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DAX am Morgen: Freundlich, Infineon weiter gesucht, HRE nach Gewinnmitnahmen schwächer
Beflügelt von den starken Sektorenvorgaben aus Übersee knüpft die Aktie von Infineon nahtlos an die kräftigen Vortagesgewinne an. Aktuell schiebt sich der Titel an der DAX-Spitze um 2,8 Prozent nach vorne. Dahinter folgen BMW, die Commerzbank und Continental. Für TUI geht es um 0,3 Prozent nach oben. Der Reeder John Fredriksen hat seine Beteiligung an dem Reise- und Schifffahrtskonzern weiter aufgestockt und ist nun vor dem russischen Milliardär Alexey Mordaschov der größte Einzelaktionär.
Die beiden Versorger E.ON und RWE legen jeweils leicht zu. Einem Pressebericht zufolge hat sich RWE mit der schwedischen Vattenfall verbündet, um ein gemeinsames Angebot für den britischen Konkurrenten British Energy abzugeben. E.ON wiederum hat am Vorabend die bisherige Darstellung in einem Pressebericht widerrufen, wonach man nicht an einer Übernahme von British Energy interessiert sei.
METRO tendieren ebenfalls fester. Der Einzelhandelskonzern will voraussichtlich ab Mai dieses Jahres Kontakt mit Interessenten für die Warenhauskette Kaufhof aufnehmen, so ein Medienbericht. Nach dem gestrigen Kurssprung von über 20 Prozent machen die Anleger indes bei der HRE Kasse, aktuell fällt der Wert um knapp 4 Prozent zurück.
Unternehmensmeldungen:
Der Reeder John Fredriksen hat über seine vollständige Tochter Monteray Enterprises Ltd. die Beteiligung an der TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) aufgestockt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat die Monteray Enterprises am 16. April der TUI AG sowie dem der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitgeteilt, dass sie 29,515 Millionen TUI-Aktien entsprechend ca. 11,747 Prozent der Stimmrechte des Reise- und Schifffahrtskonzerns erworben hat. Damit ist Frederiksen der größte Einzelaktionär der TUI AG. Der russische Milliardär Alexey Mordaschov hatte zuletzt eine Beteiligung von 10,03 Prozent an der TUI ausgewiesen.
Der deutsche Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) hat sich einem Pressebericht zufolge mit der schwedischen Vattenfall verbündet, um ein gemeinsames Angebot für den britischen Konkurrenten British Energy Group plc (ISIN GB00B04QKW59/ WKN A0DPS5) abzugeben. Dies berichtet die britische Tageszeitung "The Times" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise. Dabei werde RWE voraussichtlich ein eigenständiges Übernahmeangebot für den führenden Betreiber von Kernkraftwerken in Großbritannien abgeben und anschließend mit Vattenfall eine separate Vereinbarung über den Verkauf einzelner Tochtergesellschaften von British Energy treffen. Mit diesem Schritt könnte RWE die Position des französischen Konkurrenten Electricite de France (EDF) (ISIN FR0010242511/ WKN A0HG6A), der als einziger ernstzunehmender Mitbewerber bei der Übernahmeschlacht um British Energy gilt, ernsthaft schwächen.
Der deutsche Energieversorger E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) hat am Mittwochabend die bisherige Darstellung in einem Pressebericht zu einer möglichen Übernahme des Konkurrenten British Energy Group plc widerrufen. Wie der Konzern bekannt gab, sei die Äußerung eines Konzernsprechers in einem Bericht der "Financial Times Deutschland" nicht korrekt gewesen. Die "FTD" hatte bezüglich der Übernahme berichtet, dass E.ON nicht an einer Übernahme von British Energy interessiert sei.
Der Einzelhandelskonzern METRO AG (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) will einem Pressebericht zufolge voraussichtlich ab Mai dieses Jahres Kontakt mit Interessenten für die Warenhauskette Kaufhof aufnehmen. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" in ihrer aktuellen Donnerstagausgabe. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung zählt vor allem eine Reihe von Finanzinvestoren zu den potentiellen Käufern. Der Wert der Warenhäuser wird auf 3 Mrd. Euro geschätzt; 1 Mrd. Euro davon für das operative Geschäft. Konzernchef Eckhard Cordes hatte im März angekündigt, dass die Warenhäuser nicht länger zum strategischen Geschäft des Konzerns gehören. Er plant, Kaufhof komplett abzustoßen. Der Handels- und Reisekonzern Arcandor AG (ISIN DE0006275001/ WKN 627500), zu dem Karstadt gehört, hatte im Anschluss öffentlich Interesse an einer Übernahme geäußert.
Die Fraport AG (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) hat am Mittwoch die Zusage der Bundesregierung auf Leistungen in Höhe von 41,9 Mio. Euro erhalten. Die Zahlung beruht auf einer Bundesgarantie für Kapitalanlagen im Ausland (GKA), die der Flughafenbetreiber für eine Eigenkapitalbeteiligung im Rahmen seines Manila-Projekts zum Schutz vor politischen Risiken abgeschlossen hatte. Der zugesagte Betrag kann sich bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen noch um weitere 3,9 Mio. Euro erhöhen und steht unter Rückzahlungsvorbehalt, der sich am Ausgang der rechtlichen Verfahren orientiert. (17.04.2008/ac/n/m)
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