14.07.2008 10:14
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DAX am Morgen: Deutlich fester, Continental auf der Überholspur

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den kräftigen Verlusten am Freitag geht es für den deutschen Aktienmarkt am Montagmorgen deutlich nach oben. Der DAX verbucht aktuell ein Plus von 1,15 Prozent und steht bei 6.223,88 Punkten. Gleichzeitig verfestigt sich der MDAX um 1,31 Prozent auf 8.446,73 Zähler.

Die US-amerikanischen Börsen konnten am Freitag im Vergleich zum Handelsschluss in Deutschland ein gutes Stück zulegen. Gestützt wird die Stimmung außerdem von zahlreichen Unternehmensmeldungen. So hat der niederländische Technologiekonzern Philips heute Morgen besser als erwartete Zahlen auf den Tisch gelegt. Ferner hat der US-amerikanische Brauer Anheuser-Busch ein verbessertes Übernahmeangebot des belgischen Mitbewerbers InBev in Höhe von 52 Mrd. Dollar angenommen. Des Weiteren hat US-Finanzminister Henry Paulson am Wochenende ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der in Schieflage geratenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac angekündigt. Der Zusammenbruch des US-Baufinanzierers IndyMac spielt heute dagegen eine eher untergeordnete Rolle.

Die Aktie des Automobilzulieferers Continental sticht mit einem satten Aufschlag von knapp 23 Prozent ins Auge. Einem Pressebericht zufolge steht der Konzern möglicherweise vor der Übernahme durch die in Familienhand befindliche Schaeffler-Gruppe. Die Transaktionshöhe könnte sich dabei auf mehr als 10 Mrd. Euro belaufen. Mit deutlichem Abstand folgen mitunter die HRE (+2,9 Prozent), Infineon (+2,7 Prozent) und adidas (+1,8 Prozent).

TUI zählen ebenfalls zu den Favoriten. Hier steht ein Zeitungsartikel im Blick, wonach die Hamburger Investorengruppe um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne bis zum 21. Juli ein attraktives Übernahmeangebot für die zur TUI gehörende Container-Linie Hapag Lloyd abgeben könnte. Leichte Verluste sind dagegen bei METRO und FMC auszumachen.

Im MDAX übernehmen EADS mit +4,5 Prozent die Spitze. Auf den Plätzen folgen IVG und Demag Cranes. Titel der Norddeutschen Affinerie geben leicht ab. Der Kupfererzeuger will weiterhin unabhängig bleiben und eine aktive Rolle in der Branchenkosolidierung spielen, so ein Pressebericht. Die rote Laterne liegt unterdessen bei Tognum, der Wert verliert fast 4 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Der Automobilzulieferer Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) steht Presseangaben zufolge möglicherweise vor der Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" wird die in Familienhand befindliche Schaeffler Gruppe möglicherweise schon am Montagmorgen ein Gebot im Wert von mehr als 10 Mrd. Euro für den Autozulieferer und Reifenhersteller abgeben. Die Schaeffler Gruppe soll die Conti-Führung deshalb am Freitagabend kontaktiert haben. Sollte sich Continental wehren, ist Schaeffler den Informationen zufolge auch zu einer feindlichen Übernahme bereit. Zuvor hatten bereits Finanzinvestoren Avancen hinsichtlich einer Übernahme von Continental gemacht. Angesichts der andauernden Finanzkrise hatte eine Übernahme von Continental durch Finanzinvestoren nicht mehr als möglich gegolten, was sich ebenfalls negativ auf den Kursverlauf ausgewirkt hatte, so die Zeitung.

Die Hamburger Investorengruppe um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne ist optimistisch, bis zum 21. Juli ein attraktives Übernahmeangebot für die zur TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) gehörende Container-Linie Hapag Lloyd abgeben zu können. Laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche" führen die Hamburger Initiatoren aussichtsreiche Gespräche mit vermögenden Privatinvestoren. Den Angaben zufolge sollen auch Private Equity-Firmen für das Bieterkonsortium gewonnen werden.

Die Norddeutsche Affinerie AG (NA) (ISIN DE0006766504/ WKN 676650) will weiterhin unabhängig bleiben und eine aktive Rolle in der Branchenkosolidierung spielen. "Wir sind nach der Übernahme von Cumerio der führende Kupfererzeuger und -verarbeiter Europas", sagte Vorstandschef Bernd Drouven der Wirtschaftszeitung "EURO am Sonntag". "Wir erwarten eine weitere Konsolidierung der Branche und wollen diese aktiv gestalten. Dabei richten wir unseren Blick auch auf Regionen außerhalb Europas, zum Beispiel in Asien oder Südamerika." Am Donnerstag hatte der frühere Großaktionär A-TEC Industries AG (ISIN AT00000ATEC9/ WKN A0LFDH) sein noch verbliebenes 9-prozentiges Anteilspaket an der Norddeutschen Affinerie verkauft, was zu Spekulationen über einen Einstieg des Stahlkonzerns Salzgitter AG (ISIN DE0006202005/ WKN 620200) geführt hatte. (14.07.2008/ac/n/m)

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