagement geäußert und mit einem möglichen Ausstieg gedroht.
Siemens legen 0,6 Prozent zu. Hier steht ein Pressebericht im Blick, wonach Versicherer für einen Teil des Schadens in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre bei dem Industriekonzern aufkommen sollen. Dagegen verlieren MAN, Continental und Bayer deutlich. Bei allen drei Werten ist allerdings der Dividendenabschlag zu beachten. Für SAP geht es leicht nach unten. Der Wert leidet unter einem Pressebericht, wonach der Software-Konzern Probleme bei der Einführung der neuen Mittelstandssoftware "Business by Design" hat.
Titel des Beteiligungsunternehmens ARQUES, das sämtliche Anteile an dem Paketzusteller Agencia Servicios Mensajeria für einen symbolischen Kaufpreis übernommen hat, sacken im MDAX um knapp 2 Prozent ab. An der Indexspitze springen K+S um gut 4 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Der Software-Konzern SAP AG (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) hat einem Pressebericht zufolge Probleme bei der Einführung der neuen Mittelstandssoftware "Business by Design". Laut einem Bericht des "Handelblatt", das sich bei seinen Angaben auf Kreise im Umfeld des Unternehmens beruft, leide das über das Internet zu nutzende Programm im realen Betrieb an mangelhafter Leistung. Die Markteinführung werde sich daher voraussichtlich verzögern. Das bis 2010 anvisierte Umsatzziel von einer Milliarde Dollar dürfte den Angaben zufolge deshalb gefährdet sein.
Der Pharmakonzern Bayer AG (ISIN DE0005752000/ WKN 575200) hat von der Europäischen Kommission eine Zulassungserweiterung für Zevalin erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, darf das Medikament in Europa nun auch im Rahmen der Erstbehandlung bei Patienten mit follikulärem Lymphom eingesetzt werden, die auf eine Anfangstherapie angesprochen haben.
Der Großaktionär des Reise- und Schifffahrtskonzerns TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00, John Fredriksen, hat sich in einem Zeitungsinterview enttäuscht über das Konzernmanagement geäußert und mit einem möglichen Ausstieg bei TUI gedroht. "Ich kann mein Geld auch woanders investieren", erklärte der norwegische Großaktionär in einem Interview mit der "WELT am Sonntag". Derzeit ist Fredriksen mit einem Anteil von 11,75 Prozent inzwischen der größte Einzelaktionär des im DAX30 notierten Konzerns. Fredriksen moniert im Rahmen des Zeitungsinterviews vor allem die Unzuverlässigkeit des TUI-Managements. In diesem Zusammenhang forderte Fredriksen die Ablösung von TUI-Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow.
Versicherer sollen einem Pressebericht zufolge für einen Teil des Schadens in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre beim Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) aufkommen. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, hat der Konzern bei einem Konsortium unter der Führung der Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) einen Schaden von bis zu 250 Mio. Euro aus der Managerhaftpflicht gemeldet. Über diese Summe hatte der Konzern bei dem Konsortium für 2004 bis 2007 eine sogenannte Directors' and Officers' Liability Insurance (D&O) abgeschlossen. Mit der D&O-Deckung sichern Konzerne ihre Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder gegen mögliche Schadensersatzansprüche ab - von Dritten oder vom eigenen Unternehmen. Geldstrafen, Steuernachzahlungen und Ermittlungskosten im Zusammenhang mit der Affäre summieren sich Siemens zufolge auf über 1,6 Mrd. Euro.
Das Beteiligungsunternehmen ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) meldete heute, dass seine spanische Tochter ARQUES Iberia sämtliche Anteile an dem Paketzusteller Agencia Servicios Mensajeria (ASM) für einen symbolischen Kaufpreis übernommen hat. Verkäufer ist die Grupo Agbar, eine der größten spanischen Industrie-Holdings, und die JPL Noray SL. Den Angaben zufolge übernimmt ASM Kurier-, Transport- und spezielle Logistikdienstleistungen für Großkunden aus den Bereichen Telekommunikation, Banken und Versicherungen sowie aus der Pharma-Industrie. Das spanische Unternehmen, das über 50 Niederlassungen und Außenposten in Spanien, Portugal und Andorra verfügt, beschäftigt rund 350 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2007 einen Umsatz von über 45 Mio. Euro. (28.04.2008/ac/n/m)
| 16.05.2008 | SAP niedrig bewertet | Der Aktionärsbrief | |
| 14.05.2008 | SAP neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 13.05.2008 | SAP neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 13.05.2008 | SAP buy | Citigroup Corp. | |
| 13.05.2008 | SAP neues Kursziel | Morgan Stanley |
Aktien in diesem Artikel
| SAP | 33,0 | +0,4% | |
| Bayer | 55,1 | +-0,0% | |
| TUI | 18,0 | +2,6% | |
| Siemens | 76,9 | +2,1% | |
| Allianz SE | 129,5 | +0,2% | |
| ARQUES Industries | 9,5 | -0,4% |
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