20.02.2008 10:05
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DAX am Morgen: Deutliche Verluste nach schwachen Vorgaben, Deutsche Börse und FMC im Blick

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Am deutschen Aktienmarkt dominieren am Mittwoch die Minuszeichen. Grund sind die schwachen Vorgaben aus Übersee. Der DAX verbucht aktuell einen satten Abschlag von 1,18 Prozent auf 6.919,43 Zähler, der MDAX fällt daneben um 1,08 Prozent auf 9.090,31 Punkte zurück. Die Wall Street hat gestern nach einem festen Auftakt leichter geschlossen. Im Handelsverlauf trübte insbesondere der Ölpreis mit einem Überschreiten der 100-Dollar-Marke die Stimmung ein. Die asiatischen Börsen traten daraufhin ebenfalls den Rückweg an. In Tokio brach der Nikkei um 3,3 Prozent ein. In den USA stehen am Nachmittag mit dem Verbraucherpreisindex und den Zahlen zu den Wohnbaubeginnen wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an.

Die Aktie von FMC kann sich dem Trend entgegenstemmen und gewinnt als DAX-Spitzenreiter 1,7 Prozent. Der Dialysespezialist meldete heute, dass er Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 zweistellig gesteigert hat. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern weitere Steigerungen, außerdem soll die Dividende erneut angehoben werden.

Papiere der Deutschen Börse liegen mit einem Minus von knapp 2 Prozent im Handel. Der Börsenbetreiber hat im abgelaufenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren. 2008 soll ein weiteres Rekordjahr werden, so das Konzern. Insgesamt konnte das Zahlenwerk überzeugen. Die rote Laterne liegt momentan bei der HRE mit -2,8 Prozent. Deutlich schwächer entwickeln sich außerdem die Deutsche Telekom und die Commerzbank. Die beiden Indexschwergewichte E.ON und RWE verlieren jeweils 1,5 Prozent.

Im MDAX legen Titel der FMC-Muttergesellschaft Fresenius über 2 Prozent zu. Der Gesundheitskonzern hat im Geschäftsjahr 2007 alle Ziele erreicht oder übertroffen und gab nun einen positiven Ausblick für 2008. Anteilsscheine des Finanzdienstleisters MLP, der im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Entwicklung in den Bereichen Vermögensmanagement und Altersvorsorge einen operativen Ergebnisanstieg verbuchte, geben dagegen mehr als 2 Prozent ab. Mit -4,2 Prozent bilden HOCHTIEF das Schlusslicht.

Unternehmensmeldungen:

Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) gab am Dienstagabend die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2007 bekannt. Dabei konnte der Börsenbetreiber ein Rekordergebnis erzielen. Zudem wurde eine Dividendenerhöhung angekündigt. Demnach sind die Umsatzerlöse im Jahr 2007 um 18 Prozent auf angestiegen. Der Jahresüberschuss für 2007 stieg um gut 36 Prozent. Aufgrund des erfolgreichen Starts in das neue Geschäftsjahr in Verbindung mit der Kostenprognose für 2008 bekräftigt die Deutsche Börse ihre Erwartung, in 2008 ein neues Rekordergebnis zu erzielen. Der Vorstand schlägt eine Erhöhung der Dividende von 1,70 Euro auf 2,10 Euro je Aktie vor. Darüber hinaus plant die Deutsche Börse bis zur Hauptversammlung im Mai 2008 aus dem Eigenbestand der Gesellschaft 5 Millionen Aktien einzuziehen.

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) gab heute bekannt, dass er Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 zweistellig gesteigert hat. Den Angaben zufolge wuchs der Konzernumsatz um 14 Prozent (währungsbereinigt um 12 Prozent) Der Jahresüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent. Ohne Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2006 angefallenen Einmaleffekte verbesserte sich der Jahresüberschuss auf vergleichbarer Basis um 25 Prozent. Laut dem Konzern können die Aktionäre das elfte Jahr in Folge mit einer Anhebung der Dividende rechnen. Für das Geschäftsjahr 2008 geht FMC von einem Umsatzplus von mehr als 7 Prozent aus. Der Jahresüberschuss soll um 12 bis 15 Prozent verbessert werden.

Der Gesundheitskonzern Fresenius SE (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) hat im Geschäftsjahr 2007 alle Ziele erreicht oder übertroffen und gab nun einen positiven Ausblick für 2008. Wie der Konzern heute erklärte, wuchs der Konzernumsatz zu Ist-Kursen um 5 Prozent. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 Prozent. Der Konzern-Jahresüberschuss stieg zu Ist-Kursen um 24 Prozent und währungsbereinigt um 28 Prozent. Für 2008 erwartet Fresenius einen Anstieg des Konzernumsatzes um währungsbereinigt 8 bis 10 Prozent. Der Jahresüberschuss soll währungsbereinigt um 10 bis 15 Prozent wachsen.

Der Finanzdienstleister MLP AG (ISIN DE0006569908/ WKN 656990) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Entwicklung in den Bereichen Vermögensmanagement und Altersvorsorge einen operativen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute im Rahmen der Bilanzpressekonferenz erklärte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 16 Prozent. Der Überschuss in den fortzuführenden Geschäftsbereichen lag auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den Gesamterträgen wurde ein Anstieg um 8 Prozent ausgewiesen. (20.02.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Deutsche Boerse 64,3 +0,4%
Fresenius Medical Care 36,6 -1,3%
Fresenius SE Vz 55,7 -0,5%
MLP 13,9 -0,9%
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Unverändert




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