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DAX am Morgen: Etwas schwächer, GILDEMEISTER im Höhenflug
Noch größere Verluste des Gesamtmarktes verhindern E.ON mit einem Aufschlag von 1 Prozent. Gesucht sind außerdem SAP, adidas und Linde. Die Aktie von TUI findet sich mit -0,7 Prozent im DAX-Mittelfeld. Wie heute bekannt wurde, hat der russische Großinvestor Alexey Mordashov seine Beteiligung an dem Konzern weiter aufgestockt. Continental liegen ähnlich stark im Minus. Laut Angaben vom Wochenende will die Schaeffler Gruppe weiterhin an ihren Plänen zur Übernahme einer Beteiligung von mehr als 30 Prozent an dem Automobilzulieferer festhalten.
Am Indexende verlieren Titel der Deutschen Postbank knapp 3 Prozent. Hier steht ein Pressebericht im Blick, demzufolge sich die Deutsche Post beim geplanten Verkauf der Tochter Zeit lassen will. Kräftige Verluste fahren daneben auch MAN, die HRE und die Allianz ein.
Im MDAX springen GILDEMEISTER um fast 15 Prozent. Hier stützt ein Presseartikel, wonach der Werkzeugmaschinenbauer in den Fokus russischer Investoren geraten ist. KlöCo legen mehr als 3 Prozent zu. Der Konzern meldete zuvor, dass er einen Vertrag zum Verkauf der Schweizer Tochter Koenig Verbindungstechnik (KVT) an das Beteiligungsunternehmen Capvis unterzeichnet hat. Den Buchgewinn nach Steuern bezifferte KlöCo auf ca. 265 Mio. Euro. Am Indexende geben Heidelberger Druck über 4 Prozent ab.
Unternehmensmeldungen:
Der russische Großinvestor Alexey Mordashov hat seine Beteiligung an der TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) weiter aufgestockt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der Stimmrechtsanteil der von Mordashow kontrollierten Gesellschaften an dem Konzern am 15. Juli die Schwelle von 15 Prozent überschritten und liegt seitdem bei 15,03 Prozent. Der norwegische Großaktionär John Fredriksen hatte zuletzt einen Anteil von 15,01 Prozent an dem Schifffahrts- und Reisekonzern ausgewiesen.
Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) hat einem Pressebericht zufolge ihre einprozentige Beteiligung an der Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) wieder veräußert. "Wir haben die Anteile, unbemerkt von der Öffentlichkeit, wieder verkauft", sagte ein führender Manager des Kreditinstituts dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Die Deutsche Bank hatte das Aktienpaket an dem Börsenbetreiber vor knapp zwei Jahren erworben und wollte damit das Interesse an einer leistungsstarken Börse am Finanzplatz Deutschland unterstreichen. Die Deutsche Bank bestätigte gegenüber dem Wirtschaftsmagazin auf Anfrage, dass sie die Aktien bereits im vergangenen Jahr abgegeben habe.
Die Schaeffler Gruppe will weiterhin an ihren Plänen zur Übernahme einer Beteiligung von mehr als 30 Prozent an der Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) festhalten. In einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung zeigte sich die Schaeffler Gruppe weiterhin offen für konstruktive Gespräche mit dem Conti-Konzernmanagement. Gleichzeitig wurde jedoch die Zielsetzung betont, dass man als strategischer Großaktionär des Automobilzulieferers eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent anstreben wolle. Diese Beteiligung sei notwendig, um eine stabile Aktionärsstruktur der Continental AG zu erreichen und gleichzeitig die Ziele der Schaeffler Gruppe umsetzen zu können. Zuvor hatte der Continental-Vorstandschef Manfred Wennemer in einem Zeitungsinterview angeboten, Verhandlungen über eine Beteiligung von 20 Prozent zu führen.
Die Klöckner & Co AG (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) meldete heute, dass sie über ihre Schweizer Landesgesellschaft Debrunner Koenig Holding (DKH) einen Vertrag zum Verkauf der Koenig Verbindungstechnik (KVT) an das Beteiligungsunternehmen Capvis unterzeichnet hat. Die Veräußerung führt bei einem Kaufpreis von ca. 325 Mio. Euro zu einem Buchgewinn nach Steuern von ca. 265 Mio. Euro. Die durch einen Verkauf von KVT freigesetzten Mittel stehen für die weitere Expansion von Klöckner & Co zur Verfügung. Der geplante Verkauf wurde bereits in der Berichterstattung zum ersten Quartal 2008 angekündigt. Die KVT beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2007 bei einem Umsatz von rund 120 Mio. Euro ein Ergebnis nach Steuern von ca. 20 Mio. Euro.
Der Aromenhersteller Symrise AG (ISIN DE000SYM9999/ WKN SYM999) will auch im laufenden Fiskaljahr an der Ausschüttung einer hohen Dividende festhalten und dabei wieder deutlich mehr als die Hälfte des Nettogewinns an die Aktionäre ausschütten. "Da sind wir sehr zuversichtlich", erklärte der Vorstandsvorsitzende Gerold Linzbach in einem Interview mit der "WirtschaftsWoche". Im vergangenen Jahr hatte Konzern eine Ausschüttung von 50 Cent je Anteilsschein an die Aktionäre vorgenommen. Insgesamt äußerte sich der Vorstandschef trotz der widrigen konjunkturellen Rahmenbedingungen zuversichtlich bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung. Den massiven Kursverfall der Symrise-Aktie hält Linzbach für weit übertrieben: "Wir sehen derzeit keine Kopplung mehr zwischen dem Aktienkursverlauf und dem operativen Geschäft." (21.07.2008/ac/n/m)
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