02.07.2008 10:09
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DAX am Morgen: Etwas fester, Deutsche Bank erwartet Quartalsgewinn

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den kräftigen Vortagesverlusten setzt der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmorgen zur Erholung an. Beim DAX ist momentan ein Plus von 0,36 Prozent auf 6.338,50 Indexpunkte auszumachen, während es für den MDAX um 0,54 Prozent auf 8.837,89 Zähler nach oben geht. Zwar wurden aus Tokio deutliche Abschläge gemeldet, allerdings haben die US-amerikanischen Börsen nach einem schwachen Auftakt im Plus geschlossen. Der Hauptbelastungsfaktor ist nach wie vor der rekordhohe Ölpreis. In diesem Zusammenhang dürfte am späten Nachmittag der US-Ölmarktbericht in den Fokus rücken.

Die Aktie der Deutschen Bank gewinnt aktuell gut 3 Prozent. Zuvor gab der Finanzkonzern bekannt, dass er auf der Grundlage seiner gegenwärtigen Erwartungen damit rechnet, für das zweite Quartal einen Gewinn auszuweisen. Auch geht die Bank nicht davon aus, dass die Ertragslage im zweiten Quartal Kapitalmaßnahmen erfordert. Anteilsscheine der Commerzbank stehen ebenfalls weit oben auf der Einkaufliste der Anleger. Hier steht ein Pressebericht im Blick, wonach die Commerzbank sowie die Allianz-Tochter Dresdner Bank ihre Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss intensiviert haben.

Dagegen fallen Volkswagen und Daimler jeweils leicht zurück. Beide konnten ihre US-Absätze im Juni etwa auf Vorjahresniveau halten. Weniger rund lief es für BMW, die Münchener hatten in den USA im Juni mit deutlich rückläufigen Absatzzahlen zu kämpfen. Die Aktie tendiert knapp behauptet. Für Bayer geht es leicht nach unten. Der Pharmakonzern gab zuvor die Übernahme des Hämatologie-Portfolios der amerikanischen Maxygen bekannt. Dagegen knüpfen Papiere von Infineon nahtlos an die massiven Vortagesverluste an und knicken am Indexende um mehr als 4 Prozent ein.

Nach den heftigen Vortagesverlusten rücken Papiere von ProSiebenSat.1 im MDAX um gut 4 Prozent vor. Spürbar im Plus liegen mitunter auch Pfleiderer und EADS. Premiere bilden mit -1,5 Prozent das Schlusslicht. Titel der Beteiligungsgesellschaft ARQUES, die sämtliche Anteile an der Vorratsgesellschaft Xerius verkauft hat, springen im SDAX um mehr als 5 Prozent. GRENKELEASING ziehen um gut 4 Prozent an. Der Konzern konnte sein Neugeschäft im ersten Halbjahr erwartungsgemäß steigern.

Unternehmensmeldungen:

Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) gab heute bekannt, dass sie auf der Grundlage ihrer gegenwärtigen Erwartungen damit rechnet, für das zweite Quartal 2008 einen Gewinn auszuweisen. Wie das Kreditinstitut mitteilte, wird bei einem solchen Ergebnis die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-1) der Bank in der Größenordnung von 9 Prozent liegen. Daher geht die Bank nicht davon aus, dass die Ertragslage im zweiten Quartal Kapitalmaßnahmen erfordert, hieß es.

Die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) sowie die zum Allfinanzkonzern Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) gehörende Konzerntochter Dresdner Bank haben ihre Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Kreditinstitute intensiviert. Dies berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Laut dem Bericht hat sich das Interesse beider Bankgesellschaften an einem Zusammenschluss im Zuge einer möglichen gemeinsamen Offerte für die zum Verkauf stehende Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) erhöht. Eine Fusion der beiden Kreditinstitute sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht absehbar, zumal die Allianz auch mit anderen Kaufinteressenten für die Dresdner Bank verhandele. Als weiteres Hindernis gilt die Investmentsparte Dresdner Kleinwort, die im Zuge der Finanzkrise hohe Abschreibungen hinnehmen musste.

Der Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) gab am Dienstag die Absatzzahlen ihrer US-Tochter Mercedes-Benz USA für den Monat Juni bekannt. Demnach verbuchte der Automobilkonzern in den USA bei der Kernmarke Mercedes-Benz im Berichtsmonat einen Absatzrückgang um 0,1 Prozent. Der Verkauf der Kleinwagen-Marke Smart hat erst Mitte Januar 2008 begonnen. Insgesamt veräußerte der Konzern in der Pkw-Sparte in den USA 22.121 Fahrzeuge, was einem Plus von 12,9 Prozent entspricht.

Der Automobilkonzern Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) musste in den USA im Juni einen deutlichen Absatzrückgang ausweisen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank der Absatz um 11 Prozent. Bei Fahrzeugen der Kernmarke BMW wurde ein Absatzrückgang um 17 Prozent ausgewiesen, während man bei der Kleinwagenmarke MINI ein Plus von rund 25 Prozent ausweisen konnte.

Die Volkswagen of America Inc., die US-Tochter der Wolfsburger Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400), veröffentlichte am Dienstag US-Absatzzahlen für den Monat Juni. Dabei stieg die Zahl der verkauften Autos bei Volkswagen im Berichtsmonat um 0,3 Prozent. Die Tochter AUDI AG (ISIN DE0006757008/ WKN 675700) verbuchte im Juni einen Absatzanstieg in Nordamerika um 5,3 Prozent.

Die Bayer AG (ISIN DE0005752000/ WKN 575200) gab heute die Übernahme des Hämatologie-Portfolios der amerikanischen Maxygen Inc. (ISIN US5777761074/ WKN 931314) bekannt. Wie aus der Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, ist in dem Portfolio unter anderem das innovative rekombinante Faktor-VIIa-Protein, MAXY-VII, mit dem voraussichtlich noch im dritten Quartal 2008 klinische Phase-I-Studien aufgenommen werden, enthalten. Zudem erhält Bayer Nutzungsrechte an Maxygens MolecularBreeding-Technologie, einer neuartigen, biotechnologischen Forschungsplattform. Im Rahmen der Transaktion wird Bayer eine Vorauszahlung von 90 Mio. Dollar leisten, wobei bis zu insgesamt 30 Mio. Dollar beim Erreichen von Meilensteinen fällig werden. Neben dem Erwerb von MAXY-VII erhält Bayer exklusive Rechte für den Einsatz der Maxygen-MolecularBreeding-Technologie für 30 festgelegte Gen-Targets in strategischen Geschäftsbereichen. Zudem erhält Bayer spezifische Rechte für die Nutzung dieser Technologie.

Die GRENKELEASING AG (ISIN DE0005865901/ WKN 586590) konnte ihr Neugeschäft im ersten Halbjahr 2008 erwartungsgemäß um 13,2 Prozent steigern. Ferner bestätigte der Anbieter von Verträgen im Small-Ticket-IT-Leasing die Jahresprognose für 2008, ein Wachstum des Neugeschäfts in der GRENKE Gruppe inklusive Franchise-Partner von mehr als 10 Prozent zu erreichen.

Die ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) gab heute bekannt, dass sie mit Wirkung zum 30. Juni 2008 sämtliche Anteile an der Vorratsgesellschaft Xerius AG (ISIN DE0005188304/ WKN 518830) außerbörslich verkauft hat. Der ARQUES-Konzern hatte im Oktober 2005 80 Prozent der Anteile der im Freiverkehr notierten Xerius AG übernommen. (02.07.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Deutsche Bank 58,2 -0,1%
Commerzbank 20,2 -2,2%
Allianz SE 114,2 +0,3%
Deutsche Postbank 44,6 +0,6%
Daimler 40,0 -1,3%
Bayerische Motoren Werke 28,3 -0,7%
Volkswagen 203,7 -0,8%
Bayer 53,9 -0,3%
GRENKELEASING 22,8 +0,8%
ARQUES Industries 9,2 -1,8%
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