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DAX am Mittag: Weiter im Minus, FMC und Deutsche Börse nach Zahlen im Fokus
Die Aktie von FMC kann sich dem Trend entgegenstemmen und gewinnt als DAX-Spitzenreiter mehr als 2 Prozent. Der Dialysespezialist meldete heute, dass er Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 zweistellig gesteigert hat. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern weitere Steigerungen, außerdem soll die Dividende erneut angehoben werden. Weitere Gewinner sind unter anderem Linde, Merck und Infineon.
Papiere der Deutschen Börse liegen mit einem Minus von knapp 3 Prozent im Handel. Der Börsenbetreiber hat im abgelaufenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren. 2008 soll ein weiteres Rekordjahr werden, so das Konzern. Insgesamt konnte das Zahlenwerk überzeugen, allerdings hatten einige Investoren offensichtlich auf eine deutlichere Erhöhung der Dividende spekuliert. Die rote Laterne liegt momentan bei der HRE mit -3,4 Prozent. Deutlich schwächer entwickeln sich außerdem die Deutsche Telekom, Daimler und die Deutsche Lufthansa. Laut einem Zeitungsbericht ist die Kranichlinie an einer Beteiligung an einem aus der Fusion der beiden amerikanischen Fluggesellschaften Continental Airlines und UAL entstehenden Konzern interessiert.
Im MDAX legen Titel der FMC-Muttergesellschaft Fresenius leicht zu. Der Gesundheitskonzern hat im Geschäftsjahr 2007 alle Ziele erreicht oder übertroffen und gab nun einen positiven Ausblick für 2008. Anteilsscheine des Finanzdienstleisters MLP, der im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Entwicklung in den Bereichen Vermögensmanagement und Altersvorsorge einen operativen Ergebnisanstieg verbuchte, geben dagegen mehr als 3 Prozent ab. Titel der IKB stehen ebenfalls unter Druck. Einem Pressebericht zufolge ist ein US-Finanzinvestor an der angeschlagenen Mittelstandsbank interessiert.
Unternehmensmeldungen:
Die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) will sich einem Pressebericht zufolge an den beiden US-Fluglinien Continental Airlines Inc. (ISIN US2107953083/ WKN 887642) und UAL Corp. (ISIN US9025498075/ WKN A0JC6V), die Muttergesellschaft von United Airlines, beteiligen. Wie die "Chicago Tribune" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise berichtet, ist der im DAX30 notierte Konzern an einer Beteiligung an einem aus der Fusion der beiden amerikanischen Fluggesellschaften entstehenden Konzern interessiert. Den Angaben zufolge habe die Lufthansa bereits mit Vorstandsmitgliedern von United Airlines über eine Beteiligung an dem neuen Luftfahrtkonzern verhandelt. Diese hätten allerdings angesichts der Vorstellungen der deutschen Fluglinie über die Höhe der geplanten Beteiligung zunächst gezögert.
Der Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) will vor der niederländischen Küste weitere Offshore-Windparks errichten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, haben RWE Innogy und RWE Energy Nederland gemeinsam entsprechende Planungsanträge bei den zuständigen Behörden eingereicht. Mit einer Gesamtkapazität von 2.000 MW würde es sich voraussichtlich um eines der weltweit größten Entwicklungsprojekte für Windkraftanlagen handeln.
Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) gab am Dienstagabend die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2007 bekannt. Dabei konnte der Börsenbetreiber ein Rekordergebnis erzielen. Zudem wurde eine Dividendenerhöhung angekündigt. Demnach sind die Umsatzerlöse im Jahr 2007 um 18 Prozent auf angestiegen. Der Jahresüberschuss für 2007 stieg um gut 36 Prozent. Aufgrund des erfolgreichen Starts in das neue Geschäftsjahr in Verbindung mit der Kostenprognose für 2008 bekräftigt die Deutsche Börse ihre Erwartung, in 2008 ein neues Rekordergebnis zu erzielen. Der Vorstand schlägt eine Erhöhung der Dividende von 1,70 Euro auf 2,10 Euro je Aktie vor. Darüber hinaus plant die Deutsche Börse bis zur Hauptversammlung im Mai 2008 aus dem Eigenbestand der Gesellschaft 5 Millionen Aktien einzuziehen.
Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) gab heute bekannt, dass er Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 zweistellig gesteigert hat. Den Angaben zufolge wuchs der Konzernumsatz um 14 Prozent (währungsbereinigt um 12 Prozent) Der Jahresüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent. Ohne Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2006 angefallenen Einmaleffekte verbesserte sich der Jahresüberschuss auf vergleichbarer Basis um 25 Prozent. Laut dem Konzern können die Aktionäre das elfte Jahr in Folge mit einer Anhebung der Dividende rechnen. Für das Geschäftsjahr 2008 geht FMC von einem Umsatzplus von mehr als 7 Prozent aus. Der Jahresüberschuss soll um 12 bis 15 Prozent verbessert werden.
Der Gesundheitskonzern Fresenius SE (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) hat im Geschäftsjahr 2007 alle Ziele erreicht oder übertroffen und gab nun einen positiven Ausblick für 2008. Wie der Konzern heute erklärte, wuchs der Konzernumsatz zu Ist-Kursen um 5 Prozent. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 Prozent. Der Konzern-Jahresüberschuss stieg zu Ist-Kursen um 24 Prozent und währungsbereinigt um 28 Prozent. Für 2008 erwartet Fresenius einen Anstieg des Konzernumsatzes um währungsbereinigt 8 bis 10 Prozent. Der Jahresüberschuss soll währungsbereinigt um 10 bis 15 Prozent wachsen.
Der Finanzdienstleister MLP AG (ISIN DE0006569908/ WKN 656990) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Entwicklung in den Bereichen Vermögensmanagement und Altersvorsorge einen operativen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute im Rahmen der Bilanzpressekonferenz erklärte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 16 Prozent. Der Überschuss in den fortzuführenden Geschäftsbereichen lag auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den Gesamterträgen wurde ein Anstieg um 8 Prozent ausgewiesen.
Ein US-Finanzinvestor ist Presseangaben zufolge an der IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) interessiert. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, ist die US-Beteiligungsfirma Ripplewood an der angeschlagenen Mittelstandsbank interessiert. Laut dem Bericht sei der Investor derzeit dabei, ein so genanntes indikatives Angebot zu prüfen. Dabei könnte sich die Gesellschaft sowohl für die ganze Bank oder aber auch nur für die riskante Wertpapiersparte interessieren. Das hinge davon ab, wie viel man für die beiden Teile der IKB letztlich zahlen müsste. (20.02.2008/ac/n/m)
| 14.07.2008 | RWE buy | UBS AG | |
| 11.07.2008 | RWE buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 11.07.2008 | RWE preisgünstig | Der Aktionärsbrief | |
| 09.07.2008 | RWE Ziel 100 Euro | Der Aktionär | |
| 08.07.2008 | RWE kein Kauf | Frankfurter Tagesdienst |
Aktien in diesem Artikel
| RWE | 75,7 | -1,9% | |
| Deutsche Börse | 72,0 | +4,4% | |
| Fresenius Medical Care | 34,9 | +3,8% | |
| Fresenius SE Vz | 50,3 | -1,5% | |
| MLP | 12,1 | +3,3% | |
| IKB Deutsche Industriebank | 2,7 | +2,3% |
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