16.06.2008 10:15
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DAX am Morgen: Freundlich, Postbank im Fokus

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt ist mit grünen Vorzeichen in den ersten Handelstag der Woche gestartet. Die Wall Street hat am Freitag mit kräftigen Zuwächsen geschlossen. In Tokio gewann der Nikkei-Index heute satte 2,7 Prozent. Für den DAX geht es momentan um 0,59 Prozent nach oben auf 6.805,30 Indexpunkte. Beim MDAX ist ein Plus von 0,68 Prozent auf 9.638,99 Zähler auszumachen.

An der Spitze des Leitindex stehen derzeit Aktien der Deutschen Börse (+2,3 Prozent). Top-Gewinner sind mit einem Plus von 2 Prozent bzw. 1,9 Prozent auch Titel der Commerzbank bzw. der Allianz. Presseangaben vom Wochenende zufolge gewährt der Allfinanzkonzern Allianz mehreren Interessenten Einblick in die Bücher der Dresdner Bank. Mit von der Partie seien u.a. die Commerzbank und die Deutsche Bank. Dabei kristallisiere sich ein Zusammengehen zwischen Commerzbank und Dresdner Bank als mögliche Lösung heraus. Derzeit gewähre die Commerzbank auch der Dresdner Bank Einsicht in ihre Bilanz. Beide Parteien würden seit Wochen über eine mögliche Verbindung sprechen und gemeinsam als Interessenten für die eventuell zum Verkauf stehende Deutsche Postbank auftreten. Die britische Bankgesellschaft Lloyds TSB ist einem heutigen Pressebericht zufolge ebenfalls an der Postbank interessiert. Die Postbank-Aktie gewinnt aktuell 0,5 Prozent. Weitere Gewinner sind derzeit MAN (+1,7 Prozent) und ThyssenKrupp (+1,6 Prozent). Ebenfalls stärker tendieren Siemens (+0,8 Prozent). Einem Pressebericht zufolge will der Technologiekonzern mit dem geplanten Stellenabbau in der Verwaltung Ernst machen.

Auf der Verliererseite stehen aktuell Merck ganz oben. Anteilsscheine des Pharmakonzerns geben 1,1 Prozent ab. Schwächere Abschläge verzeichnen Volkswagen, Deutsche Lufthansa, E.ON und RWE. Der Fluggesellschaft droht kurz vor Beginn der Urlaubszeit Presseangaben zufolge eine Streikwelle.

Im MDAX können Krones (+3,8 Prozent) und ProSiebenSat.1 (+3,1 Prozent) kräftig zulegen. Dabei meldete Medienkonzern heute, dass er die C More Group AB an das schwedische Unternehmen TV4 verkauft.

Unternehmensnachrichten:

Der Technologiekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) will einem Pressebericht zufolge mit dem geplanten Stellenabbau in der Verwaltung Ernst machen. "In den nächsten Wochen erhalten die Mitarbeiter Klarheit über die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze", sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm laut der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dabei sei jedoch noch nicht entschieden, wie viele Stellen insgesamt wegfallen sollen. Die Gewerkschaft IG Metall befürchtet laut dem Bericht den weltweiten Abbau von insgesamt 10.000 Stellen.

Die britische Bankgesellschaft Lloyds TSB Group plc (ISIN GB0008706128/ WKN 871784) ist einem Pressebericht zufolge ebenfalls an der Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) interessiert. Wie die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" berichtet, zieht Lloyds derzeit eine Übernahmeofferte für das zum Verkauf stehende deutsche Kreditinstitut in Betracht. Dabei zielt die britische Großbank auf eine signifikante Erweiterung der Operationen außerhalb des Heimatmarktes ab.

Die Europäische Kommission hat am Freitag die beabsichtigte Übernahme des schwedischen Lkw- und Busherstellers Scania AB (ISIN SE0000308280 / WKN 899846) durch den deutschen Automobilkonzern Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400), den größten Automobilhersteller in Europa, gemäß der Fusionskontrollverordnung genehmigt.

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 Media AG (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) meldete am Montag, dass er die C More Group AB an das schwedische Unternehmen TV4 verkauft.

Die Deutsche Beteiligungs AG (ISIN DE0005508105/ WKN 550810) verbuchte im zweiten Quartal angesichts der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten einen deutlichen Ergebnisrückgang. Im Vergleich zum ersten Quartal konnte die Beteiligungsgesellschaft jedoch eine deutliche Verbesserung der Ertragssituation erreichen. (16.06.2008/ac/n/m)

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